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Corona-Symptome: Welche Medikamente jeder zuhause haben sollte

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Von: Jason Blaschke

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Mit einer Omikron-Infektion können viele Symptome einhergehen. Umso wichtiger ist es, sofort richtig zu reagieren – drei Medikamente sollte man daheim haben.

Die Corona-Zahlen in Heidelberg und ganz Deutschland steigen seit Wochen wieder stärker an. Stand 20. März meldet das Robert Koch-Institut (RKI) eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 1.708,7 und 131.792 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie registrierte die Behörde zudem 126.646 Todesfälle. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer an Infektionen noch weitaus größer ist. Längst nicht mehr alle Covid-Fälle werden erkannt und registriert.

KrankheitCOVID-19
ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
MutationOmikron (B.1.1.529)
erstmals nachgewiesenSüdafrika

Infektionszahlen alarmierend – bei diesen Symptomen richtig reagieren

Sicher ist aber, dass sich auch immer mehr vollständig geimpfte Menschen mit SARS-CoV-2 infizieren. Zwar schützen die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe recht zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, nicht aber vor symptomatischen Infektionen. Doch aufgrund oft milder Verläufe ist in vielen Fällen kein Arztbesuch oder gar ein Klinikaufenthalt nötig. Berichten von Merkur.de* stellen die Praxen auch weiter die Krankmeldung am Telefon aus, wenn ein Verdacht auf Covid-19 besteht.

Das ist immer der Fall, wenn ein Patient typische Corona-Symptome aufweis. Diese sind:

Speziell im Fall einer Omikron-Infektion treten laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Halsschmerzen öfters auf, als unter der Alpha- oder Delta-Variante. Mehrere Studien sagen zudem aus, dass Infektionen mit Omikron weniger schwer im Verlauf sind, als die vorherigen Virusvarianten. Die Merkmale einer Infektion gleichen sich aber. Und auch die Symptome der neuen Corona-Variante „Deltakron“ ähneln der einer Grippe und können verschieden stark ausgeprägt sein.

Corona-Symptome lindern – drei Medikamente gehören in die Hausapotheke

Umso wichtiger ist es, die Symptome richtig zu behandeln. Welche Medikamente für die ambulante Behandlung daheim am besten geeignet sind, verrät Martin Scherer – Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) – im Gespräch mit Fokus Online. Gut zu wissen: Die folgenden Präparate sind in Deutschland apothekenpflichtig – können aber ohne Rezept erworben werden. Für die Behandlung von Corona-Symptomen empfiehlt der Experte:

Leichten Symptomen müsse man laut Scherer auch nicht zwingend mit Medikamenten gegensteuern – Infizierte sollten aber rasch reagieren, wenn die Symptome in ein Krankheitsgefühl umschlagen. „Sobald es sich nicht mehr wie eine Erkältung anfühlt und man sich richtig schlecht und abgeschlagen fühlt, Atemnot verspürt, sollte man sich mit dem Hausarzt in Verbindung setzen“, mahnt der Experte. Ein Mediziner in einer Haus- oder Corona-Schwerpunktpraxis kann verschiedene Maßnahmen veranlassen.

Neue Möglichkeit in der Corona-Therapie: Ärzte können Paxlovid verordnen

Neben der Einweisung in ein Krankenhaus gibt es in der ambulanten Behandlung seit Ende Februar 2022 eine neue Therapieoption, von der Ärzte Gebrauch machen können: das Medikament Paxlovid. Das Präparat ist ein Enzym-Hemmer und verhindert, dass sich das Coronavirus im Körper vermehren kann. Über die genaue Wirkung der Anti-Covid-Pille Paxlovid hatte HEIDELBERG24 schon im Februar informiert. Das Medikament wird per Rezept verordnet und muss zweimal täglich oral zugeführt werden.

Das Problem an der Sache ist, dass Paxlovid als ein Virostatikum in einer frühen Phase der Erkrankung angesetzt werden muss, um eine Wirkung zu erzielen. Wer schon schwere Corona-Symptome aufweist, kann von einer Behandlung nicht profitieren. Daher soll das Medikament in erster Linie in vulnerablen Gruppen zum Einsatz kommen, damit sich schwere Verläufe erst nicht entwickeln. Im Fall von Pavloxid muss zudem eine Frist beachtet werden, über die der behandelnde Arzt aber aufklärt.

Experte gibt wertvolle Tipps – das ist neben Medikamenten extrem wichtig

In Bezug auf Omikron spielt zudem die Inkubationszeit eine zentrale Rolle – also die Zeit, ab wann die ersten Symptome auftreten. Mediziner Scherer empfiehlt unabhängig der Schwere der Symptome immer, sich zu schonen – auch dann, wenn man sich bereits besser fühlt. Mit Sport und körperlicher Belastung sollte man es langsam angehen. Und: „Wer sich erschöpft fühlt, sollte auf keinen Fall gegen seinen Körper antrainieren“, denn: Das erhöht die Gefahr von Langzeitfolgen.

Neuste Studien zeigen, dass auch nach milden Verläufen Long-Covid-Folgen auftreten können. Auch deshalb empfehlen Experten, sich impfen zu lassen. Zwar kann eine Impfung nicht zu 100 Prozent eine Covid-19-Infektion verhindern, sie schützt laut Medizinern aber zuverlässig vor schweren Verläufen und Langzeitfolgen. Seit wenigen Wochen steht in Deutschland das neue Corona-Vakzin Novavax zur Verfügung, das fast genauso wirksam sein soll, wie die mRNA-Impfstoffe. (jsn)
*Merkur.de ist wie HEIDELBERG24 ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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