US-Wahl

Wer wird der nächste US-Präsident? – Die Wetten stehen gegen den Amtsinhaber

Das Weiße Haus in Washington D.C..
+
Wer wird in den nächsten vier Jahren im Weißen Haus wohnen?

Die Präsidentenwahl in den USA schlägt sehr hohe Wellen. Es bleibt spannend, wer am Ende der neue US-Präsident wird.

Mittlerweile dürfte auch hierzulande der 3. November in den Köpfen markiert sein. Die nächste US-Wahl steht an und das Thema ist allgegenwärtig. In diesem Jahr könnte der Ausgang wirklich spannend sein, denn zwar tippen die Buchmacher in eine Richtung und Quoten deuten aktuell in dieselbe, doch hält das amerikanische Wahlsystem gerne Überraschungen bereit. Aber wie sieht es aktuell aus? Wer hat die Chancen auf den Sieg? Muss das Umzugsunternehmen bald vor dem Weißen Haus vorfahren oder wechselt der Bewohner doch noch nicht?

Was sagen die Wetten? 

Rund um Wahlen kommen regelmäßig Experten aus der Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen zusammen und geben mitsamt der Journalisten und Kommentatoren ihre Prognosen ab. Dabei gibt es noch eine andere Seite der Prognosen, die oft überaus aufschlussreich ist: die der Buchmacher. Das hat Gründe: 

  • Quotenabgabe – Buchmacher erdenken sich die Quote nicht, sie recherchieren sie und halten die aktuellen Vorgänge in der Regel genau im Blick. Sie bieten anhand weniger Zahlen durchaus eine Form der Zusammenfassung, die an typische Wahlumfragen erinnert. 
  • Vergleichbarkeit – Wettquoten sind selten bei allen Buchmachern identisch. Doch bewegen sie sich überwiegend in eine Richtung, so sind sie schon aussagekräftig. Rund um die US-Wahl sind die Quoten überaus deutlich.

Und wie sieht das aktuell bei der Wahl aus? Bei den europäischen Wettanbietern ist Joe Biden der klare Favorit. Seine Quoten bewegen sich zwischen 1,62 und 1,71. Donald Trump ist somit der Außenseiter mit Quoten von 2,00 und 2,38. Unter https://www.sportwetteonline.net/politik/us-praesident/ lassen sich passende Anbieter finden, bei denen Wettfreunde entsprechende Wetten platzieren können.

Auch bei den amerikanischen Buchmachern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Beginnend von den Ja-Nein-Wetten, bei denen laut Quote die nächste Präsidentschaft von Kamala Harris wahrscheinlicher ist, als die Wiederwahl Trumps bis zu den einfachen Präsidentenquoten liegt der derzeitige Präsident zurück. 

Wie stehen die Umfragen? 

Die Umfragen lassen nach dem aktuellen Stand auch einen Wahlsieg von Biden prognostizieren. Laut der Webseite »Wahl.Tagesschau.de« liegt Biden mit 226 Stimmen vor Trump mit 125. Diese Stimmen sind natürlich nicht die landesweiten, sondern spiegeln die Ergebnisse des Electoral College wider. Ein Kandidat hat die Mehrheit, wenn er auf 270 Stimmen kommt. Aber wo wird für wen gewählt? 

  • Biden - mit relativer Sicherheit wird er die Stimmen aus den Staaten New York, New Jersey, Massachusetts, Vermont, Maryland und Kalifornien erhalten. Hinzu kommen die wahrscheinlichen Staaten von Washington und den Stimmen aus den Staaten, die mit einer deutlichen Tendenz Richtung Biden gehen: Oregon, Colorado, New Mexico, Virginia, Maine, Minnesota.
  • Trump - die Kernstaaten sind ihm wohl sicher. Das ist die Linie von North Dakota hinunter bis Oklahoma, zusätzlich zählen Wyoming, Idaho, West Virginia, Alabama und Tennessee dazu. Wahrscheinlich könnte Trump zudem Utah und den Südstaatenbereich mit Ausnahme von Florida gewinnen. 

