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WhatsApp-Daten gestohlen – 500 Millionen Nutzer sollen betroffen sein

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Von: Julia Volkenand

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Die Daten von 500 Millionen WhatsApp-Nutzern sollen gestohlen und zum Verkauf angeboten worden sein. Auch in Deutschland sind Unmengen Menschen betroffen.

München - Der Messenger-Riese WhatsApp verschickt Nachrichten verschlüsselt und hat deswegen unter Nutzern den Ruf, besonders sicher zu sein. Nun soll es laut eines Berichts von cybernews.com jedoch zum großen Gau gekommen zu sein. Die Daten von 500 Millionen Kunden sollen gestohlen worden sein, darunter auch die Handynummern, berichtet tz.de.

Dem Bericht zufolge sollen Unbekannte derzeit die Handynummern der Nutzer auf einer bekannten Hacker-Website zum Verkauf anbieten. Die Daten stammen laut Angaben des „Verkäufers“ aus 84 Ländern, darunter den USA. Besonders hart soll es ägyptische User getroffen haben, von dort stammen 45 Millionen Datensätze. Auch aus Deutschland sollen über 6 Millionen Handynummern im Angebot sein.

Betrugsmasche via Whatsapp
Millionen Whatsapp-Datensätze sollen gestohlen worden sein. © Silas Stein/Imago; Thiago Prudencio/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

WhatsApp: Hacker soll 500 Millionen Handynummern gestohlen haben – sechs Millionen allein Deutschland

Die Plattform Cybernews habe einen Datenabgleich unternommen und die Geschichte für vermutlich wahr befunden. Der Hacker hatte eine Probe der Handynummern zur Verfügung gestellt und siehe da: Alle Nummern waren tatsächlich auf WhatsApp vertreten.

Wie genau der Verkäufer an die Nummern gekommen ist, verriet er nicht, er habe aber „seine eigene Strategie“ verwendet. Der Branchendienst vermutet daher, dass er durch sogenanntes Scraping an die Daten gelangt sein dürfte. Dabei werden Daten von Online-Anbietern ausgelesen und gespeichert, ein Vorgang, der gegen WhatsApps Nutzungsbedingungen verstößt.

WhatsApp-Leak: Meta schweigt zunächst

Meta, die Mutterfirma von WhatsApp, zu der auch Facebook gehört, habe sich auf Nachfrage bislang nicht geäußert.

Geleakte Telefonnummern könnten für Marketingzwecke, Phishing und Betrug benutzt werden. Umso schlimmer, sollten Sicherheitsvorkehrungen von Meta tatsächlich nicht ausgereicht haben.

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