Ärmstes Balkan-Land Kosovo rückt näher an die EU

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Polizeieinsatz in Pristina: Inmitten der Anäherung an die EU kommt es im Kosovo immer wieder zu Unruhen. Foto: Valdrin Xhemaj/dpa

Straßburg (dpa) - Das Kosovo hat einen wichtigen Schritt in Richtung eines möglichen EU-Beitritts gemacht. Regierungschef Isa Mustafa unterzeichnete in Straßburg gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Union ein sogenanntes Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen.

Dieses soll Basis für eine engere politische, wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit sein. Das ärmste Land auf dem Balkan will im Rahmen des Abkommens Standards und Rechtsvorschriften schrittweise an die der EU angleichen. Im Gegenzug könnte es zum Beispiel eine Liberalisierung der Visapolitik geben.

Das Kosovo war zuletzt der einzige Westbalkan-Staat, der weder über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen noch über Visafreiheit für Besuchsreisen in den Schengen-Raum verfügte.

Als Hintergrund der langsamen EU-Annäherung gilt vor allem der umstrittene Status der einstigen serbischen Provinz. Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich 2008 von Serbien abgespalten. Unter anderem Spanien und Griechenland haben die Unabhängigkeit des Kosovos bis heute nicht anerkannt.

EU zu Beziehungen mit dem Kosovo

Twitter-Nachricht zur Unterzeichnung des Abkommens

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