Doch sind die Umfragen oft heikel, da das Wahlsystem von Amerika nicht die absolute Anzahl der Stimmen hervorhebt, sondern letztendlich die Zahl der Wahlmänner in den jeweiligen Staaten mitentscheiden. Ein Beispiel: Nach den absoluten Zahlen gewann Clinton die vergangene Wahl, doch über die »Winner-takes-it-all«-Lösung der Wahlmänner konnte Trump ohne die Mehrheit der absoluten Stimmen gewinnen. 

Auch spiegelt die Meinung der Medien, Experten und die der Befragten nicht immer das Bild wider, welches am Wahltag herrscht. Sicherlich wird alleweil der Kopf geschüttelt ob des scheinbaren Gesundens und dem Bild von Trump als starken Mann, doch ist das mitunter das Gebaren, welches dessen Wähler oder auch Unentschlossene sehen wollen. 

Ein Knackpunkt ist zudem die Briefwahl. Sie findet längst statt, doch wird sie aus dem Weißen Haus stets kontrovers diskutiert. Problematisch dürfte die Auszählung der Stimmen werden, denn hier handelt jeder Staat unterschiedlich. Während die Auszählungen in einigen schon vorab stattfinden darf, gilt in anderen Staaten der Wahltag als Startpunkt. Und in Kalifornien ist die Stimmabgabe per Briefwahl gar noch am Wahltag oder einen Tag später möglich, sofern die Post die Unterlagen erst spät zustellte. 

Die Quote, ob am 3.11. bereits ein Sieger feststeht, dürfte astronomisch hoch sein, denn dies gelingt nur, wenn wahlweise Biden oder Trump haushoch in Führung liegen.

Wie sieht der Fahrplan bis zur Wahl aus?

Fakt ist: Man weiß es nicht. Theoretisch müsste Trump für die Dauer seiner Quarantäne fernab jeglicher Wahlveranstaltung sein, doch ob dies der Tatsache entspricht, werden die nächsten Wochen zeigen. Zuerst dürfte die TV-Debatte der Vizekandidaten am Mittwoch in die Wahlwerbung mit hineinspielen. Und des Weiteren?

  • Wahlkampf – während dieser bei den Demokraten wie gehabt voranschreitet, übernehmen aktuell wohl Trumps Kinder dessen Auftritte bei Wahlkampfveranstaltungen. Via Twitter kündigte Trump allerdings schon seine Rückkehr auf die Wahlkampfbühne an. Auch aus dem Krankenhaus und nach seiner Entlassung im Weißen Haus gab es bereits Kampfauftritte.
  • TV-Duell – nach dem hitzig debattierten und medial oft gezeigten ersten Duell folgen eigentlich noch die Nummer zwei und drei. Die nächste Runde ist für den 15.10. in Miami geplant. Aktuell ist jedoch nicht klar, ob die Duelle auch stattfinden, denn durch die Covid-19-Infektion von Präsident Trump zeigt sich die Situation momentan kompliziert.

Grundsätzlich ist der Fahrplan ins Stocken geraten. In Trumps Umfeld haben sich zu viele Personen mit Covid-19 infiziert, seine eigene Infektion lenkte sicherlich die Aufmerksamkeit zurück auf das Thema, welches Trump möglichst in die Vergessenheit rücken wollte. Wobei keineswegs behauptet werden kann, dass Trump in den vergangenen Tagen mit dem Wahlkampf aufhörte. Twitter war auch im Militärkrankenhaus dauerhaft verfügbar und seinen Anhängern, die vor dem Krankenhaus aufwarteten, schenkte Trump immerhin einen direkten Besuch, indem er mit dem Wagen vorbeifuhr

Das Drumherum bleibt spannend

Quoten, Umfragen und Expertenmeinungen sind das eine. Doch die letzten vier Jahre zeigten eindeutig, dass die USA das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind. Wer weiß, was in den vier Wochen noch geschehen wird. Immerhin muss auch aktuell noch der Plan B zur Wahl griffbereit in der Schublade liegen, denn wenn ein Kandidat erkrankt oder im Nachgang schwer erkrankt, so ist die Wahldurchführung vollkommen ungewiss. 

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare