Gefahr durch Bakterien

Lidl-Rückruf: Diesen Käse auf keinen Fall essen – Blutvergiftung droht

Rückruf bei Lidl: Eine beliebte Käse-Sorte ist bei der Produktion mit Bakterien verunreinigt worden – es besteht eine akute Gefahr für die Gesundheit. Dieses Produkt ist betroffen: 

Neckarsulm - Für gewöhnlich werden Produkt-Rückrufe* dann gestartet, wenn fehlerhafte Ware und Lebensmittel in den Verkauf gelangt sind. Betroffen von einem Rückruf kann so gut wie jedes Produkt. Bei Discountern und Supermärkten ist dieser Vorgang keine Seltenheit. Oftmals handelt es sich lediglich um Qualitätsmängel oder geringfügige Verunreinigungen, doch diesmal ist der Fall wesentlich schwerwiegender: Jetzt schlägt Lidl Alarm und ruft einen Ziegenkäse aus dessen Eigenmarkensortiment zurück. Bei Verzehr droht eine Lebensmittelinfektion, die sogar einen tödlichen Verlauf nehmen kann! HEIDELBERG24* berichtet, um welches Produkt es sich handelt und wie sich Kunden nun verhalten sollten:

Lidl-Rückruf: Käse mit Bakterien verunreinigt – bei Verzehr drohen schlimme Folgen

Betroffen von dem Produkt-Rückruf bei Lidl ist der Käse des Herstellers Jermi Käsewerk aus Baden-Württemberg. In diesem Käse ist eine mikrobiologische Verunreinigung in Form von sogenannten „Listeria monocytogenes“ nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um ein um ein Bakterium, dass bei Menschen eine gefährliche Infektionskrankheit auslösen kann.

Nach Angaben des Verbraucherprotals produktrueckrufe.de kann die Krankheit „Listeriose“ bei Schwangeren, Neugeborenen, älteren Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem einen schweren Verlauf nehmen.

Im Klartext heißt das: Eine Infektion durch den Lidl-Käse kann zu Blutvergiftungen, Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen sowie sogar tödlich sein! Zudem besteht durch den Verzehr des kontaminierten Käses bei Schwangeren – auch ohne Symptome – die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt.

Lidl-Rückruf: Eigenmarke mit dieser Warenkennung ist betroffen

Die betroffene Ziegenkäserolle aus der Lidl-Marke „Meine Käserei“ ist mit dem Identitätskennzeichen „DE BW 331 EG“ beschriftet.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Losnummer:
5. Oktober 2020407 und 411
6. Oktober 2020412
9. Oktober 2020417 und 421

Der verunreinigte Käse ist bei Lidl in allen Bundesländern mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern verkauft worden. Lidl hat die betroffene Ware nach eigenen Angaben umgehend aus dem Verkauf genommen. Zugleich entschuldigt sich der Hersteller bei allen Betroffenen für die entstandenen „Unannehmlichkeiten“.

Lidl-Rückruf: Käse von „Meine Käserei“ betroffen – so sollten Kunden sich nun verhalten

In einer Pressemitteilung appelliert Lidl zudem an seine Kunden den Rückruf unbedingt zu beachten und das Produkt nicht zu konsumieren.

Lidl ruft die Ziegenkäserolle des Herstellers JERMI Käsewerk GmbH zurück (Fotomontage).

Die genannten Ziegenkäserollen können in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden: Der Kaufpreis soll auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet werden. Die beteiligten Unternehmen bestätigen: „Andere bei Lidl Deutschland verkaufte Produkte, insbesondere weitere Produkte des Herstellers JERMI Käsewerk GmbH, sind von dem Rückruf nicht betroffen.“

Dessen ungeachtet scheinen Käse-Produkte besonders häufig von Produkt-Rückrufen betroffen zu sein. Bereits vergangenen Monat muss Lidl eine Käsesorte zurückrufen* – damals haben durch den Verzehr schwere innere Verletzungen gedroht. Auch Aldi hat zuletzt verschiedene Käse-Artikel zurückrufen müssen*. Auch hier hat eine gesundheitliche Gefährdung vorgelegen.

Produkt-Rückruf: So erfahren Kunden von aktuellen Warnungen

Oft informieren auch die Supermärkte wie Kaufland*, Aldi* oder Lidl über Soziale Medien oder ihre Internetseiten über Rückrufe von fehlerhaften Produkten, die bei ihnen verkauft wurden. In besonders schweren Fällen verbreitet auch die Katastrophen-Warnapp KATWARN einen Produkt-Rückruf mittels einer Push-Nachricht direkt auf das Handy. Eine weitere Möglichkeit für Kunden, sich über die aktuellen Rückrufe zu informieren, sind Internetportale wie www.produktrueckrufe.de, die sich auf diese Meldungen spezialisiert haben. Doch Achtung: Auf diesen Seiten findet sich nicht immer ein vollständiger Überblick über alle Produkt-Rückrufe, die für Kunden in Deutschland gerade aktuell sind.

Produktinformationen über zurückgerufene Lebensmittel oder andere Waren erhalten Kunden auch bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auf der Internetseite der Bundesanstalt finden Kunden neben aktuellen Produkt-Rückrufen auch zum Beispiel auch eine Datenbank für „Gefährliche Produkte in Deutschland“ sowie Entscheidungshilfen für den Kauf von Produkten. (esk) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa & Lidl/obs

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