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XXL-Chips-Rückruf: Vergiftungsgefahr – mehr als 20 Sorten sind betroffen

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Von: Katja Becher

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Aktuell laufen gleich mehrere Rückrufe von verschiedenen Chips-Sorten. Verbraucher werden vor dem Verzehr der betroffenen Produkte dringend gewarnt.

Knusprige Chips zählen zu den wohl beliebtesten Snacks der Deutschen. Wer es sich an diesen kalten Herbsttagen mit einem Film auf der Couch gemütlich macht, greift oft zur Chips-Tüte. Doch bei etlichen Sorten müssen Verbraucher aktuell ganz genau hinschauen, denn es laufen zahlreiche Rückrufe. Bereits seit Ende Juli warnen Hersteller vor mehreren Chips-Produkten, mittlerweile sind weitere Artikel dazu gekommen.

Chips-Rückruf: Salmonellen-Alarm bei Protein-Snack

Der aktuellste Chips-Rückruf umfasst Protein Chips der Hersteller „The Organic Crave Company ApS“ und „ORGANIC Friends & Sports“. Wie das Unternehmen am 22. September mitgeteilt hat wurde ein positiver Salmonellenfund nachgewiesen. Betroffen ist der Artikel „Protein Chips reduced fat with cheese 30 g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8.5.2023 und der Batch Nummer 2022-05-08.

Verbraucher, die vom Rückruf betroffene Chips gekauft haben, sollten diese auf keinen Fall essen! Es könnte eine Salmonellen-Erkrankung drohen, die sich durch Symptome wie Durchfall, Kopfschmerzen und Bauchschmerzen sowie gelegentlich auch Erbrechen äußert.

Chips-Rückruf wegen Salmonellen-Gefahr (Fotomontage)
Chips-Rückruf wegen Salmonellen-Gefahr (Fotomontage) © ORGANIC Friends & Sports/Montage HEADLINE24

XXL-Rückruf von mehreren Tortilla Chips – es drohen Vergiftungssymptome

Der erste umfangreiche Chips-Rückruf, der seit Sommer 2022 läuft, bezieht sich vor allem auf verschiedene Tortilla Chips. In rund 20 Sorten wurden eröhte Werte an Tropanalkaloiden (TA) nachgewiesen. Die natürlichen Inhaltsstoffe einiger Pflanzen, die vereinzelt als Beikräuter auf Getreidefeldern wachsen, können durch die Ernte in Lebensmittel gelangen. Gesundheitliche Folgen könnten Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Benommenheit oder Kopfschmerzen sein.

Nach den ersten Nachweisen von erhöhten TA-Werten, stellten die betroffenen Hersteller Nachuntersuchungen an und weiteten den Chips-Rückruf aus. Von einem aktuellen Rückruf ist aktuell auch ein beliebtes Käse-Produkt betroffen, bei dem es zu einem gefährlichen Etikett-Fehler gekommen ist.

Großer Chips-Rückruf: Liste zeigt über 20 betroffene Produkte

Mittlerweile umfasst der umfangreiche Chips-Rückruf folgende Produkte, die zum Beispiel bei Drogerien wie Rossmann und dm verkauft wurden:

Auch interessant: Erst kürzlich hat Stiftung Warentest verschiedene Chips-Sorten genauer unter die Lupe genommen.

Wer die von den verschiedenen Rückrufaktionen betroffenen Chips-Produkte gekauft hat, kann diese in dem Laden zurückgeben, in dem sie gekauft wurden. Üblicherweise wird der Kaufpreis dann auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet. Aktuell läuft auch ein Kaufland-Rückruf von zwei Produkten der Eigenmarke, wie RUHR24 berichtet. Insbesondere Vegetarier müssen die Warnung dringend ernst nehmen. (kab)

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