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Paul-Ehrlich Institut überprüft Todesfälle nach Impfung

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Von: Daniel Hagen

Hessen - Weltweit sind mittlerweile mehr als 30 Mio. Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Über 850.000 sind es in Deutschland. Zehn Menschen sind nach ihrer Corona-Impfung in Deutschland gestorben. Das Paul-Ehrlich-Institut prüft nun einen Zusammenhang – und hat eine eigene Vermutung.

Corona-Impfung: Geimpfte wohl an Vorerkrankungen gestorben

Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind - in
zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung“, erklärt Brigitte Keller-Stanislawski, die zuständige Abteilungsleiterin für die
Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten am Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Dort wird ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Impfung geprüft – und für eher unwahrscheinlich gehalten.

NamePaul-Ehrlich-Institut
Gründung1. Juni 1896, Steglitz, Berlin
AdressePaul-Ehrlich-Straße 51-59, 63225 Langen (Hessen
AufsichtsbehördeBundesministerium für Gesundheit
PräsidentKlaus Cichutek

Manche der Patienten seien bereits vor der Impfung palliativ behandelt worden – was bedeutet, dass sie bereits schwere und unheilbare Erkrankungen hatten, so das Institut. Andere hätten schon zuvor an Grunderkrankungen gelitten. Darüber berichtet MANNHEIM24.de*.

Corona-Impfung: Paul-Ehrlich-Institut prüft Zusammenhänge

Schon vor der EU-Zulassung des Impfstoffes „Comirnaty“ von BioNTech warnt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, vor der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass „Menschen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung versterben werden.“ Das hat damit zutun, dass erst alte und kranke Menschen geimpft werden, die allgemein ein höheres Todesrisiko haben.

Für Verschwörungsideologen wie Xavier Naidoo*, Attila Hildmann oder Michael Wendler sind aber solche Nachrichten gefundenes Fressen, weil sie ihre „Fakten“ untermauern. Bereits vor Monaten sprach der Mannheimer davon, dass das Coronavirus* von der Regierung eingesetzt werde, um alte Menschen zu töten*. Die bislang bekannten zehn Todesfälle in Deutschland dürften aber kein Beweis für die Verschwörungsmythen* sein.

Corona-Impfung: Paul-Ehrlich-Institut will Fälle von Nebenwirkungen veröffentlichen

Das Paul-Ehrlich-Institut in Hessen will nun wöchentlich über die gemeldeten Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung informieren. Bis Sonntag (10. Januar) sind bereits 325 Verdachtsfälle mit 913 Nebenwirkungen eingegangen – darunter auch 51 schwerwiegende Nebenwirkungen. Das entspricht 0,53 Verdachtsfällen pro 1000 Impfdosen beziehungsweise 0,08 Verdachtsfälle für schwerwiegende Nebenwirkungen pro 1000 Impfdosen. Bislang haben in Deutschland mehr als 800.000 Menschen eine erste
Impfdosis erhalten.

Die bei weitem häufigsten Nebenwirkungen, über die berichtet wurde, sind Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Doch die Langzeitfolgen, mit denen viele Menschen nach einer Coronainfektion kämpfen müssen*, sind auch nicht zu unterschätzen. (dpa/dh) MANNHEIM24de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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