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BW: Masken-Regel verschärft – HIER gilt FFP2-Pflicht

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Baden-Württemberg passt seine Corona-Verordnung noch einmal an und führt die FFP2-Regel bereits ab dem 12. Januar ein. Was jetzt gilt:

Update vom 11 Januar, 18:45 Uhr: Mit Beschluss vom 11. Januar ist das Tragen einer FFP2-Maske in Innenräumen nun offiziell Pflicht. Das Landeskabinett passte die aktuell geltende Corona-Verordnung für die Warn- und Alarmstufe entsprechend an, die Maskenpflicht gilt ab dem 12. Januar. Konkret heißt es: „FFP2-Maskenpflicht (Warn- und Alarmstufe): In Innenbereichen mit Maskenpflicht müssen Personen ab 18 Jahren eine FFP2 oder vergleichbare Maske tragen – beispielsweise KN95-/N95-/KF94-/KF95-Masken. Dies gilt nicht in Arbeits- und Betriebsstätten. Hier gilt weiter die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes.“

Außerdem bleibt die Alarmstufe trotz zuletzt sinkender Inzidenzen im Bundesland weiterhin bestehen: Die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg lag in den vergangenen Tagen unter dem Schwellenwert für die Alarmstufe II. Wegen der steigenden Zahl an Fällen der Omikron-Variante des Virus friert die Landesregierung die Maßnahmen der Alarmstufe II aber vorerst bis zum 1. Februar ein.

Maskenpflicht in BW: Jetzt also doch – FFP2-Regel soll verpflichtend werden

Update vom 11. Januar, 12.30 Uhr: Die Klausel in der aktuellen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg, wonach in Innenräumen eine FFP2-Maske zu tragen sei, hatte in den vergangenen Wochen immer wieder für Verwirrung gesorgt. Während die FFP2-Regel bisher mehr als Empfehlung gesehen werden konnte, will die Landesregierung diese nun offenbar bereits ab morgen zur Pflicht machen. Wie der SWR am Dienstag berichtet, würde die FFP2-Maske dann zum Beispiel in Geschäften und in der Gastronomie verpflichtend werden. Weitere Informationen und Details zur FFP2-Maskenpflicht in Baden-Württemberg lagen am Dienstagmittag noch nicht vor.

Maskenpflicht in Baden-Württemberg: Verwirrung um FFP2-Regel – das gilt jetzt wirklich

Erstmeldung vom 2. Januar: Seit wenigen Tagen gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung*. Diese beinhaltet unter anderem Einschränkungen für Ungeimpfte, Kontaktbeschränkungen und neue Regeln für die Gastronomie. Außerdem hat die Regierung eine Verschärfung der Maskenpflicht vorgesehen. Darüber berichtet HEIDELBERG24*. Allerdings herrscht nun im Bundesland große Verwirrung, da die neue Masken-Regel nicht eindeutig definiert ist. Was nun für Baden-Württemberg in Sachen Mundschutz gilt:

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,07 (2019)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Maskenpflicht in BW: Neue FFP2-Regel sorgt für Verwirrung – was jetzt gilt

Nach den Weihnachtsfeiertagen ist die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* in Kraft getreten. Diese sieht vor, dass künftig mehr FFP2-Masken getragen werden müssen. Damit orientiert sich die Regierung an die bayrischen Nachbarn, die bereits seit längerem eine FFP2-Pflicht – je nach Infektionsgeschehen – eingeführt haben. Überall wo die Maskenpflicht gilt, muss der FFP2-Mundschutz angezogen werden, eine OP-Maske reicht dann nicht mehr aus.

Ähnliches gilt nun auch in Baden-Württemberg. „Alle Personen ab 18 Jahren sollen in Innenräumen, in denen eine Maskenpflicht besteht, eine FFP2- oder vergleichbare Maske tragen“, heißt jetzt die veränderte Maskenpflicht. Allerdings sorgt ein Wort derzeit für große Verwirrung: „sollen“. Die Verschärfung vermittelt dadurch den Eindruck, dass es sich um keine Pflicht, sondern nur um ein „Nice-to-Have“ handelt. Doch warum drückt sich die Regierung so vage aus? Es gibt einen einfachen Grund.

Maskenpflicht in BW: Neue FFP2-Regel – wenige Ausnahmen möglich

Es ist nicht für jeden Bürger so einfach möglich, sich von heute auf morgen mit FFP2-Masken einzudecken – vor allem zwischen den Feiertagen. In der Verordnung heißt es deshalb auch: „Aufgrund der kurzfristigen Änderung der Regelung fallen hierunter insbesondere Beschaffungsprobleme sowie generell auch medizinische Gründe, wonach FFP2-Masken nicht getragen werden können.“ Dennoch ist klar: Jeder Bürger in Baden-Württemberg sollte sich in den nächsten Tagen ein paar FFP2-Masken beschaffen, da die Regelung sicherlich in den kommenden Wochen dann konkret angepasst und es dann nicht mehr „sollen“, sondern „müssen“ heißen wird.

Übrigens: Personen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen keine FFP2-Maske tragen dürfen, sind von Verschärfung ausgenommen. „Weitere Einzelfälle können sich zudem aus den bundesrechtlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz ergeben“, heißt es in der Verordnung. Kinder und Jugendliche sind auch ausgenommen. Stiftung Warentest hat kürzlich mehrere FFP2-Masken für die Kleinsten* untersucht und ist dabei auf ein schockierendes Ergebnis gekommen. Denn kein Mundschutz konnte die Experten überzeugen!

Maskenpflicht in BW: Neue FFP2-Regelung – Experte warnt vor zu langem Tragen

Die KN95-, N95-, KF94- und KF95-Masken sind mit der FFP2-Maske vergleichbar und bieten auch einen Schutz über 90 Prozent. Diese Mundschutz-Modelle können also ebenfalls verwendet werden. FFP2-Masken sind eigentlich Einwegprodukte. Da sie aber in der Anschaffung recht teuer sind, verwenden sie viele Bürger mehrfach. Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Münster hat mittlerweile herausgefunden, dass FFP2-Masken im Backofen* desinfiziert werden können. Dafür müssen die Masken bei 80 Grad für eine Stunde in den Ofen gelegt werden. Nach dem fünften Mal reinigen sollte die Maske aber ein für alle Mal entsorgt werden.

Ein Experte hat darüber hinaus herausgefunden, dass eine FFP2-Maske nicht länger als vier Stunden am Stück getragen* werden sollte, da dies gesundheitliche Auswirkungen haben könnte. Nach der Tragedauer müsse eine Pause eingelegt werden. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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