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Autofahren mit Pollenallergie: Wichtige Tipps beachten

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Von: Dominik Jahn

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Autofahrer mit Pollenallergie müssen extrem vorsichtig sein. Experten raten unter bestimmten Umständen davon ab sich hinter das Lenkrad zu setzen.

Sommerzeit ist auch immer die große Leidenszeit für alle Allergiker. Der Pollenflug macht vielen Menschen in den warmen Monaten des Jahres extrem zu schaffen. Immerhin gibt es zahlreiche einfache Hausmittel bei Heuschnupfen, wie echo24.de berichtet. Doch gerade beim Autofahren kann die Allergie zum echten Problem werden.

Nach Erkenntnissen von Medizinern leidet jeder fünfte Erwachsene in Deutschland an Heuschnupfen. Hochsaison für den Pollenflug ist demnach von April bis August. Aber auch bereits im Februar können erste Probleme auftreten. Die meisten Allergiker reagieren auf die Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern oder Getreidesorten. Und besonders ein Symptom kann beim Autofahren, laut Experten, durchaus auch lebensgefährlich werden.

Pollenallergie beim Autofahren: Darum sollte man auf die Fahrt verzichten

Nicht nur Andrea Häußler, Verkehrsexpertin und Mitglied der Geschäftsleitung der TÜV SÜD Life Service GmbH sieht den klassischen Niesreiz als große Gefahrenquelle der Pollenallergie. Auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) weist immer wieder darauf hin.

Wer niest, fährt laut ADAC im „totalen Blindflug“. Und der TÜV Süd schreibt dazu: „Wer etwa beim Niesen die Augen nur für eine Sekunde schließt, fährt bei Tempo 100 circa 28 Meter blind“. Für Experten wie Andrea Häußler ist daher klar, „Autofahrer, die von einem ‚Allergieschub‘ überrascht werden, sollten die Fahrt deshalb aus Sicherheitsgründen sofort ab- oder zumindest unterbrechen“.

Autofahren mit Pollenallergie: Vorsicht vor Medikamenten

Schnelle Besserungen bei einer Pollenallergie versprechen zahlreiche Medikamente für Allergiker. Doch auch hier raten die Fachleute sehr zur Vorsicht. Zu den Heuschnupfenmedikamente erklärt TÜV Süd-Expertin Häußler: „Selbst rezeptfreie Medikamente können müde machen und das Reaktionsvermögen deutlich einschränken – und das birgt Gefahren am Steuer.“

Der ADAC weist darauf hin, dass eine Rücksprache mit dem Arzt oder dem Apotheker ratsam ist. Grundsätzlich sollte man darauf achten, die Medikamente wohl besser abends vor dem Schlafengehen einnehmen und, so sieht man es beim TÜV, „bei Müdigkeit ganz auf das Auto verzichten“.

Tipps für Autofahrer mit Pollenallergie: Fahrzeug als „Schutzraum“

Allergiker, die auf eine unangenehme Fahrt mit triefender Nase und tränenden Augen im Auto verzichten möchten, sollten ein paar wichtige Details im Fahrzeug beachten. Der Einbau eines Pollenfilters kann durchaus helfen. Blütenstaub kommt damit nicht mehr so leicht ins Innere des Fahrzeugs.

Der ADAC rät allerdings dazu, diese Pollenfilter dann auch „regelmäßig gemäß Herstellervorschrift austauschen zu lassen“. Das Problem: „Ein sauberer Filter kann mehr Pollen aufnehmen und die Insassen des Fahrzeugs besser schützen. Ein voller Filter dagegen kann ganze Ladungen an Allergenen in den Innenraum strömen lassen“.

Parkplätze fürs Auto bei Pollenallergie sorgfältig aussuchen

Ein weitere nicht zu unterschätzender Hinweis der Experten, betrifft die Suche nach dem passenden Parkplatz fürs Auto. Zwar ist gerade in den sonnigen Monaten ein Schattenparkplätz immer gerne genommen, für Allergiker ist allerdings nicht besonders ratsam das Fahrzeug direkt unter Bäumen abzustellen.

Vor dem Einsteigen ist es zudem hilfreich die Jacke auszuziehen und in den Kofferraum zu legen. Auf diese Weise bleiben die Pollen aus dem Wageninneren fern. Weitere ADAC-Tipps: regelmäßiges aussaugen und auswischen des Autos.

 

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