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Christstollen bei Stiftung Warentest: Günstigstes Produkt ist am besten

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Von: Madlen Trefzer

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Bei Stiftung Warentest wird es weihnachtlich. 18 Stollen haben die Experten genauer unter die Lupe genommen – mit diesem Ergebnis:

Für diesen Test muss unter den Experten Stiftung Warentest bereits im Sommer weihnachtliche Stimmung geherrscht haben. Denn damit der Test rechtzeitig zum vorweihnachtlichen Aufruhr fertig wird, mussten die Christstollen bereits im Juli eingekauft und unter die Lupe genommen werden. „Tradition und Handwerk machen sich geschmacklich bemerkbar“, lautet das Urteil von Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest nimmt 18 Christstollen mit Rosinen unter die Lupe

Insgesamt wurden für die aktuelle „test“-Ausgabe 18 Stollen getestet. Im Test sind nur Varianten mit Rosinen vertreten, vier davon sind auch mit Marzipan gefüllt. Stollen mit Rosinen halten länger als andere ohne die Trockenfrüchte und sind daher auch lange vor der Weihnachtszeit im Umlauf. Wie die Rezepte des buttrigen Gebäcks gehen auch die Preiskategorien beachtlich weit auseinander: Rund 4 bis 30 Euro pro Kilogramm zahlt Stiftung Warentest beim Stollen-Shoppen.

„Der Beste kommt aus Dresden“, stellen die Tester fest. Auch an Bekanntheit ist das sächsische Traditionsgebäck wohl kaum zu übertreffen. Menge und Art der Zutaten werden für dafür genauestens vorgegeben – nicht umsonst. Denn die Dresdner Stollen erreichen insgesamt ein gutes Qualitätsurteil. Stollen aus den Backstuben in und um die sächsische Landeshauptstadt gehörten bereits zu den Tests von 2015 und 2005 zu den Siegern. Passend zum Christstollen zum Weihnachtskaffee hat Stiftung Warentest hat auch schon Kaffeebohnen getestet.

Stiftung Warentest testet Christstollen: Die Dresdner überzeugen geschmacklich

Der Beste im Test ist auch der Günstigste unter den Guten – zum Sieger wird der Stollen von Dr. Quendt gekrönt. Er kostet 9 Euro pro Kilogramm. Ungefähr das Doppelte müssen Stollenfans für die Dresdner von Emil Reimann und der Stollenbäckerei Krause blechen. Ob sich das lohnt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Preis hin oder her – geschmacklich schneiden diese Super-Stollen sehr gut ab. Für die, die schon jetzt an ihre Stollen-Pfunde denken, könnte auch der Wanderschuh-Test bei Stiftung Warentest interessant sein.

Bei den Stollen wird siebenfach wird das Qualitätsurteil „gut“ ausgesprochen. Neun Getestete sind befriedigend, zwei nur ausreichend. Beim Testen lag der Fokus insbesondere auf Geschmack und Qualität. Mandel-, Quark- oder Mohnstollen werden in diesem Test nicht berücksichtigt. Die wichtigsten Testergebnisse der zeitlosen Klassiker mit Rosinen (und gegebenenfalls Marzipan): 

Das gesamte Ergebnis vom Test über Stollen bei Stiftung Warentest gibt es hier. (kostenpflichtig)

Der perfekte Stollen: Stiftung Warentest hat klare Ansprüche

Egal ob frei oder in der Form gebacken, das Wichtigste ist natürlich der Geschmack. Laut Stiftung Warentest sollten Stollen ausgewogen nach Rosinen, Orangeat und Zitronat schmecken. Noten von Rum, Mandel oder Vanille können das Bouqet abrunden. Dabei sollte das Innere der Backware kräftig locker und „eher mürbe“ sein. Daran scheitern neun der getesteten Stollen. Möglicherweise ist die (im Vergleich zum Dresdner Stollen) freie Rezeptur für dieser Varianten dafür verantwortlich.

Auch einen Umwelttipp spricht Stiftung Warentest diesmal aus – Der Dresdner „Jahrgangsstollen“ der Bio-Bäckerei „Spiegelhauer“ enthält nur Zutaten aus biologischer Landwirtschaft. Er ist für extravagante 30 Euro zu haben. Insgesamt können die Tester folgendes anmerken: „Schadstoffe verderben die Adventsstimmung nicht“. Alle Stollen wurden auf Mineralölkohlenwasserstoffe untersucht. Bei Stollen, die auf pflanzlichen Fetten zubereitet wurden, gibt Stiftung Warentest Acht auf Fettschadstoffe 3-MCPD- wie auch Glycidylester. (mad)

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