Bis zum bitteren Ende

"Der Spion und sein Bruder": Schmerzhafter Spaß mit Sacha Baron Cohen

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Sacha Baron Cohen als Nobby in einer Szene aus dem Film "Der Spion und sein Bruder".

München - Wo Cohen draufsteht, ist auch Cohen drin: Sacha Baron Cohen bleibt sich und seinem schlechten Geschmack in dem derben und deftigen Agentenfilm treu.

Nobby (Sacha Baron Cohen) ist ganz zufrieden: kleines Häuschen, liebevolle Frau, neun gesunde Kinder. Nur sein Bruder Sebastian, von dem er als Kind nach dem Tod der Eltern getrennt wurde, fehlt ihm. Als er erfährt, dass der kleine Sebbo inzwischen zum Geheimagenten herangewachsen ist, da ist Nobby nicht mehr zu halten. Der Prolet platzt in Fußballtrikot und Adiletten in einen britischen Upper-Class-Empfang und verdirbt einen Einsatz des Bruders. Der wird daraufhin von seinen Kollegen für einen Überläufer gehalten und muss sich bei seinem dämlichen Bruder verstecken.

Wo Cohen draufsteht, ist auch Cohen drin. Seit der Schauspieler 2006 die Kunstfigur „Borat“ erfand, ist er dem schlechten Geschmack und den derben, deftigen, politisch unkorrekten Späßen treu geblieben. Sei es vor Ekel oder Entsetzen, das Lachen bleibt einem in Cohens Filmen oft im Halse stecken. So dämlich wie seine Figuren ist der clevere Filmemacher natürlich nie. Er führt seine Späße nur konsequent weiter, bis zum bitterbösen Ende, weit über jede Schmerzgrenze hinaus. Das beschert dem Publikum erneut Momente kristallklarer Schadenfreude – und eine Szene mit einem Elefanten, die in die Annalen der Filmgeschichte eingehen wird.

„Der Spion und sein Bruder“

mit Sacha Baron Cohen

Regie: Louis Leterrier

Laufzeit: 87 Minuten

Sehenswert

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