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Nach Biontech-Impfung: 18-Jähriger mit Herzproblemen auf Intensivstation

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Von: Sina Koch

Güglingen/Heilbronn - Nach seiner zweiten Corona-Schutzimpfung mit dem Vakzin von BioNTech liegt ein 18-Jähriger auf der Intensivstation. Erkranken vermehrt junge Männer an einer Herzmuskelentzündung?

Die Meldungen über Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson sorgen für Verunsicherung: Gibt es auch seltene, aber vergleichbare Nebenwirkungen beim Vakzin von BioNTech*? Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer soll im Verdacht stehen, schwere Nebenwirkungen nach der Verabreichung zu verursachen. Demnach könnte der Impfstoff Herzmuskelentzündungen auslösen. Ein Schüler aus Heilbronn erleidet nach seiner zweiten Schutzimpfung eine Herzmuskelentzündung und muss auf der Intensivstation behandelt werden, so die Heilbronner Stimme (Bezahlschranke).

Im Entlassungsbericht des Patienten Nicholas K. ist die Rede von einem „zeitlichen Zusammenhang“ zur BioNTech-Impfung. Das Klinikum Ludwigsburg führt zudem sieben ähnliche Fälle, die in Israel dokumentiert sind, im Bericht auf. Wie HEIDELBERG24* berichtet, soll das israelische Gesundheitsministerium aktuell Fälle von Herzmuskelentzündungen untersuchen, die nach Impfungen mit BioNTech aufgetreten sind. 

UnternehmenBioNTech
HauptsitzDeutschland (Mainz)
Gründung2008
CEOUgur Sahin

Herzmuskelentzündung durch BioNTech? Schüler auf Intensivstation

Herzmuskelentzündungen können in jedem Alter auftreten. Sie werden oft durch Viren ausgelöst, aber auch durch Bakterien, Pilze oder Parasiten. Klassischerweise tritt die Erkrankung einige Tage bis Wochen nach einem Virusinfekt auf. Betroffene zeigen oft Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Atemnot, Brustschmerzen und Herzklopfen. In manchen Fällen verläuft sie allerdings symptomfrei und heilt oft folgenlos aus. Es kann aber auch zu Spätfolgen wie Herzschwäche kommen. Selten gibt es tödliche Verläufe durch Herzversagen.

Die Klink Ludwigsburg meldet den Fall des 18-Jährigen an das Paul-Ehrlich-Institut: Denn die Frage, ob die zweite Impfung der Grund für das Auftreten der Herzmuskelentzündung des jungen Mannes ist, bleibt unklar. Das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut teilt mit, das man noch keinen kausalen Zusammenhang beurteilen könne.

BioNTech-Impfung: Vor allem junge Männer von Herzmuskelentzündung betroffen?

Wie HEIDELBERG24* berichtet, ist ein Nachweis zwischen der Krankheit und dem Impfstoff schwierig, da eine Herzmuskelentzündung oft ohne Komplikationen ablaufe und durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst werden könne. Laut einer aktuellen Studie* ist eine Person unter 100.000 Geimpften von einer Herzmuskelentzündung betroffen gewesen. Bei jungen Männer soll es jeder 20.000. gewesen. Es gibt allerdings Berichte über eine 22-jährige Frau sowie ein 25-jähriger Mann ohne Vorerkrankungen, die an einer Herzmuskelentzündung verstorben sind. Das berichtet auch wa*.

Pfizer dementiert Zusammenhang zwischen Impfung und Herzmuskelentzündung

Der US-Pharmakonzern Pfizer dementiert gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters einen Zusammenhang zwischen dem BioNTech-Impfstoff und Herzmuskelentzündungen: Man „ist sich der israelischen Beobachtungen der Erkrankung bewusst, die überwiegend bei jungen Männern aufgetreten sei, die den Impfstoff von Pfizer/Biontech erhielten“. Unerwünschte Nebenwirkungen würden regelmäßig gründlich überprüft. „Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass Myokarditis ein Risiko im Zusammenhang mit der Anwendung des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer/Biontech darstellt.“

Neben den Untersuchungen in Israel soll nun auch eine Studie der Oxford University neue Erkenntnisse zu den Nebenwirkungen von BioNTech* geben. Nach dem Auftreten von Hirnvenenthrombosen* im Zusammenhang mit dem Vakzin von AstraZeneca überprüfen die Forscher jetzt den Zusammenhang mit der Impfung und Erkrankung mit den Präparaten von Moderna und BioNTech*. (sik) *HEIDELBERG24 und wa sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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