Experiment mit Strips und Hüllenlos-Kandidaten

Nackt-TV bei Sat.1: WG ohne alles - auch ohne Kleider

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Während ihre beiden Mitbewohner Martin und Marcel schon nackt sind, muss die 24-jährige Claire ihre Kleidung erst noch abgeben.

München - Am Mittwoch lief ein großes „Extrem-Experiment“ bei Sat.1. Unter dem Motto „Wie wenig ist genug?“ mussten sechs Menschen 30 Tage lang ohne alles überleben - zunächst auch ohne Kleidung.

„Stellen Sie sich vor, Sie haben nichts mehr.“ Mit diesem Satz begann am Mittwochabend das Sozialexperiment von Sat.1 unter dem Titel „Nacktes Überleben - Wie wenig ist genug?“.

Kein Bett, kein Smartphone, kein Fernseher - alles, was die Teilnehmer in ihren Wohnungen besitzen, wurde eingepackt und in Containern verstaut. Doch damit nicht genug. Denn auch ihre Kleidung mussten die Teilnehmer abgeben. Schließlich sollen sie ja auf ihren ganzen Besitz verzichten.

30 Tage lang sollten die sechs Teilnehmer herausfinden, welche Gegenstände sie wirklich benötigen und auf was sie dagegen verzichten können. Denn jeden Tag durften sich die Teilnehmer genau einen Gegenstand aus ihrem Container zurückholen, der allerdings auch einen halben Kilometer von der jeweiligen Wohnung entfernt stand. Und so viel sei verraten: Ein Kleidungsstück war nicht bei allen die erste Wahl. 

„Nacktes Überleben“ auf Sat.1: Claire beim Ausziehen den Tränen nahe

An dem Experiment nahmen neben dem Ehepaar Carmen (43) und Christian (30), dem Fitnesstrainer Michael (37), die WG-Mitbewohner Claire, 24 Jahre, Martin 26 Jahre und Marcel 36 Jahre, teil. Doch während die beiden Jungs ganz gut mit ihrer Nacktheit klar kamen, fand Claire das Ganze dann doch nicht mehr so witzig. Die beiden Herren saßen splitterfasernackt auf dem blanken Boden. Als Claire mit dem Ausziehen dran war, war sie den Tränen nahe, verkroch sich in die Badewanne und umwickelte sich mit Klopapier.

Sat.1 sparte nicht mit nackten Tatsachen. Nach der ersten Nacht entschied sich dann nicht nur WG-Bewohnerin Claire für ein Kleidungsstück. Auch ihren beiden Mitbewohnerin holten sich erst einmal etwas zum Anziehen - alle drei einen Jumpsuit. Das Ehepaar und der Fitnesstrainer fanden dagegen ganz andere Gegenstände viel wichtiger. Hoch im Kurs standen Bettdecken.

Und die Moral von der Show? Sat.1 wollte zeigen: Auch mit wenig Gegenständen lässt es sich leben. Der Rest sind meist Luxusgüter, die das Leben jedoch durchaus bequemer machen. Während jedoch die Erkenntnis zwar nicht bahnbrechend, aber durchaus aktuell ist, bleiben den Zuschauern wohl eher die nackten Körper als der Verzicht der Teilnehmer im Gedächtnis. Es gab reihenweise männliche Genitalien zu sehen, während bei beiden weiblichen Protagonistinnen alles verdeckt war - wohl auch auf deren Wunsch.

Und selbst wenn das Ganze als Sozialexperiment getarnt war: Dass es ein wenig Fleischbeschau gab, reduzierte die Einschaltquoten sicherlich nicht. Die waren auch so eher dürftig: „Nacktes Überleben - Wie wenig ist genug?“ kam auf 1,55 Millionen Zuschauer (5,4 Prozent Marktanteil).

Bilder aus der Sat. 1-Show: „Nacktes Überleben - Wie wenig ist genug?“

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