Das ist im April neu und wichtig: 

Aldi, Diesel, Google: Diese großen Änderungen betreffen uns alle ab April 2019

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Von Oktober bis Ostern: Im April steht der Reifenwechsel an.

Für Verbraucher ändert sich im April einiges. Wer nicht aufpasst, könnte bares Geld verlieren. Von Mindestlohn bis Mütterrente: Was Sie für April wissen müssen.

München - Von O bis O, so lautet die Bauernweisheit, an die sich viele Autofahrer beim Reifenwechseln halten. Im Oktober sollen die Winterreifen drauf und ab Ostern darf man demnach den frühlingshaften Temperaturen endgültig trauen und wieder mit Sommerreifen fahren. 

Mit dieser Faustregel müssen sich die Autofahrer in Deutschland behelfen, weil es keine generelle, sondern nur eine situative Sommerreifengesetzgebung gibt. Bei winterlichen Verhältnissen mit Schnee oder Eis darf man nicht mit Sommerreifen fahren. Das spielt in der Regel erst dann eine Rolle, wenn es zu einem Unfall gekommen ist.

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Im April könnte der richtige Zeitpunkt für den Reifenwechsel gekommen sein - allerdings erst gegen Mitte des Monats. Sommerreifen können dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) zufolge aufgezogen werden, wenn die Temperaturen morgens verlässlich über sieben Grad Celsius liegen. Und diese niedrigen Werte werden oft erst Mitte April wieder überschritten. Bei sehr niedrigen Plusgraden verhärtet die Gummimischung von Sommerreifen schneller, wodurch sich die Haftung auf der Straße spürbar reduzieren kann.

Video: Geld, Google und Gurken - das ändert sich im April

Neu im April: Mindestlohn für Zeit- und Leiharbeiter 

Gute Nachrichten gibt es im April für Zeit- und Leiharbeiter. Bereits im Januar und im März wurde in vielen Branchen der neue gesetzliche Mindestlohn eingeführt. Jetzt folgt die Erhöhung auch für Zeitarbeiter in Westdeutschland. Ab dem 1. April steigt der Mindestlohn hier von 9,49 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde.

Im April läuft Frist für Mütterrente ab 

Wer über 65 Jahre ist, Kinder erzogen hat und noch keine Rente beantragt hat, muss unter Umständen schnell handeln. Denn sonst könnte er Rentenzahlungen verlieren. Eltern, deren Kind vor 1992 geboren wurde, könnten seit Jahresanfang einen zusätzlichen Rentenanspruch haben. Denn durch die Reform der Mütterrente bekommen sie nun für jedes Kind zweieinhalb Jahre als Erziehungszeiten bei der Rente angerechnet. Der Rentenantrag sollte dann aber bis Ende April gestellt werden, denn dann erhalten Neurentner rückwirkende Zahlungen ab Januar 2019. 

Ab April gibt es mehr Geld für Beamte 

Auch Bundesbeamte und Bezieher von Sold beim Bund können sich ab April über mehr Geld freuen. Ihre Bezüge werden um 3,09 Prozent angehoben. Diese Steigerung ist Teil einer dreistufigen Anhebung, die im Sommer 2018 beschlossen wurde. Die erste Erhöhung wurde rückwirkend auf den 1. März 2018 datiert. Dabei wurde der Sold um 2,99 Prozent angehoben. Eine weitere Erhöhung um 1,06 Prozent wird es am 1. März 2020 geben. Das geht aus dem Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetz hervor. Von dieser Erhöhung profitieren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Regierungsmitglieder. 

Aldi verzichtet ab April auf die Einzelverpackung von Gurken 

Aldi hat für April den Verzicht auf die Einzelverpackung von Gurken angekündigt. Tests hätten ergeben, dass das Gemüse auch ohne Plastikfolie beim Transport nicht geschädigt werde. Zudem möchte der Discounter ein neues System von Mehrwegtaschen für Obst und Gemüse einführen. Ab April will Aldi so tonnenweise Plastikmüll reduzieren. 

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Vorerst kein Dieselfahrverbot für Köln und Bonn ab April 

Das bereits seit Januar geltende Dieselfahrverbot in Stuttgart wird zum 1. April auch auf Menschen mit Wohnsitz in Stuttgart erweitert - sie waren bislang von dem Verbot ausgenommen. Das Fahrverbot gilt für Diesel der Klassen Euro 1-4. Wie es um die Dieselfahrverbote in Köln und Bonn steht, die ursprünglich auch für den April 2019 angesetzt waren, ist noch offen. Das Land NRW hat beim Oberverwaltungsgericht in Münster eine Berufung gegen das Verbot eingelegt. Ein Termin für die Verhandlung ist noch nicht bekannt. Auch in weiteren Städten stehen 2019 Dieselfahrverbote an. 

Google Plus wird im April gelöscht

Google Plus wird am 2. April eingestellt. Es war als Alternative zu Facebook geplant, stieß aber nur auf wenig Interesse. Bei einer Datenpanne im Oktober 2018 hatte das Onlinenetzwerk Google Plus App-Entwicklern unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt. Bis zu 500.000 Menschen waren betroffen. Daraufhin hat der Internetriese Google den Service seit Januar 2019 Schritt für Schritt zurückgefahren. Ab 2. April ist es mit Google Plus offiziell vorbei.

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nai

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