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Online-Anmeldung für Novavax auch in BW möglich? Ministerium nennt Ablauf

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Von: Jason Blaschke

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Der Impfstoff  ‚Nuvaxovid‘ von Novavax soll bald auch in Baden-Württemberg eintreffen. Details zur Impfreihenfolge und Terminvergabe sind bekannt.

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von aktuell 869,6 (Stand: 25. Januar) ist die Zahl der neu mit SARS-CoV-2-Infizierten binnen einer Woche erneut stark angestiegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in einer Woche neu angesteckt haben. In der Vorwoche meldete das Landesgesundheitsamt (LGA) aus Stuttgart für Baden-Württemberg* noch eine Inzidenz von 575,6 – die Zahlen zeigen, dass sich auch im Südwesten die Omikron-Variante des Coronavirus* weiter verbreitet.

Berichten von HEIDELBERG24* zufolge sind (Stand: 21. Januar) 6.541 Omikron-Fälle in Baden-Württemberg mittels Sequenzierung – eines sicheren Nachweises – bestätigt. Zudem wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) 33.711 Verdachtsfälle gemeldet. Mit ein Grund für die ungewisse Datenlage ist, dass nicht alle positiven Covid-19-Tests sequenziert werden. Die Laborkapazitäten sind beschränkt, daher wird ein PCR-Test auch nicht mehr allen Personengruppen in Deutschland großflächig angeboten.

Novavax-Impfung: Alle Vakzine sind bedingt auch gegen ‚Omikron‘ wirksam

Stattdessen setzt die Politik auf Antigen-Schnelltests, die künftig auch für das ‚Freitesten‘ aus der Quarantäne ausreichen sollen – der Nachteil ist, dass Schnelltest nicht nachweisen können, mit welcher Variante des Coronavirus ein positiv Getesteter infiziert ist. Die Dunkelziffer an Omikron-Infizierten könnte also aktuell schon deutlich höher liegen, als die Zahlen von LGA sowie RKI angeben. Um sich vor der neuen Corona-Variante zu schützen, raten Experten zur Corona-Impfung und zum Boostern.

Hersteller/EntwicklerNovavax
ForschungsnameNuvaxovid (NVX-CoV2373)
ImpfstoffartProteinimpfstoff
ApplikationsformIntramuskuläre Injektion
KrankheitCovid-19 (SARS-CoV-2)

Zwar schützen die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe* nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion mit ‚Omikron‘, können ersten Studienergebnissen zufolge aber die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf deutlich verringern. Wer zudem eine Booster-Impfung mit Moderna oder Biontech* bekommt, kann seinen Schutz noch einmal deutlich erhöhen. Und schon in wenigen Wochen wird in Baden-Württemberg ein weiterer Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein.

Novavax-Impfung: Ministerium äußert sich zum Impfstart in Baden-Württemberg

Die Rede ist vom Novavax-Impfstoff ‚Nuvaxovid‘*, welcher Ende 2021 von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen wurde. Anders als die bisher in der EU zugelassenen Vakzine ist Novavax weder ein mRNA- noch ein Vektorimpfstoff, sondern zählt zur Gruppe der sogenannten Proteinimpfstoffe. Im Kampf gegen andere Krankheiten – zum Beispiel die Grippe (Influenza) – werden die Proteinimpfstoffe schon länger erfolgreich eingesetzt. Für die Politik ist das Vakzin deshalb ein Hoffnungsträger.

Novavax könnte auch für Skeptiker interessant sein, welche Vorbehalte gegen die neuartigen Technologien der mRNA- und Vektorimpfstoffe haben. Schon ab 21. Februar sollen 1,75 Millionen Dosen in Deutschland verfügbar sein – weiterer 3,25 Millionen Dosen sollen 2022 folgen. Noch sei nicht abschließend entschieden, auf welchem Vertriebsweg der Impfstoff von Novavax an die Länder verteilt werde, teilte das Sozialministerium von Baden-Württemberg auf HEIDELBERG24-Anfrage* mit.

Novavax-Impfung: So viele Dosen soll Baden-Württemberg im Februar bekommen

„Sollte eine Verteilung direkt an beziehungsweise über die Länder erfolgen, bekommt Baden-Württemberg einen Anteil von knapp über 13 Prozent.“ Umgerechnet sind das von 1,75 Millionen Dosen insgesamt 227.500 Impfdosen allein für Baden-Württemberg. „Der Impfstoff von Novavax wird voraussichtlich ab 21. Februar verfügbar sein“, sagt ein Sprecher des Sozialministeriums HEIDELBERG24* auf Nachfrage. Wer als Erstes die Möglichkeit haben soll, sich mit Novavax impfen zu lassen, ist mittlerweile geklärt.

Nach Informationen der Bild haben sich die Gesundheitsminister verständigt, dass Deutschlands Ärzte, Pfleger, Hebammen sowie Sanitäter zukünftig bevorzugt eine Spritze mit Novavax bekommen sollen. Für sie soll ab März 2022 auch eine Impfpflicht greifen. Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, kann dann nicht mehr arbeiten. Einige Bundesländer wollen die Impfpflicht für die Menschen im Gesundheitswesen aber solange aussetzen, bis genug Novavax-Impfstoff auf Halde ist.

Novavax-Impfung: Wird eine Online-Registrierung auch in BW möglich sein?

In NRW können sich die Menschen schon online für einen Impftermin mit Novavax registrieren* und sich so einen begehrten Piks sichern. Ob so eine Möglichkeit auch in Baden-Württemberg* zur Verfügung gestellt wird, werde derzeit noch geprüft, sagte der Sprecher des Sozialministeriums auf HEIDELBERG24-Anfrage* noch. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Dosen nötig, so der Hersteller. Eine neue Studie zeigt zudem, dass Novavax auch eine gute Wirkung auf ‚Omikron* haben soll.

Die möglichen Nebenwirkungen nach einer Impfung mit Novavax* sollen laut echo24.de* denen von anderen Impfstoffen gegen das Coronavirus ähneln. Frisch-Geimpfte sollten sich nach der Immunisierung deshalb erst einmal schonen und auf sehr schwere körperliche Aktivitäten verzichten. Was Geimpfte nach der Impfung generell nicht tun sollten*, verrät HEIDELBERG24* in einem separaten Service-Artikel zur Corona-Impfung. *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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