Ärger um Studie über Mikroben in New Yorker U-Bahn

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New Yorker U-Bahn in der Station Brooklyn Bridge: Die Behörden zeigten sich wenig amüsiert über die Mikroben-Studie und warnten vor Panikmache. Foto: Sven Hoppe/Archiv

New York (dpa) - In der New Yorker U-Bahn haben Wissenschaftler mehr als 600 bekannte Mikrobenarten gefunden. In den 466 Stationen des U-Bahn-Netzes entdeckten die Forscher der Cornell-Universität unter anderem Viren, Bakterien und Pilze, wie aus ihrer Studie hervorgeht.

Darunter waren auch krankheitserregende Bakterien, die resistent gegen Medikamente sind, sowie DNA-Spuren von nicht mehr ansteckenden Pest- und Anthraxerregern.

Hunderte weitere Mikroben konnten die Wissenschaftler, die 17 Monate lang die U-Bahn-Stationen mit Nylontupfern untersucht hatten, keinem existierenden Lebewesen zuordnen. Die meisten der Funde sind den Forschern zufolge aber keine Krankheitserreger, sondern können das Immunsystem der Fahrgäste sogar positiv beeinflussen.

Die New Yorker Behörden zeigten sich wenig amüsiert über die im Journal "Cell Systems" veröffentlichte Studie und warnten vor Panikmache. "Extrem fehlerhaft" und irreführend sei das Papier, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde der "New York Times".

Mitteilung der Cornell-Universität

Bericht der New York Times

Karte zu den Mikroben in der U-Bahn

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