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Affenpocken-Symptome: Hautveränderung, Fieber – auf diese Merkmale muss man achten

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Von: Katja Becher

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In immer mehr Ländern werden Fälle von Affenpocken gemeldet. In Deutschland sensibilisiert das RKI bereits Ärzte für die Virus-Infektion. Diese Symptome können dabei auftreten:

Zuletzt häufen sich weltweit Infektionen mit Affenpocken bei Menschen. Immer mehr Länder melden erste Nachweise. Mittlerweile wurden Infektionen etwa in Spanien, den USA, Australien, Schweden und Italien gemeldet und auch in Deutschland wurde nun der erste Affenpocken-Fall bestätigt. Doch welche Symptome verursacht das Affenpocken-Virus und wie wird die Erkrankung behandelt?

ErkrankungAffenpocken
KlassifikationVirus
Übertragungenger Kontakt mit Infizierten

Immer mehr Affenpocken-Fälle weltweit – diese Symptome treten auf

Die Virus-Erkrankung mit Affenpocken verursacht nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. Ansteckend seien nur symptomatisch Erkrankte bei engem Kontakt. Die Inkubationszeit von Affenpocken beträgt einige Tage.

Nach UKHSA-Angaben zählen zu den ersten Krankheitsanzeichen: Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost und Erschöpfung. Es könne sich ein Ausschlag entwickeln, der sich oft ausgehend vom Gesicht auf andere Körperteile ausbreite. Der Ausschlag sehe je nach Phase unterschiedlich aus und könne Windpocken und Syphilis ähneln.

Erster Affenpocken-Nachweis auch in Deutschland

Bereits angesichts der ersten bekanntgewordenen Fälle in Großbritannien, wo das Virus Anfang Mai nachgewiesen wurde, hatte das RKI Ärzte in Deutschland für die Virusinfektion sensibilisiert. In einem vom RKI veröffentlichten Beitrag heißt es, Affenpocken sollten auch dann bei unklaren pockenähnlichen Hautveränderungen als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, wenn die Betroffenen nicht in bestimmte Gebiete gereist seien.

Am Freitag hatte das Insitut für Mikrobiologie in München einen ersten nachgewiesenen Fall in Deutschland bestätigt. Die betroffene Person hätte für die Erkrankung typische Hautveränderungen gezeigt.

Impfung schützt vor Affenpocken – doch RKI sieht ein Problem

Es gibt keine spezifische Therapie und keine Impfung gegen Affenpocken. Historischen Daten zufolge schützt aber eine Pockenimpfung gut vor Affenpocken - und das wohl lebenslang. Wie das RKI erläutert, haben weite Teile der Weltbevölkerung allerdings keinen Impfschutz. 

Männer, die Sex mit Männern haben, sollten bei ungewöhnlichen Hautveränderungen „unverzüglich eine medizinische Versorgung aufsuchen“, lautet eine RKI-Warnung zu den Affenpocken, über die Merkur.de berichtet. „Die jetzt außerhalb Afrikas auftretenden Fälle sind schon ungewöhnlich und müssen genau untersucht und eine etwaige weitere Verbreitung genau beobachtet werden“, hieß es am Donnerstag vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). (kab/dpa)

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