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„Lebensgefährlich“: Experte warnt vor Heizmethoden mit Grill oder Teelichter

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Von: Daniel Hagen

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Wegen steigender Heizkosten und der Sorge zu frieren greifen immer mehr Menschen in Deutschland zu alternativen Heizmethoden. Ein Experte der Stiftung Warentest warnt aber davor.

Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat in der deutschen Bevölkerung die Sorge zugenommen, im Winter nicht genügend Gas zu haben. Das würde bedeuten, dass im schlimmsten Fall Millionen Menschen frieren müssten, da die Heizungen nicht mehr betrieben werden könnten. Daher greifen immer mehr Menschen zu alternativen Heizmethoden, die jedoch lebensgefährlich sein können. HEIDELBERG24 berichtet, was für Gefahren bestehen.

Experte warnt vor alternativen Heizmethoden wie Grill oder Teelichtofen

Besonders Radiatoren, Heizlüfter oder Klimaanlagen werden im Internet empfohlen, um die Heizung zu ersetzen oder zu unterstützen. Manche Tipps aus dem World Wide Web sind jedoch nicht nur völlig ineffizient, sondern können auch noch lebensgefährlich sein. Hierzu gehört zum Beispiel auch der Teelichtofen, der gerade auf TikTok viral geht. Zahlreiche User zeigen, wie einfach man den kleinen Ofen bauen kann.

Teelichter, ein Untersetzer aus Ton sowie einen großen Terrakottatopf – fertig ist der selbst gebaute Teelichtofen. Auf TikTok wird dieser gerade als perfekte alternative Heizmethode angepriesen, mit der man die Wohnung erhitzen könne. Das stimmt so allerdings nicht. Zwar kann man, wenn man direkt am kleinen Ofen sitzt, die Hände heizen, der Raum bleibt aber kalt. Die Faktenchecker des Vereins Mimikama bezeichnen die Wärmewirkung beim Redaktionsnetzwerk Deutschland sogar als „homöopatisch“.

TikTok-Trend Teelichtofen birgt laut Experte Gefahren

Schlimmer als die Ineffektivität ist jedoch die Gefahr, die von solchen alternativen Heizmethoden ausgeht. Wie Reiner Metzger von der Stiftung Warentest dem Deutschlandfunk erklärt, solle man von diesen am besten die „Finger lassen“. Vor allem von offenem Feuer in einem geschlossenen Raum rät der Experte ab. So würden Kerzen – wie die des Teelichtofens – Feinstaub und CO2 im Raum verteilen.

Besonders die Nutzung von Holzkohlegrills oder Heizpilzen im Innenraum können laut dem Experten von Stiftung Warentest „lebensgefährlich“ sein. Wie 24RHEIN berichtet, müssen in Bonn mehrere Personen in ein Krankenhaus, weil sie mit einem Grill heizen wollen.

Brände durch Teelichtöfen häufen sich

„Diese ganzen alternativen Heizmethoden sollte man nicht machen“, erklärt Reiner Metzger. In den letzten Wochen häufen sich zudem Meldungen über Einsätze der Feuerwehr, nachdem durch einen Teelichtofen ein Brand ausgebrochen ist. Wie so oft erweist sich ein TikTok-Trend als gefährlich. So wie zuletzt die „Devious lick“-Challenge, bei der unter anderem auf einer Schultoilette in Mannheim Brandstiftung betrieben worden ist. (dh)

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