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Grillkohle im Öko-Test: Für die Gartenparty – diese Produkte überzeugen

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Von: Marten Kopf

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Öko-Test nimmt sich rechtzeitig zur Grillsaison 18 verschiedene Grillkohlen vor. Zwar schneiden die meisten durchaus gut ab, trotz allem gibt es einige überraschende Erkenntnisse.

Sommer, Sonne, Grillsaison. Pünktlich zum offiziellen Sommeranfang am 21. Juni nimmt sich das Verbrauchermagazin Öko-Test der Deutschen liebster Sommerbeschäftigung an. Zwar ist das Grillen vielerorts wegen der hohen Temperaturen verboten – auf dem Balkon oder im heimischen Garten aber spricht selbstredend nichts dagegen. Und unverzichtbar für den geneigten Hobby-Griller beim Grillabend mit Familie und Freunden: die richtige Grillkohle (weitere Testberichte hier).

MagazinÖko-Test
HauptsitzFrankfurt
Erstausgabe1985

Grillkohle im Öko-Test: 18 Produkte im Vergleich

Der Grill-Experte weiß natürlich, Grillkohle ist nicht gleich Grillkohle. Insgesamt 18 Produkte aus unterschiedlichen Rohstoffen hat sich Öko-Test nun genauer angesehen. Achtmal waren es körnige Holzkohlen, zehnmal feste Briketts. Die gute Nachricht: Immerhin 11 der 18 Produkte können die Tester in ihrem Fazit empfehlen. Übrigens, passenderweise nahm Öko-Test parallel auch die Grillwurst von Aldi und Co. unter die Lupe.

Überhaupt kann sich das Ergebnis sehen lassen: Acht Mal vergeben die Tester das Gesamturteil „sehr gut“ und dreimal gibt‘s immerhin noch ein „gut“. Einziges Manko: Zwei Produkte werden nur mit einem „mangelhaft“ bewertet. Die Testsieger (Note: „sehr gut“) im Überblick:

Das vollständige Ergebnis des Grillkohletests gibt es kostenpflichtig bei Öko-Test.

Öko-Test: Grillkohle-Rohstoffe aus Tropen oder Subtropen in einem Produkt

Für den Produkt-Vergleich ließ Öko-Test die Grillkohlen in einem spezialisierten Labor unter die Lupe nehmen. Wert gelegt wurde dabei unter anderem auf die Herkunft des Ausgangsmaterials. Um auszuschließen, dass für Briketts und Holzkohle Raubbau in Urwäldern betrieben oder illegal Holz geschlagen wurde, sollte die Herkunft des Holzes nachvollzogen werden. Dazu befragte Öko-Test zusätzlich die Hersteller direkt.

Das Ergebnis: Das Holz für die meisten Produkte im Test stammt aus Osteuropa, zum Teil aus Afrika. Nur zwei Anbieter beziehen ihre Rohstoffe aus Deutschland. Ein anderer Anbieter wiederum machte dagegen gar keine Angaben zur Herkunft seiner Rohstoffe. Im Fall eines namhaften Anbieters wurde im Labor gar nicht deklariertes Holz aus tropischem oder subtropischem Klima nachgewiesen.

Grillkohle im Öko-Test: Produkte schwächeln bei der Vorglühzeit

In der Praxis, so Öko-Test, erreichten die Produkte überwiegend „sehr gute“ bis „gute“ Ergebnisse. Allerdings: Einige Produkte schwächelten schon bei der Vorglühzeit. Viele Briketts benötigten – trotz Anzündkamin – mehr als 30 Minuten und etliche Holzkohlen mehr als 20 Minuten, bis sie gleichmäßig glühten. Für den Durst zwischendurch auch interessant: Stiftung Warentest hat Mineralwasser-Produkte verglichen – und 6 Billig-Marken mit „sehr gut“ bewertet.

Das Labor ermittelte zusätzlich den Gehalt an fixem Kohlenstoff – dem festen Brennstoff – und an Asche. Denn je mehr Kohlenstoff und je weniger Asche, desto besser brennen die Grillprodukte. Zudem analysierte das Labor die Größe und Körnung der Stücke und bei Briketts zusätzlich den Grad der Verunreinigungen mit Fremdkörpern wie Steinkohle, Schlacke oder Steine. Von Briketts auf Basis von Braun- oder Steinkohle raten die Tester übrigens ab. Fossile Brennstoffe haben aus ihrer Sicht unter dem Grillrost nichts verloren. (mko)

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