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Pläne für Kindergrundsicherung – welche Familien laut Kinderschutzbund profitieren würden

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SPD und Grüne hatten sich in ihren Wahlprogrammen für die Kindergrundsicherung ausgesprochen. Sozialverbände, Kinderschutz- und Familienorganisationen fordern sie seit langem.  © Felix Kästle/dpa (Archivbild/Symbolbild)

In den Sondierungsgesprächen hatten sich SPD, Grüne und FDP auf die Einführung eines „Kindersicherungsmodells“ verständigt.

Der Kinderschutzbund hat die Pläne von SPD, Grünen und FDP zur Einführung einer sogenannten Kindergrundsicherung begrüßt. Dies sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Kinderarmut und eine Investition in die Zukunft, die sich lohnen werde, sagte Präsident Heinz Hilgers am Montag nach einer Mitteilung.

Von der Einführung würden seiner Ansicht nach Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland profitieren. Hilgers nannte auf Nachfrage rund 3,3 Millionen Kinder und Jugendliche, die derzeit Sozialleistungen* bekämen, und außerdem alle Kinder und Jugendlichen, die Kindergeld bekämen – das waren zum Jahresbeginn laut Bundesfamilienministerium rund 18 Millionen.

„Kinder haben Armut nicht gewählt – sie sind unverschuldet in dieser Situation. Eine unbürokratisch ausgezahlte Kindergrundsicherung hilft auch gegen Stigmata, denen Menschen in Armut oft ausgesetzt sind“, sagte Hilgers der Deutschen Presse-Agentur.

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Kindergeld, Hartz IV, Kinderzuschlag: Kommt bald eine Kindergrundsicherung?

SPD und Grüne hatten sich in ihren Wahlprogrammen für die Kindergrundsicherung ausgesprochen. Sozialverbände, Kinderschutz- und Familienorganisationen fordern sie seit langem. Die Idee dahinter ist, die verschiedenen staatlichen Leistungen für Kinder, wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Zuschüsse für Schul- und Freizeitaktivitäten und steuerliche Kinderfreibeträge zusammenzufassen und unbürokratisch auszuzahlen.

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In den Sondierungsgesprächen hatten sich SPD, Grüne und FDP auf einen „Neustart der Familienförderung“ und die Einführung eines „Kindersicherungsmodells“ verständigt, um „Kindern und Jugendlichen bessere Chancen unabhängig von der sozialen Lage ihrer Eltern“ zu ermöglichen. (dpa/ahu) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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