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Corona-Mutation: Deutschland in Angst vor aggressiver Variante – sie verbreitet sich rasend schnell

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Von: Robin Eichelsheimer

Die Corona-Mutation B117 verursacht offenbar einen rasanten Anstieg der Neuinfektionen. Nicht nur Großbritannien ist betroffen - auch in Deutschland ist die Sorge groß.

Trotz harter Einschränkungen und zügiger Impfungen breitet sich das Coronavirus erstaunlich schnell aus. Grund für die drastisch steigenden Neuinfektionen in Großbritannien ist vermutlich die Mutation B117. Die im Dezember erstmals vermeldete neue Virus-Variante entpuppt sich seither als dominierender Erregerstamm in Großbritannien. „Es gibt immer noch viel, das wir nicht wissen. Aber es gibt keine Beweise, dass die neue Variante mehr oder schwerere Krankheitsverläufe auslöst“, teilte Premier Boris Johnson diesbezüglich zudem mit.

Corona-Mutation: Studie gewährt überraschende Ergebnisse – bestimmte Personengruppe besonders betroffen

Nun gibt neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit der Virus-Mutation B117. Experten der London School of Hygiene and Tropical Medicine bestätigten, dass die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus die Übertragbarkeit des Virus um 50 bis 70 Prozent steigern könnte. Zudem schätzen die Experten, dass sich im Schnitt 15 Prozent der Menschen anstecken, die mit einem infizierten in Kontakt treten. Am „Standardvirus“ stecken sich vergleichsweise zehn Prozent an. 

Erste Studien weisen außerdem darauf hin, dass die britische Variante für junge Menschen unter 20 Jahren besonders ansteckend ist.

Corona-Mutation: Bedrohliche Mutation in Deutschland aufgetaucht

Am 20. Dezember 2020 wurde die mutierte Variante B117 bei einer Reisenden aus Großbritannien festgestellt. Die Frau habe nur milde Krankheitssymptome erlitten und sich in häusliche Isolation begeben. Viele EU-Staaten hatten nach durchsickern Corona-Mutation B117 entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien weitgehend einzuschränken, um die Verbreitung einzudämmen.

Durch den Reiseverkehr aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands nimmt das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik weiter zu, wie der „Spiegel“ dem Thesen-Blatt entnimmt. Nun möchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Import der neuen Corona-Mutationen nach Deutschland durch konsequente Einreiseregeln eindämmen. Abseits der Testpflicht sind alle Einreisenden schon vor Antritt ihres Reisetrips nach Deutschland verpflichtet, sich online zu registrieren. Damit die deutschen Gesundheitsämter besser kontrollieren können, sollen sich die eingereisten Passagiere an die Pflicht zur Quarantäne in ihrer Wohnung oder in einem Hotel halten. Die Quarantäne-Dauer soll zehn Tage betragen. Diese Zwangsmaßnahme kann in der Regel durch einen erneuten negativen Corona-Test fünf Tage nach Einreise verkürzt werden.

Um die Wirtschaft und den professionellen Reiseverkehr nicht zu belasten sollen Transitpassagiere von den Regeln ausgenommen werden. Durchreisende mit deutschen Airlines oder Reisende, die nur für einen Flugwechsel in einem Risikogebiet waren, sind also nicht von Spahns Vorhaben betroffen. Die entsprechende Rechtsverordnung soll laut eines „Spiegel“-Berichts bereits ab dem 14. Januar und bis mindestens Ende März feststehen. Angela Merkel warnt in Anbetracht der Corona-Variante B117 vor steigenden Neuinfektionszahlen. Laut Bundeskanzlerin stehe Deutschland „vor acht bis zehn sehr harten Wochen“.

Reisende aus Irland, Südafrika und Großbritannien müssten, aufgrund der dort vorkommenden Corona-Mutation, bei der Einreise einen Corona-Test präsentieren, welcher nicht alter als 48 Stunden sein darf. Dies sind jedoch nicht die einzigen Länder, die unter die strengeren Einreisemaßnahmen fallen könnten. Nach aktuellem Stand wären zudem die Schweiz und USA betroffen, sowie alle weiteren Länder deren sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz bei über 200 liegt. Mobilfunkbetreiber sollen angehalten werden die Reisenden mit einer „Einreise-SMS“ über die aktuell geltenden Corona-Regelungen zu informieren.

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