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Corona: Mit Delta-Variante infiziert? Bei diesem Symptom sofort zum Arzt

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Von: Katja Becher

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Deutschland aus. Dabei unterscheiden sich ihre Symptome von denen anderer Corona-Typen – das kann sehr gefährlich werden.

Die Delta-Variante* des Coronavirus breitet sich in Europa immer mehr aus. Auch in Deutschland blickt man mittlerweile mit Sorge auf die wachsende Zahl der Fälle. Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante (B.1.617.2) gilt als wesentlich ansteckender – und auch gefährlicher. Doch nicht nur die hohe Ansteckungsgefahr macht die Delta-Variante aus: Nach ersten Erkenntnissen aus Großbritannien, wo die Corona-Mutante mittlerweile rund 90 Prozent der Infektionen ausmacht, unterscheiden sich auch ihre Symptome von denen der bisher bekannten Corona-Typen. HEIDELBERG24* erklärt, welche Symptome es besonders schwer machen, eine Infektion mit der Delta-Variante zu erkennen:

Delta-Variante: Symptome unterscheiden sich von anderen Corona-Typen

Laut des aktuellen RKI-Berichts zu den Virusvarianten in Deutschland (16. Juni) machte die Delta-Variante bisher mehr als 6 Prozent der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus* aus. Der Anteil der Virus-Mutante stieg demnach in den letzten Wochen deutlich an. Die Delta-Variante kann laut Berichten aus Großbritannien bei Patienten offenbar andere Symptome als früher entdeckte Corona-Typen auslösen. Betroffene meldeten laut Berichten der BBC zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, einen rauen Hals und Schnupfen. Von dem typischen Corona-Symptom, dem Verlust von Geruchs- und Geschmacksinns, leiden Infizierte dabei viel weniger. Das macht es schwierig, die Delta-Variante zu erkennen – denn ihre Symptome lassen sich viel zu leicht mit einer normalen Erkältung verwechseln.

Delta-Variante: Verwechslungsgefahr! Viele Menschen denken bei Symptomen nicht an Corona

Niesen und Schnupfen galten bisher nicht als eindeutige Corona-Symptome. Doch Daten aus der britischen Zoe-Covid-Studien-App deuten nun darauf hin, dass auch häufiges Niesen ein Anzeichen für eine Infektion mit der Delta-Variante sein könnte. So könnten Betroffene ihre Corona-Infektion nicht nur mit einer Erkältung verwechseln – sondern auch davon ausgehen, dass sie lediglich an Heuschnupfen leiden. Besonders gefährlich: Wenn Infizierte bei ihrem Symptomen gar nicht erst an das Coronavirus denken, lassen sie sich nicht testen und stecken so ungewollt immer mehr Menschen mit der Delta-Variante an. Experten empfehlen deshalb, auch leichte Erkältungssymptome unbedingt ernst zu nehmen.

Delta-Variante: Wie hoch ist die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs?

Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse darüber, wie schwer die Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit der Delta-Variante sein können. Eine Studie der Experten von Public Health Schottland ergab, dass Delta-Infizierte gefährdeter sind, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, als Patienten mit anderen Corona-Varianten. Laut Studie spielten bei den schweren Verläufen jedoch auch bei dieser Variante Vorerkrankungen eine Rolle. Die Sterberate bei Infektionen mit der Delta-Variante sei hingegen niedriger. Von über 33.000 Fällen der Delta-Variante sind in Großbritannien bisher 42 Infizierte gestorben. 12 davon hatten ihre zweite Impfung bereits mehr als 14 Tage hinter sich.

Dennoch: Für die Gefahr, die von der Delta-Variante ausgeht, hilft vor allem der volle Impfschutz. Aktuellen Studien zufolge bieten die Impfstoffe von AstraZeneca und BioNTech* nach der Zweitimpfung einen guten Schutz gegen den Virus-Typ. Da in Deutschland allerdings bisher nur knapp über 30 Prozent der Bevölkerung voll geimpft ist, bleibt die Gefahr durch die hochansteckende Delta-Variante auch bei uns weiterhin hoch. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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