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Neue Studie erstaunt: So gut schützen FFP2-Masken vor Omikron

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Von: Jason Blaschke

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FFP2-Masken schützen vor einer Covid-19-Infektion – auch im Fall von Omikron? Eine Studie liefert erstaunliche Ergebnisse und beantwortet diese Frage.

Egal ob zum Einkaufen in der Aldi-Filiale* oder für einen kurzen Besuch im Fitnessstudio: Das Tragen einer FFP2-Maske ist in Baden-Württemberg* fast überall Pflicht. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass sich die Omikron-Variante nicht mehr so schnell verbreitet. Das Problem ist bloß, dass sich die Wirksamkeit solcher Maßnahmen immer erst Wochen oder Monate später erkennbar ist, wenn die Corona-Werte Berichten von HEIDELBERG24* zufolge das Infektionsgeschehen genau abbilden können.

Maßnahmen wie die Gastro-Sperrstunde in Baden-Württemberg* oder die Ausgangssperre wurden in der Vergangenheit als Mittel der Pandemiebekämpfung kritisiert. Haben diese beiden Maßnahmen wirklich zu einer erkennbaren Verringerung der Infektionen in Baden-Württemberg beigetragen? Fraglich! Sicher ist aber, dass eine Maßnahme eine sehr gute Wirkung zeigt. Eine Maßnahme, die viele mittlerweile als äußerst lästig empfinden: Die FFP2-Maskenpflicht, die nahezu überall beachtet werden muss.

Studie zur FFP2-Maske: So wirkungsvoll ist die Maskenpflicht tatsächlich

Hier stellt sich die berechtigte Frage: Wie wirkungsvoll ist das Tragen einer FFP2-Maske wirklich? Und wie gut ist der Schutz vor einer Infektion mit der Omikron-Variante tatsächlich? In einer neuen Studie sind Forscher des Max-Planck-Instituts solchen Fragen nachgegangen und haben die FFP2-Masken auf Herz und Nieren überprüft – und die Ergebnisse aus der Studie können sich sehen lassen, wie aus einer Mitteilung des renommierten Max-Planck-Instituts mit Sitz in München hervorgeht.

In ihren Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass FFP2- oder KN95-Masken infektiöse Partikel besonders wirkungsvoll aus der Atemluft filtern – aber bloß dann, wenn die Maske auch richtig verwendet wird. Tragen sowohl die infizierte als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende FFP2-Masken, beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten – selbst auf kürzeste Distanz – kaum mehr als ein Promille, heißt es in der Studie zur Wirksamkeit von FFP2-Masken in der Pandemie.

Studie zur FFP2-Maske: Ein Mega-Fehler senkt die Wirksamkeit drastisch

Umgekehrt zeigte sich in der Studie aber auch, dass das falsche Tragen einer FFP2-Maske die Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 stark erhöht. Sitzen die Masken der infizierten als auch der nicht-infizierten Person schlecht, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent an. Noch deutlich stärker ist das Risiko einer Infektion übrigens, wenn statt FFP2-Masken bloß OP-Masken getragen werden. Hier kratzt die prozentuale Wahrscheinlichkeit schon an der 10-Prozent-Marke.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch.
Eine FFP2-Maske (Symbolbild) muss richtig getragen werden, damit sie auch gut vor einer Infektion mit ‚Omikron‘ schützt. © Daniel Karmann/dpa

In der Studie des Max-Planck-Instituts heißt es weiter „Tragen sowohl die infizierte als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende OP-Masken, wird das Coronavirus* innerhalb von 20 Minuten mit maximal zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit übertragen.“ Heißt: Auch die blauen OP-Masken schützen vor einer Infektion mit Covid-19* – aber eben deutlich schlechter, als die FFP2-Masken. Und gerade in Zeiten der Omikron-Welle ist guter und hoher Schutz wichtig – sprich: die FFP2-Maske.

Studie zur FFP2-Maske: Erstaunliche Erkenntnis zur Omikron-Schutzwirkung

Das Max-Planck-Institut veröffentlichte die Studie im Dezember 2021 – zu der Zeit war die Omikron-Variante in Deutschland weder die dominanteste Mutation, noch das dominanteste Thema. Deshalb haben Experten die Studie des Max-Planck-Instituts unter der Leitung von Mohsen Bagheri noch einmal erweitert und sich die Wirksamkeit der FFP2-Masken in Bezug auf die Delta- sowie die Omikron-Variante angeschaut – und die Ergebnisse aus der Studien-Ergänzung überraschten die Forscher.

Die erstaunliche Erkenntnis: Das Risiko ist im Fall von Omikron tatsächlich geringer, als bei Delta, wenn die Personen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Richtig gehört: In der Studie zeigte sich, dass es die Omikron-Mutation noch einmal schwerer habe, einen FFP2-Schutz zu überwinden, als die Delta- oder Alpha-Variante des Coronavirus. Die Forscher konnten in der Studie eine doppelt so hohe Schutzwirkung nachweisen – selbst dann noch, wenn die FFP2-Maske schlecht getragen wird.

FFP2-Maske: Das bedeutet die neue Studie in Bezug auf die Corona-Verordnung

Eine gute Nachricht für die Pandemiebekämpfung, eine schlechte Nachricht für alle, die von der FFP2-Maske langsam genug haben. Dass uns die Maskenpflicht aber noch eine ganze Weile begleiten wird, zeigen die Maßnahmen in der neuen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* bloß allzu deutlich. Dafür soll es laut echo24.de* aber bald Lockerungen mit Blick auf die Pandemie-Stufen in Baden-Württemberg* geben. *HEIDELBERG24 und ECHO24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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