Bei LIDL und Aldi Süd

Wegen Corona: Menschen stürzen sich wieder auf Toilettenpapier – „einfach nur egoistisch“

Die Zahl der Corona-Fälle steigt erneut an in Deutschland. Dadurch scheinen auch die Hamsterkäufe wieder zuzunehmen. Mehrere Discounter melden eine Kaufzunahme bei diesem Produkt.

Mitte März erreicht die Corona-Krise Deutschland und sorgt für einen Lockdown. Die Menschen bereiten sich auf das Schlimmste vor und starten mit Hamsterkäufen. Nach kurzer Zeit sind vor allem Toilettenpapier und Nudeln aller Art rar in den Supermärkten. Neue Lieferungen werden so schnell verkauft, dass die Läden begrenzen müssen – nur noch eine Packung Klopapier pro Kunde. Manche wollen das aber nicht einsehen und rasten an der Kasse völlig aus*. Doch die erwartete Katastrophe bleibt aus und die Hamsterkäufe nehmen ab. Das könnte sich gerade aber ändern. Darüber berichtet HEIDELBERG24.de.

Corona in Deutschland: Hamsterkäufe für Toilettenpapier nehmen wieder zu

Es geht schon wieder los. In ganz Deutschland steigt erneut die Zahl der Corona-Fälle*. Innerhalb von zwei Tagen (14. und 15. Oktober) gibt es über 10.000 Neuinfektionen. Eine zweite Welle und sogar ein erneuter Lockdown könnten bevorstehen. Dadurch fallen wohl einige Menschen in alte Muster zurück. Sprecher der Discounter LIDL und Aldi Süd bestätigen der „WirtschaftsWoche“, dass der Kauf von Toilettenpapier erneut zugenommen habe.

Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier“, erklärt ein Sprecher von Aldi Süd. Auch Konkurrent LIDL bestätigt, dass es in einigen Filialen eine „leicht erhöhte Nachfrage“ für Hygieneartikel gebe. Man sei darauf jedoch gut vorbereitet und könne schnell auf Veränderung der Sachlage schnell reagieren.

Corona in Deutschland: Google-Suche nach Corona-Produkten nimmt zu

Anders sieht es allerdings bei Handelsketten wie Kaufland, dm oder Rewe aus. Dort sind bislang keine Hamsterkäufe beobachtet worden. Laut Handelsexperte Dominick Overbeck vom Marktforscher Iri würden bei Google bereits erneut nach Corona-typischen Produkten gesucht werden. Dazu zählen unter anderem Masken, Fieberthermometer und Puzzle-Spiele. Ein Anstieg der Nudel-Käufe ist allerdings noch nicht beobachtet worden.

Mit Beginn der Corona-Krise in Deutschland und dem damit verbundenen Lockdown ist der Umsatz von Toilettenpapier in der zweiten Märzwoche um 135 Prozent gestiegen. Kurz darauf ist der Nachfrage aber wieder steil bergab gegangen, wie Zahlen des Marktforschers Iri zeigen. Doch warum haben die Deutschen überhaupt so viel Klopapier gekauft*?

Corona in Deutschland: Geschäftsführer appelliert an Kunden

In der Wuppertaler Rundschau appelliert Markus Billstein, Geschäftsführer bei Edeka Billstein, an alle Kunden: „Hamsterkäufe sind nicht nötig! Wenn alle Kunden wie gewohnt einkaufen, dann können Lieferketten aufrechterhalten werden, Engpässe entstehen nicht und alle sind ausreichend versorgt!“ Diese Praxis des Einkaufens finde er „einfach nur egoistisch“, weil am Ende andere Menschen vor leeren Regalen stünden. (dh)*HEIDELBERG24.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/dpa

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