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Zahnpasta im Test: „Mangelhaft“ – diese Marken will man nicht im Mund haben

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Von: Tobias Becker

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Stiftung Warentest hat neun Zahnpasta-Produkte untersucht. Das Ergebnis ist breit gestreut und reicht von „sehr gut“ bis „mangelhaft“.

Schon jedes kleine Kind lernt, dass Zähneputzen mehrmals am Tag zur Körperhygiene gehört. Als Erwachsener stellt sich dann oft nur noch die Frage, welche Zahnpasta denn nun die richtige für einen ist. Wer in die Supermärkte, Discounter oder Drogeriemärkte geht, der findet oft eine riesige Auswahl. Auch die Art der Zahnpasta ist vielfältig, wird aber hauptsächlich durch drei Sorten bestimmt: Sensitiv, Weißmacher und Universal. Stiftung Warentest hat verschiedene Zahnpasta-Produkte nun untersucht. HEIDELBERG24 fasst das Testergebnis zusammen:

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Titandioxid als K.o.-Kriterium

Im Zahnpasta-Test hat Stiftung Warentest neun neue Produkte unter die Lupe genommen. Vorherige Testberichte haben bereits 31 weitere Zahnpasta-Produkte untersucht, die Ergebnisse sind wohl unverändert übernommen worden. Im aktuellen Test werden fünf verschiedenen Gruppenurteile vergeben. Dabei geht es um Kariesprophylaxe durch Fluorid, die Verpackung, Deklarationen und Werbeaussagen.

Auch die Entfernung von Verfärbungen sowie Titandioxid wurden als Gruppenurteil benotet. Abzüge in der Gesamtnote gibt es, wenn das Gruppenurteil schlecht ausfällt. Ein Beispiel: Wird der Punkt Titandioxid mit ausreichend oder schlechter bewertet, wird die Gesamtnote eine Stufe schlechter. Die Noten im Test schwanken von sehr gut bis mangelhaft. Der Preis spielt dabei keine Rolle. Auch interessant: Stiftung Warentest hat auch Kinder-Zahnpasta genauer unter die Lupe genommen.

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Diese Produkte fallen im Test durch

Die Bestnote bekommen von Stiftung Warentest nur zwei Produkte. Zahnpasta von Aldi Süd, Rossmann und Lidl kommt immerhin mit „gut“ weg. Gleich vier Zahnpasten fallen mit dem Gesamturteil „mangelhaft“ durch. Dazu zählen:

Auch Öko-Test hat im Jahr 2021 bereits Zahnpasta getestet – und 13 Marken mit „ungenügend“ bewertet.

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Fluorid bietet Kariesschutz

Zwei Inhaltsstoffe scheinen besonders wichtig: Titandioxid und Fluorid. Titandioxid färbt die Zahnpasta weiß, ist allerdings ab August EU-weit in Lebensmitteln verboten. Da dieses Pigment möglicherweise das Erbgut schädigt, wenn es in den Körper gelangt, raten die Experten von Stiftung Warentest zu Zahnpasta ohne Titandioxid.

Fluorid hingegen ist sinnvoll, da durch viele Studien bereits belegt wurde, dass Fluorid eine Schutzwirkung gegen Karies bietet. Angst braucht man davor keine zu haben, denn normalerweise wird beim Zähneputzen eine Menge aufgenommen, die nicht schädlich ist. Stiftung Warentest geht sogar soweit, dass die Kariesprophylaxe von Zahnpasten ohne Fluorid als mangelhaft bewertet wird – K.O.-Kriterium!

Stiftung Warentest: Von Mineralwasser bis Wasserfilter – das wird aktuell noch getestet

Im aktuellen Heft wird nicht nur Zahnpasta untersucht. Auch Wasserfilter werden von Stiftung Warentest bewertet - und zum Teil als Keimschleuder geoutet. Hinzu kommt, dass das Stiftung Warentest auch Mineralwasser genauer betrachtet und eine Gesamtnote vergeben hat. Meist gibt Stiftung Warentest auch noch wichtige Hinweise. Bei der Zahnpasta ist es beispielsweise, dass der entstehende Abrieb wichtig ist. Das gesamte Ergebnis vom Zahnpasta-Vergleich von Stiftung Warentest gibt es kostenpflichtig hier. (tobi)

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