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Heftige Lieferprobleme bei Mercedes & Audi: Teils lange Wartezeiten auf Neuwagen

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Von: Julia Cuprakowa

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Der Chipmangel macht Autoherstellern wie Mercedes-Benz und Audi extrem zu schaffen. Liefertermine für Neuwagen können nicht eingehalten werden.

Parkplatz statt Straße: Weil wichtige Halbleiter fehlen, können Autobauer wie Mercedes-Benz und Audi ihre Neuwagen nicht fertigstellen und ausliefern – sie müssen „auf Halde“ produzieren*. Die Auswirkungen des weltweiten Chipmangels treffen aber nicht nur die Autokonzerne hart. Auch für Beschäftigte und Kunden sind die Folgen verheerend.

So sind zum Beispiel Audi-Mitarbeiter an Standorten Neckarsulm und Ingolstadt erneut von der Kurzarbeit* betroffen. In Ingolstadt entfallen Schichten sogar auf allen drei Linien, wie echo24.de* bereits berichtete. Und auch Kunden, die sich ein Neuwagen wünschen, werden von Autoherstellern teilweise auf Monate vertröstet.

Lieferprobleme bei Neuwagen wegen Chipmangel: Mercedes- und Audi-Käufer müssen sich gedulden

Normalerweise ist ein Autokauf keine leichtfertige und kurzfristige Entscheidung. Daher sollten sich die meisten Käufer nicht am Chipmangel und damit einhergehenden Problemen der Autohersteller stören. Doch was ist, wenn man dringend ein neues Auto benötigt, weil das alte einfach nicht mehr will? Oder man sich schon vor Monaten für ein neues Fahrzeug entschieden hat und dieses einfach nicht geliefert werden kann?

Um die Wartezeit zu verkürzen, hat sich Mercedes-Benz etwas einfallen lassen: Weil nicht alle Fahrzeuge mit der kompletten technischen Ausstattung ausgeliefert werden können, haben betroffene Kunden die Möglichkeit, ihr bestelltes Auto mit einer reduzierten Ausstattung zu einem günstigeren Preis* bekommen.

Wegen Chipmangel: Lieferprobleme bei Mercedes-Benz und Audi – lange Wartezeiten bei Neuwagenkauf

Für einige Käufer ist es sicherlich eine Alternative, bei der sie außerdem Geld sparen können – aber längst nicht für alle. Denn Fakt ist: Es gibt keine verlässlichen Prognosen, wie lange die weltweite Chipmangel-Krise* noch andauern wird. Experten vermuten, dass das Problem noch bis weit ins nächste Jahr begleiten wird, wie autobild.de berichtet. Wer also auf sein Mercedes-Benz oder Audi mit kompletter Ausstattung nicht verzichten möchte, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Hier ein Überblick über die Lieferfristen:

Voraussichtliche Lieferfristen für Mercedes-Benz in Stuttgart:

- Von den aktuellen Lieferverzögerungen sind derzeit alle Kundengruppen betroffen. Die Auslieferungssteuerung erfolgt flexibel, um die Wartezeit bestmöglich zu begrenzen. Mercedes berücksichtigt dabei unabhängig vom Modell, wie lange ein Kunde bereits auf sein Fahrzeug wartet und versucht entsprechend zu priorisieren. Dennoch sind die Übergaben an die Kunden stark von der individuellen Ausstattung und der jeweils kurzfristigen Teile-Verfügbarkeit abhängig.

Welche Audi-Modelle sind derzeit verfügbar:

- Auf das SUV-Modell Q3 müssen Audi-Kunden aktuell nicht lange warten. Eine Ausnahme ist der Q3 Plug-in-Hybrid: Hier beträgt die Wartezeit bis zu sieben Monate. Längere Lieferzeiten von etwa sechs Monaten hat hingegen der A6. Das gilt sowohl für die reinen Verbrenner wie auch für Plug-in-Hybride.

Im Klartext: Je aufwendiger die Ausstattung bei Mercedes-Benz, umso länger die Wartezeit. Und auch auf den allseits beliebten A6 müssen Käufer noch etwas warten. Denn wie echo24.de* in einem separaten Artikel bereits berichtete, stehen die Bänder bei Audi teilweise still. Bei den Modellen A6 und A7 wird von Montag, 18. Oktober, bis einschließlich Donnerstag, 21. Oktober, nur in einer Schicht produziert. Am Freitag, 22. Oktober, ruht die Produktion sogar komplett. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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