1. Mannheim24
  2. Verbraucher

Testen wird teuer! So bekommst Du den Corona-Test trotzdem gratis

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eliran Kendi

Kommentare

Ab dem 11. Oktober sind kostenlose Corona-Tests Geschichte. Für Ungeimpfte kann es dann richtig teuer werden – doch es gibt auch Ausnahmen. Die Preise und neuen Regeln im Überblick.   

Bald ist es soweit: Die Gratis-Corona-Test werden abgeschafft. Schnelltests auf das Coronavirus* bleiben ab kommender Woche in Baden-Württemberg* lediglich für einen kleinen Personenkreis kostenlos. Dann gilt die neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Auf Ungeimpfte, die ab dem 11. Oktober am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen, kommen somit erhebliche Kosten zu.

Die Größe des ungeimpften Personenkreises bleibt trotz des Impfangebots weiterhin erheblich: Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg sind 28,4 Prozent der über 12-Jährigen gar nicht geimpft (Stand 6. Oktober). Obgleich die Corona-Patienten in den Krankenhäusern mehrheitlich ungeimpft sind, steigt die Impfquote in Baden-Württemberg allenfalls mäßig.

Welche Kosten nun auf Ungeimpfte zukommen, wer weiterhin Anspruch auf Gratis-Tests hat und wie man die Test-Kosten umgehen kann, verrät HEIDELBERG24*.

Corona-Test für 3G-Nachweis: Diese Testmöglichkeiten gibt es

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sieht für die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen die sogenannte „3G-Regel“ vor. „3G“ bedeutet kurz: geimpft, genesen – oder eben getestet. Kostengünstige Schnelltests für zuhause gibt es inzwischen in jedem Supermarkt, doch diese sind als Testnachweis nicht zulässig.

Akzeptiert werden ausschließlich Tests von offiziellen Stellen. Hierbei werden zwei Testvarianten angeboten:

3G-Regel: Wie viel werden Corona-Tests kosten?

Viele Menschen ohne Impf- oder Genesenen-Nachweis stellen sich nun die Frage: Wie hoch werden die Kosten ausfallen? Doch darauf gibt es zunächst einmal keine pauschale Antwort.

Das liegt vor allem daran, dass die unterschiedlichen Testzentren und Labore in Baden-Württemberg auch eigene Preise fordern dürfen. Nicht zuletzt hängt es gerade bei Labortests auch davon ab, wie schnell das Ergebnis benötigt wird. Denn angebotene Express-Testungen sind erwartungsgemäß auch teurer.

Nimmt man die Kosten als Anhaltspunkt, welche der Bund bisher übernommen hat, ergeben sich folgende Kosten: 11,50 Euro für Schnelltests und 43,56 Euro für PCR-Tests.

Wer jedoch in einem deutschen Flughafen einen PCR-Test macht und das Ergebnis binnen 24 Stunden braucht, zahlt einen Preis ab 69 Euro. Will man das Ergebnis bereits nach ein paar Minuten, fallen bis zu 279 Euro an.

Über 150 Euro im Monat? Eine Beispielrechnung von HEIDELBERG24* verrät, welche Corona-Test-Kosten im Alltag auf eine ungeimpfte Familie* zukommen könnten.

Kostenpflichtige Corona-Tests: Welche Ausnahmen gelten?

Die neue Testverordnung des Bundes sieht aber einige Ausnahmefälle vor, in denen die Testkosten auch weiterhin übernommen werden sollen. Das betrifft folgende Personengruppen:

Außerdem gilt für alle Minderjährigen und Schwangeren eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2021. Zwar besteht für diese Personengruppen seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der ständigen Impfkommission. Um aber ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung.

Ende der Gratis-Tests: Muss der Arbeitgeber Corona-Tests bezahlen?

Arbeitnehmer*innen, die ihren Dienst nicht ausschließlich im Home-Office verrichten und nicht geimpft sind, haben laut der Corona-Arbeitsschutzverordnung ein Anrecht auf mindestens zwei kostenlose Schnelltests pro Woche.

Kann man sich also kostenlos beim Arbeitgeber testen zu lassen und das Ergebnis dann am Abend für den Restaurant- oder Kinobesuch verwenden? Kurz und Knapp: offenbar ja! Denn die Bescheinigung des Arbeitgebers gilt für 24 Stunden als Testnachweis im Sinne der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg.

Allerdings gilt ein solcher Testnachweis nur für die Bereiche, in denen ein Antigen-Schnelltest ausreicht. In den Schutzstufen zwei und drei der aktuellen Corona-Verordnung ist für einige Bereiche aber ein PCR-Test vorgeschrieben. Hier würde eine Arbeitgeberbescheinigung nicht mehr ausreichen. (esk) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare