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Hartz IV: Diesen Regeln unterliegt der Auszahlungs-Termin

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Von: Marcus Efler

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Jeden Monat wieder: Das Arbeitslosengeld II, besser bekannt als Hartz IV, geht viel zu schnell zur Neige. Wann die nächste Überweisung ankommt, ist genau festgelegt.

Frankfurt – Zu den unschönen Eigenschaften des Arbeitslosengeldes (ALG) gehört es, dass es immer zu wenig ist – logischerweise vor allem zum Monatsende, wenn sich Kontostand und der Bar-Vorrat beängstigend zügig Richtung null nähern. Das bange Warten auf die Auszahlung gehört dann zum Alltag eines jeden ALG-Empfängers.

Doch wann ist es denn endlich so weit? Der Termin der Auszahlung durch die Jobcenter unterliegt strengen Regeln. Bei denen gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Arbeitslosengeld I, dessen Höhe sich nach dem letzten Verdienst richtet, und dem Arbeitslosengeld II, das daran anschließt und meistens als Hartz IV bezeichnet wird.

Hartz IV: Zu diesen Terminen wird das Arbeitslosengeld ausgezahlt

Während ersteres nämlich, wie normales Gehalt, gegen Ende des Monats ausgezahlt wird, muss Hartz IV zwingend immer schon zu dessen Anfang, konkret am ersten Werktag, auf dem Konto des Empfängers sein – damit dessen Lebensunterhalt gesichert ist. In der Praxis läuft diese Vorgabe darauf hinaus, dass die Jobcenter es schon am Ende des Vormonats überweisen.

Eine Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf berät eine Kundin.
Für die Auszahlung von Hartz IV gelten für Jobcenter feste Termine. (Symbolfoto) © Oliver Berg/dpa

Der späteste Termin, zu dem die Zahlung rausgeht, ist im Voraus festgelegt. So wird in diesem Jahr das September-Hartz IV am Mittwoch, den 31. August überwiesen. So erreicht es den Empfänger spätestens am Donnerstag, dem 1. September (Banken innerhalb der EU müssen den Betrag bis zum nächsten Werktag gutschreiben).

Länger warten müssen Arbeitssuchenden im Oktober. Das Geld wird nämlich am Freitag, dem 30. September überweisen und ist in der Regel wohl erst am Dienstag, dem 4. Oktober auf dem eigenen Konto. Denn schließlich gelten hier Samstage (anders als bei Parkschein-Automaten) nicht als Werktage, und der 3. Oktober ist ein Feiertag.

Gerade in solchen Fällen müssen sich Hartz-IV-Empfänger also darauf einstellen, ihr Geld aus dem Vormonat noch ein paar Tage länger strecken müssen. Für etwas Entlastung ist freilich gesorgt, wenn die Überweisung, wie mittlerweile bei vielen Konten möglich, in Echtzeit ausgeführt wird. Dann ist die Summe nämlich noch am selben Tag auf dem Konto. Außerdem handelt es sich bei den genannten Tagen um die spätesten Termine: Manche Jobcenter zahlen auch etwas früher.

Übrigens benötigt man nicht zwingend ein Bankkonto, um sein ALG zu erhalten: Am Kassenautomaten im Jobcenter ist eine Bar-Auszahlung möglich, ebenso kann das Jobcenter Bar-Schecks ausstellen. (Marcus Eifler)

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