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Fünf-Tage-Streik bei der Deutschen Bahn ab heute: Ticket-Rückgabe für Fahrgäste möglich?

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Von: Anne Hund

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Lokführer-Streik im Personenverkehr - Bayern
Erneut dürften viele Züge ausfallen. © Matthias Balk/dpa (Archivbild)

Bahnreisende müssen angesichts des Streiks ab diesem Donnerstag befürchten, nicht ans Ziel zu kommen. Welche Optionen Sie als Fahrgast jetzt noch haben.

Schon wieder droht ein Bahn-Streik*, den Zugverkehr lahmzulegen. Die GDL hat zum Arbeitskampf aufgerufen, der Personenverkehr ist seit dem frühen Donnerstagmorgen (2. September) betroffen. Der Streik soll im Personenverkehr soll fünf Tage dauern.

Bei Bahnstreik: Ticket-Rückgabe möglich - so funktioniert‘s

Reisende haben mehrere Möglichkeiten - auch die Ticket-Rückgabe. So kann man sich, sollte man die Fahrt im Streikzeitraum aus welchem Grund auch immer nicht antreten wollen, das Ticket kostenfrei erstatten lassen. Dies gilt ausdrücklich auch für Verbindungen, die verfügbar wären, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Für online oder in der App gekaufte Tickets muss dafür ein Kulanzformular auf der DB-Webseite ausgefüllt werden. Aufgepasst: Fahrkarten, die am Schalter gekauft wurden, können auch nur dort zurückgegeben werden. Tipp: Die Reklamation sollte man nicht allzu lange aufschieben.

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Bahn-Streik: So viel Geld gibt es bei Verspätung zurück

In welchen Fällen gibt es Geld zurück? „Wenn Sie wegen eines Bahnstreiks nicht pünktlich an Ihrem Ziel ankommen, können Sie je nach Verspätung einen Teil des Fahrpreises oder sogar den kompletten Fahrpreis zurück bekommen“, informierte die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite bereits beim vergangenen Streik. Das regele die EU-Fahrgastverordnung.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich dabei nach der Länge der Verzögerung. „Kommen Fahrgäste mindestens 60 Minuten später als geplant an, haben sie Anspruch auf 25 Prozent Erstattung, bei mehr als 120 Minuten sind es 50 Prozent“, kommt Beatrix Kaschel von der Schlichtungsstelle Nahverkehr in Düsseldorf in dem dpa-Bericht zu Wort. Die Ansprüche kann man laut dpa mit dem Fahrgastrechte-Formular online, im Zug oder in einem DB-Büro geltend machen.

Bei einer Verspätung von mehr als 60 Minuten müsse die Bahngesellschaft Betroffenen zudem kostenlos Erfrischungen und Mahlzeiten in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit anbieten, heißt es auf verbraucherzentrale.de, sofern sie im Zug oder im Bahnhof verfügbar oder lieferbar seien. Tipp der Verbraucherzentrale: „Gibt es von dem Unternehmen nichts und kaufen Sie auf eigene Faust etwas ein, bewahren Sie auch diese Rechnungen auf.“

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Verbraucherzentrale rät: Zug-Verspätungen dokumentieren

Die Verbraucherzentrale rät zudem, die Belege von Verspätungen oder Zugausfallen gleich an Ort und Stelle zu sammeln: Entweder könne man sich Verspätungen von DB-Mitarbeitern am Bahnhof bescheinigen lassen. Das könne allerdings mühselig sein, wenn bei einem Streik Tausende Passagiere an einem Bahnhof gestrandet seien. Oder man könne sonst auch Fotos von den Anzeigetafeln machen, auf denen die Verspätung oder der Zugausfall zu sehen sind, so der Rat der Verbraucherschützer. Oder Screenshots von einer entsprechenden Information in der DB-App oder auf der Internetseite des Eisenbahnunternehmens.

Zug-Verbindung fährt nicht: Können Fahrgäste umsteigen?

Für den Fernverkehr gilt dpa zufolge: Fährt der Zug nicht, für den das Ticket gilt, können Fahrgäste auf eine andere Verbindung ausweichen. Auch höherwertige Züge - also zum Beispiel ICE statt IC - könnten dann genutzt werden. Die Zugbindung sei aufgehoben. Bereits gebuchte Tickets für den Streikzeitraum vom 2. bis einschließlich 7. September könnten an einem anderen Tag genutzt werden. Sie seien den Bahnangaben zufolge vom 30. August bis einschließlich 17. September gültig.

Diese Regelungen gelten laut dpa beim Nahverkehr: Wenn sich bei Verbindungen eine mindestens 20-minütige Verspätung abzeichnet, könnten Fahrgäste Züge des Fernverkehrs ohne Aufpreis nutzen. Bevor Fahrgäste in einen Fernverkehrszug einsteigen, müssten sie aber ein gültiges Ticket lösen, schreibt dpa. Die Kosten dafür könnten sie sich später von der Bahn erstatten lassen. Das gelte aber nur dann, wenn die ursprüngliche Route nicht länger als 50 Kilometer sei oder nicht länger als eine Stunde dauere. Auch bei einer erheblich ermäßigten Fahrkarte - also beispielsweise einem Länder- oder Semesterticket - gelte diese Regelung nicht.

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Mögliche Alternativen, wenn der Zug nicht fährt

Auch auf Ersatz-Verkehrsmittel kann beziehungsweise muss man schlechtenfalls ausweichen. Hier die Vor- und Nachteile:

Auch diesmal dürfte der Bahnstreik wieder Millionen Fahrgäste treffen, darunter viele Urlaubsreisende. Besonders bitter: Diesmal betrifft es auch das Wochenende. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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