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Affenpocken: Inkubationszeit – ab wann die ersten Symptome auftreten können

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Von: Josefine Lenz

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Immer mehr Menschen infizieren sich mit den Affenpocken. Gefährlich dabei: Symptome treten erst einige Tage nach einer Infektion auf. Mehr zur Inkubationszeit:

Die derzeit kursierenden Affenpocken sorgen für Unsicherheit in der Bevölkerung. In Deutschland sind mittlerweile drei Fälle der Affenpocken bekannt – weltweit gibt es rund 90 bestätigte Infektionen und 30 Verdachtsfälle. Experten sprechen bereits von einer Epidemie, doch Grund zur Panik ist nicht angebracht.

Erkrankung\tAffenpocken
KlassifikationVirus
Übertragungenger Kontakt mit Infizierten

Affenpocken: Inkubationszeit – wann die ersten Symptome auftreten

In den meisten Fällen verläuft eine Erkrankung der Affenpocken aber mit milden Symptomen. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) beträgt die Inkubationszeit – also die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung – 5 bis 21 Tage. Zunächst treten Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten auf.

Nach einigen Tagen können dann Hauteffloreszenzen auftreten. Das sind Bläschen, Pusteln oder Quaddeln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. „Die Hauteffloreszenzen beginnen häufig im Gesicht und breiten sich dann auf andere Körperteile aus“, beschreibt das RKI. Bei den Affenpocken bilden sich die Hautveränderungen auch im Genitalbereich.

Affenpocken: Symptome klingen nach wenigen Wochen wieder ab

Laut dem RKI verlaufen Affenpocken in der Regel deutlich milder und die meisten Menschen erholen sich nach mehreren Wochen von der Krankheit. Es können jedoch auch schwere Verläufe eintreten. Bei Kindern unter 16 Jahren, die sich mit der zentralafrikanischen Variante infiziert haben, beträgt die Todesrate sogar 11 Prozent. Je nach Variante kann der Verlauf aber auch tödlich sein. Einige Personengruppen sind von Affenpocken besonders gefährdet.

Wer sich gegen Affenpocken schützen will, der kann Medikamente nehmen oder sich eine Impfung verpassen lassen. Die Erkrankungen, die bisher in Europa, Nordamerika und Australien bekannt wurden, betrafen laut WHO hauptsächlich - aber nicht nur - Männer, die gleichgeschlechtlichen Sex haben. Wegen der noch eingeschränkten Beobachtungslage sei es sehr wahrscheinlich, dass Fälle in weiteren Bevölkerungsgruppen und Ländern auftauchen. (jol/dpa)

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