Aktuelle Statistiken

Populäres Sparmodell: ETFs werden immer beliebter

Zoom auf den Dow-Jones-Kurs in einer Zeitung.
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ETFs (Exchange-Traded Funds) steigen in ihrer Beliebtheit.

ETFs (Exchange-Traded Funds) steigen in ihrer Beliebtheit bei den Privatanlegern immer mehr. Aktuelle Statistiken zeigen, dass in dieses Finanzprodukt aktuell mehr als 5,2 Milliarden Euro investiert wurden. 

Allein im ersten Halbjahr ist die Anzahl aktiver Sparpläne um 32,54 Prozent gestiegen. Dabei ist das in ETFs angelegtes Vermögen um 12,75% gestiegen. 

Sparplanrechner, wie der des Portals Brokervergleich.de zeigen, dass je nach Anbieter für einen Sparplan mit einem Sparbetrag von 50 € Kosten von 0,10 € bis hin zu 3,75 € anfallen. Ein Vergleich lohnt sich also, um den besten Anbieter zu finden.

Darum sind ETFs so beliebt

Die Niedrigzinspolitik hat dazu geführt, dass auf Tagesgeld- und Festgeldkonten kaum noch Zinsen bezahlt werden. Auf der Suche nach vernünftigen Renditen entscheiden sich immer mehr Privatanleger für den Gang an die Börse. Nachweislich konnten hier in den vergangenen Jahren recht hohe und attraktive Renditen erzielt werden. 

ETFs haben sich gerade in diesem Zusammenhang als ganz besonders lukrativ erwiesen. Gemanagt werden die ETFs als passive Investmentfonds. Sie basieren stets auf der genauen Nachbildung des zugrunde liegenden Index. Als Anleger kann man hier in ein breites Spektrum an Aktienwerten investieren, um dann von deren Wertentwicklungen zu profitieren. Durch die Anlehnung an den Index soll dafür gesorgt werden, dass der Fonds analog der Indexentwicklung wächst. 

Über die aktuellen Investments erhalten die Anleger einen guten Überblick, da dieser täglich an der Börse abgerufen werden kann. Auf dem Markt finden sich aber auch neben den reinen Aktien-ETFs immer mehr Anleihe-ETFs und Rohstoff-ETFs. Diese können für eine noch breitere Diversifizierung des Portfolios genutzt werden.

Die steigende Tendenz der Investitionen in ETFs

Schon zum jetzigen Zeitpunkt haben die deutschen Anleger bereits mehr als 5,2 Milliarden Euro in die ETFs investiert, was bedeutet, dass gegenüber dem Vorjahr das investierte Vermögen um mehr als 71 Prozent gewachsen ist. Unter anderem erklärt sich die große Beliebtheit in der breiten Streuung der ETFs. 

Hinzu kommen aber auch die niedrigen Kosten. Diese sind mit Gewissheit ebenfalls ein Grund dafür, dass sich die Anleger lieber für ETFs als für die klassischen Investmentfonds entscheiden. Zum einen erhalten hier die Fondsmanager entsprechende Erfolgsprovisionen, zum anderen liegen die Ausgabeaufschläge teilweise bei bis zu fünf Prozent. Außerdem schnitten die Fonds häufig deutlich schlechter ab als die ETFs, die häufig eine Indexentwicklung von beinahe 1:1 erzielten, und das bei viel geringen Kosten.

Das immense Angebot

Aus den veröffentlichen Statistiken lässt sich jedoch nicht nur die Investition in die ETFs ersehen, sondern auch, wie der Deutsche sein Geld anlegt. Immer häufiger werden die Fonds neben klassischen Einmalanlagen auch für den Vermögensaufbau genutzt. Diese Möglichkeit ergibt sich beispielsweise durch die vielen Sparpläne, die von Direktbrokern angeboten werden. Hier können Sparer schon mit 25 Euro in den Aktienmarkt investieren und dem Wachstum des eigenen Vermögens zusehen. 

Zur Verfügung stehen aktuell mehr als 142.000 ETF-Sparpläne. Pro Monat fließen satte 23 Millionen Euro in diese Sparpläne. Die Zahl der Sparpläne hat sich seit 2014 verdoppelt. Zudem sind die ETFs nicht nur für den langfristigen Handel geeignet, sondern hier lassen sich auch durchaus kurzfristige Schwankungen ausnutzen. Diese Form der Anlage ist mit einem monatlichen Handelsvolumen von ca. 500 Millionen Euro und mehr als 59.000 Transaktionen beliebter denn je.

Der ETF und sein Index

Wichtig zu wissen ist aber auch, dass ein ETF letztlich immer nur so gut ist wie der Index, auf dem er basiert. Aus diesem Grund suchen die ETF Anbieter immer nach neuen Produktideen. Zu diesen Produktideen zählen dann die sogenannten alternativen ETFs. Häufig werden sie aus Marketing-Gründen als Smart-Beta-ETF oder intelligente ETF betitelt. 

Zwar bilden die alternativen ETFs auch einen Index ab, dieser ist aber nicht so bekannt wie beispielsweise der SMI oder der S&P 500. Viel eher geht es hier um Indizes, in denen die Titel nicht nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet sind, wie sonst beispielsweise auch beim DAX üblich.

Bei einem Equal-Weight-Index sind alle Unternehmen gleich stark gewichtet. Dies verhindert die Klumpenbildung bei den unter den Anlegern beliebten Aktien. Aber auch die Dividendenstrategie zählt zu den besonders beliebten Konzepten untern den Investoren. Hier wird ausschließlich in dividendenstarke Titel investiert. Ebenso gibt es aber auch alternative ETFs, die sich auf Titel mit geringen Kursschwankungen beschränken. 

ETF wirklich passiv? 

Hier gibt es unterschiedliche Meinungen, denn es gibt durchaus Investoren, die in dieser Art der ETFs verstecke aktive Fonds sehen. Ihrer Meinung nach steht das in akuten Gegensatz zur Lehre des passiven Investierens. Allerdings hat auch niemand behauptet, dass ETFs zwangsläufig passiv sein müssen. 

Dass sich die ETFs ständig weiterentwickeln, lässt sich besonders gut in den USA sehen, die sich hier mal wieder als Vorreiter präsentieren. Wegen ihrer zahlreichen Vorteile werden die ETFs in den USA für eine ganze Reihe unterschiedlicher Strategien genutzt. Diese allerdings beinhalten nur noch wenige passive Elemente. 

Die tägliche Handelbarkeit zählt zu den größten Vorteilen der ETFs, denn im Gegensatz dazu können andere Fondprodukte erst man Folgetag gehandelt werden.  

Die Preisbildung ist bei den ETFs sehr viel transparenter, weil das Anlageprodukt an der Börse gehandelt wird. Während ein ETF Manager gewisse Volumina bei hohen Rückgaben vorübergehend im Eigenbestand halten kann, muss ein Fondsmanager Bewegungen im Fondsvermögen unmittelbar mit Verkäufen und Käufen nachvollziehen.

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