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Aldi, Lidl & Co.: Knallhart-Regel! Gilt 2G bald auch im Discounter?

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Von: Katja Becher

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Angesichts steigender Corona-Zahlen müssen vor allem Ungeimpfte mit immer schärferen Einschränkungen rechnen – auch beim Einkaufen. Könnte bei Aldi, Lidl und Co. bald 2G gelten?

Der Corona-Winter dürfte für Deutschland erneut unverhofft hart werden – vor allem für Ungeimpfte. Angesichts neuer Inzidenz-Rekorde müssen vor allem die Menschen in den Coronavirus*-Hotspots mit knallharten Einschränkungen rechnen. Auf die vierte Corona-Welle hat der Bundestag nun mit einem neuen Infektionsschutzgesetz reagiert, das auch die Möglichkeit einer 2G-Regelung in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vorsieht.

Die Entscheidung, die 2G-Regel zum Beispiel bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie umzusetzen, liegt letztendlich bei den Bundesländern. Umgesetzt hat die Knallhart-Einschränkung zum Beispiel bereits Sachsen. Hier halten auch in Geschäften nur Geimpfte und Genesene Zutritt – Supermärkte und Discounter bleiben aber für alle geöffnet. Doch könnte die 2G-Regel bald auch deutschlandweit bei Aldi* und Co. greifen?

Aldi: Bald bundesweit 2G in Supermarkt und Discounter? Erste Bundesländer bieten Option

Noch vor Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes machten bereits zwei Bundesländer Ernst: In Hessen und Niedersachsen haben Supermärkte und Discounter wie Aldi bereits die Möglichkeit, die 2G-Regel in ihren Filialen umzusetzen. Zuvor hatten die Supermärkte dann sogar die Möglichkeit, die Maskenpflicht beim Einkaufen für ihre geimpften und genesenen Kunden auszusetzen* – was wegen der Rekord-Zahlen in der Corona-Pandemie jedoch aktuell nicht mehr der Fall ist.

Auch in Baden-Württemberg gilt voraussichtlich ab dem 24. November die 2G-Regel beim Einkaufen – allerdings nur im Einzelhandel und auf Märkten in Corona-Hotspots. Im Gegensatz zu den Maßnahmen in Hessen und Niedersachsen soll im Südwesten jedoch die Grundversorgung von der 2G-Regel ausgenommen werden.

Auf die Option, in Hessen und Niedersachsen auch beim Einkaufen die 2G-Regel einzuführen, hatte sich Discounter-Riese Aldi bereits entschieden geäußert: „Einzelne Kundengruppen vom Einkauf auszuschließen würde grundsätzlich unserem Selbstverständnis des zuverlässigen Grundversorgers widersprechen“, hieß es in einer Stellungnahme des Discounters von Ende Oktober, wie HEIDELBERG24* berichtete. Auch weitere große Supermarktketten wie Kaufland, REWE oder Redeka hatten sich dagegen ausgesprochen,* nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Filialen zu lassen.

2G bei Aldi und Co.: Handelsverband reagiert auf Knallhart-Regel beim Einkaufen

Wie ntv.de berichtet, gingen auch dem Handelsverband Deutschland 3G- oder gar 2G-Regeln in Geschäften zu weit. So seien laut Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Kontrollen der Impfnachweise und Corona-Tests für das Personal im Einzelhandel „nicht praktikabel“. Supermärkte wie Aldi oder Kaufland wollen stattdessen weiterhin konsequent auf die Einhaltung der bereits bekannten Corona-Regeln wie Maskenpflicht, Anstand- und Hygienemaßnahmen setzen. Dennoch könnte, wie Genth weiter zitiert wird, vielen kleineren Läden die 2G- oder 3G-Regel lieber sein, als ein neuer Lockdown. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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