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Mindestlohn, Gasumlage, Minijobber: Was sich im Oktober 2022 beim Geld ändert

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Von: Franziska Kaindl

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Ab Oktober 2022 steigt der Mindestlohn – das wirkt sich auch auf Minijobber aus. Außerdem plant die Bundesregierung eine Gasumlage. Alle Änderungen im Überblick.

Der Oktober bringt wieder viele Veränderungen für die Bundesbürger mit – vor allem auch in finanzieller Hinsicht. Während Niedrigverdiener inklusive Minijobber sich über eine Erhöhung des Mindestlohns freuen dürfen, bibbern Gaskunden vor der Gasumlage. Auch Grundbesitzer sollen sich in diesem Monat spurten: Die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung läuft ab.

Gasumlage

Um Versorgungsunternehmen zu unterstützen, die wegen hoher Einkaufspreise drohen in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten oder pleite zu gehen, plante die Bundesregierung eigentlich eine Gasumlage. Allerdings scheint das Konzept mittlerweile wieder vom Tisch zu sein. Viele Politiker sind sich einig, dass sie wieder abgeschafft wird. „Es stellt sich mir bei der Gasumlage weniger die Rechtsfrage, sondern immer mehr die wirtschaftliche Sinnfrage“, sagte Finanzminister Christian Lindner. Die Gasumlage sollte rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde für alle Gaskunden betragen. Bisher konnte sich die Regierung aber noch nicht auf eine Alternative einigen.

Gaskochfeld mit Gasflammen.
Gaskunden müssen eventuell eine Umlage zahlen. Mittlerweile steht sie aber auf der Kippe. © Rene Traut/Imago

Unabhängig von der Gasumlage soll allerdings die Umsatzsteuer auf Erdgas vorübergehend von 19 Prozent auf sieben Prozent gesenkt werden. Das gilt für alle Lieferungen über das Erdgasnetz, ausgenommen sind zum Beispiel Gaskartuschen. Die Steuererleichterung soll von 1. Oktober bis zum 31. März 2024 gelten.

Mindestlohn steigt auf 12 Euro

Ab dem 1. Oktober dürfen sich Arbeitnehmer über einen höheren Mindestlohn freuen. Bereits im Juli war dieser auf 10,54 brutto pro Stunde angehoben worden, nun sollen 12 Euro für eine Stunde verrichtete Arbeit winken. Die Mindestlohnerhöhung betrifft laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rund 22 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Besonders profitieren werden Beschäftigte in Mini- und Teilzeitjobs sowie Neueinsteiger. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte während der Haushaltsdebatte des Parlaments im Juni, dass die Erhöhung für viele Niedrigverdiener „der größte Lohnsprung ihres Lebens“ sei.

Minijobber erhalten mehr Geld

Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns wirkt sich auch positiv für Minijobber aus. Er gilt nämlich unabhängig von der Arbeitszeit oder dem Umfang der Beschäftigung, erklärt die Bundesregierung auf ihrer Webseite. Um eine Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu ermöglichen, wird daher auch die Verdienstobergrenze von 450 Euro auf 520 Euro pro Monat angehoben. „Bei einem Mindestlohn von zwölf Euro können somit rund 43 Stunden im Monat gearbeitet werden“, sagte Anke Marx, Juristin bei der Arbeitskammer des Saarlandes, laut der Nachrichtenagentur dpa. Die Verdienstobergrenze soll in Zukunft immer an die Entwicklung des Mindestlohns angepasst werden. Und noch etwas soll sich ändern: Ab Oktober darf die Grenze von 520 Euro für Minijobber innerhalb eines Zeitjahres nur noch in bis zu zwei Kalendermonaten überschritten werden.

Frist für Grundsteuererklärung endet

Ab 2025 gilt in Deutschland eine neue Grundsteuerberechnung. Aus diesem Grund müssen nun fast 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden. Grundbesitzer können seit dem 1. Juli ihre Erklärung hierfür über Elster an das Finanzamt übermitteln. Die Frist endet nach aktuellem Stand zum 31. Oktober. Offenbar wurden aber erst rund 18 Prozent der Grundsteuererklärungen abgegeben, wie dpa berichtet. Aufgrund der Komplexität vieler Fälle fordern einige Verbände und Politiker mittlerweile eine Fristverlängerung – das ist auch dem Finanzminister bewusst. Ein Ministeriumssprecher von Christian Lindner erklärte dazu: „Er beobachtet die Entwicklung genau und behält sich vor, mit einer entsprechenden Initiative auf die Länder zuzugehen.“

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