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Corona-Impfung für Kinder: Mit diesen Nebenwirkungen muss man rechnen

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Von: Nail Akkoyun

Die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna sind mittlerweile auch für Kinder und Jugendliche freigegeben. Doch welche Nebenwirkungen und Impfreaktionen können auftreten?
Die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna sind mittlerweile auch für Kinder und Jugendliche freigegeben. Doch welche Nebenwirkungen und Impfreaktionen können auftreten? © Sina Schuldt/dpa

Für Kinder und Jugendliche sind in Deutschland die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna zugelassen. Welche Nebenwirkungen sind bei einer Impfung möglich?

Kassel – Aktuell sind zwei Corona*-Impfstoffe für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland zugelassen: seit Ende Mai das „Comirnaty“-Vakzin von Biontech/Pfizer sowie seit Juli der „Spikevax“-Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers Moderna. Die beiden mRNA-Präparate gelten als wirksam gegen eine Corona-Infektion – aktuellen Studien zufolge auch gegen die Delta-Variante*.

Doch auch wenn die beiden Mittel schon seit längerer Zeit für Kinder und Jugendliche freigegeben sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko)* eine Immunisierung nur bei höherem Risiko für schwere Verläufe, wie etwa bei vorerkrankten Kindern. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung gegen das Coronavirus liegt schlussendlich aber bei den Kindern und ihren Eltern.

Corona-Impfung für Kinder: Diese Nebenwirkungen und Impfreaktionen treten bislang auf

Wie bei allen Impfungen sind auch im Fall der Corona-Impfstoffe Nebenwirkungen und Impfreaktionen möglich. Letztere sind jedoch völlig normal, da das Immunsystem durch die Vakzine angeregt wird. Da Kinder in der Regel ein sehr aktives Immunsystem haben, können die Impfreaktionen aber stärker ausfallen als bei erwachsenen Menschen. Zu meist klingen die Reaktionen allerdings binnen weniger Tage wieder ab. Dazu sei gesagt, dass eine Impfung auch erfolgreich funktioniert, wenn keinerlei Impfreaktionen oder Nebenwirkungen auftreten.

Folgende Impfreaktionen wurden bei dem Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer bislang am häufigsten angegeben:

In seltenen Fällen sind auch Schwellungen der Lymphknoten oder allergische Reaktionen möglich. Sogenannte anaphylaktische Reaktionen traten allerdings bei weniger als einer von 100.000 Impfungen auf. Üblicherweise bleiben diese ohne Folgen. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen entsprechende Fälle jedoch weiterhin. Schwere Nebenwirkungen, wie etwa Gesichtslähmungen, Thrombosen oder neurologische Symptome, traten in der Zulassungsstudie nicht auf. Die Ergebnisse basieren auf Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Video: Wie sinnvoll ist eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche?

Nebenwirkung bei Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: Sorge um Herzmuskelentzündungen

Was in den vergangenen Wochen jedoch Sorgen bereitet, sind seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen bei Impfungen mit den Vakzinen von Biontech und Moderna*. Nach Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC betrifft eine solche Entzündung etwa eine geimpfte Person von 18.000. Das höchste Risiko hätten demnach männliche Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahre.

Die Entzündungen seien in den meisten Fällen mit leichten Schmerzen im Brustkorb verbunden, sollen allerdings nach einigen Tagen wieder von alleine verschwinden. Laut den Experten sei davon auszugehen, dass in den meisten Fällen keine langfristigen Folgen entstehen. Weiter sei aus Sicht der Wissenschaft noch ungewiss, welcher Zusammenhang zwischen den Entzündungen und der Corona-Impfung bestehen könnte. Sowohl für die CDC als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) überwiegt aber der Nutzen der Covid-19-Immunisierung für Kinder das Risiko einer bisher selten festgestellten Nebenwirkung. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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