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Hund berührt Bärenklau: Waschen Sie die Stelle sofort mit Wasser ab

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Von: Jasmin Farah

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Bärenklau blüht vom Sommer bis spät in den Herbst. Gassigeher müssen daher wachsam sein. Sie stellt eine große Gefahr für die Vierbeiner dar.

Hunde brauchen viel Bewegung. Das hält sie fit und gesund. Laut einer neuen Verordnung von 2022, umgangssprachlich auch „Gassi-Gesetz“ genannt, ist der tägliche Spaziergang ein Muss. Besitzer von ausgewachsenen Hunden sind daher verpflichtet, mindestens zweimal am Tag und für mindestens eine Stunde im Freien mit dem Vierbeiner Gassi zu gehen. Das geht am besten ungestört an ruhigen Plätzen wie Wälder oder Wiesen. Doch dort lauern auch im Herbst noch große Gefahren.

Hund berührt Bärenklau: Waschen Sie die Stelle sofort mit Wasser ab

Während im Sommer fiese Zecken den Fellnasen auf die Pelle rücken können, ist es im Herbst eine bestimmte Pflanzensorte: der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Sie ist in Europa heimisch und gehört zur Familie der Doldenblütler. Der Bärenklau gilt als besonders giftig, im Gegensatz zum Wiesen-Bärenklau, mit dem er leicht zu verwechseln ist.

Zwei Kinder gehen mit einem Hund auf einem Feld spazieren. (Symbolbild)
Giftige Gefahr für Hunde: Riesen-Bärenklau wächst bevorzugt an Waldrändern, Feldern und Böschungen. © Julia Otto/Imago

Beides sind schließlich krautige Pflanzen, die bis zu einem halben Meter hoch werden können. Sie haben eine dicke, verzweigte Hauptachse und die Triebe sind leicht bis mäßig behaart. Ihre Blütenfarbe ist weiß. 2008 ist hingegen der Riesen-Bärenklau sogar zur giftigsten Pflanze des Jahres gewählt worden.

Er enthält Giftstoffe, die bei Sonnen- oder Tageslicht und bei Berührung eine phototoxische Reaktion auslösen sollen. Mit der Folge, dass sich die Haut entzündet, juckt, rötet und sich Blasen bilden können. Diese treten entweder sofort oder verzögert nach ein bis zwei Tagen auf. Die Hautveränderungen heilen nur langsam ab und es können narbenartige Hautverdunklungen bestehen bleiben. Das gilt auch für Hunde.

Hund berührt Bärenklau: Das ist jetzt sofort zu tun

Deshalb ist es auch so wichtig, sofort zu reagieren, wenn der eigene Vierbeiner beim Gassigehen die Pflanze berührt hat. Tierhalter sollten dann unverzüglich den Spaziergang abbrechen und die betroffenen Hautstellen mit viel Wasser gründlich abwaschen. Zudem ist es wichtig, den Hund vor der Sonne zu schützen, aus dem Schatten zu gehen und auch die Tage danach Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen. Wenn sich die Haut verändern sollte, ist es abschließend ratsam, sofort einen Tierarzt aufzusuchen und die betroffenen Stellen untersuchen und behandeln zu lassen.

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