Gegen Rostock

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Die SVW-Choreo unter dem Motto „Waldhof kämpft an allen Fronten.“

Mannheim - Der SV Waldhof und Hansa Rostock haben sich am zehnten Spieltag der 3. Liga unentschieden getrennt. Auf der Osttribüne präsentieren die Waldhof-Fans eine umstrittene Choreo:

  • Der SV Waldhof Mannheim und Hansa Rostock trennen sich am zehnten Spieltag der 3. Liga mit 1:1.
  • Auf den Rängen sorgen beide Fanlager für überragende Stimmung.
  • Vor dem Anpfiff präsentieren die Ultras die Farben ihrer Mannschaft mit aufwendigen Choreografien.
  • Vor allem die Waldhof-Choreo ist umstritten. 

Update vom 2. Oktober: Die Choreografie des SV Waldhof stößt neben der Zustimmung der Fans auch auf reichlich Kritik: „Leider unmöglich mit dem Panzer“ oder „ein völlig kaputter Slogan“ schreiben User bei Facebook. „Panzer haben in Fußballstadien nichts zu suchen, das hat nichts mit Fairplay zu tun“, beschwert sich ein weiterer Leser telefonisch.  

Mit der Darstellung eines Panzers gemeinsam mit dem Motto in Frakturschrift – „Waldhof kämpft an allen Fronten“ – verbinden viele Leser Kriegsverherrlichung oder gar Nazi-Rhetorik

Waldhof-Choreografie gegen Rostock sorgt für Diskussionen

Und dieser Vorwurf kommt nicht von ungefähr, denn in der ersten Runde des DFB-Pokals haben Fans des FC Hansa Rostock mit einer rechtsnationalen Choreo für Negativschlagzeilen gesorgt. Bei der Partie gegen den VfB Stuttgart präsentiert die rechte Ultra-Gruppe „Wolgastä“ ein Banner mit der Aufschrift „Ausser Rand und Band, für Verein und Vaterland“. Von szenekundigen Beobachtern wird vermutet, dass die Waldhof-Choreo eine Reaktion auf dieses Rostock-Banner darstellt – das ist jedoch reine Spekulation. 

Zur Verteidigung der Waldhof-Ultras muss aber darauf verwiesen werden, dass kein deutscher Weltkriegspanzer dargestellt wird, sondern ein modernes amerikanisches Modell. Von einer eindeutigen Nazi-Bildsymbolik kann man daher nicht sprechen.    

Martialische Inszenierungen gehören zur Choreografie in den Stadien dazu - aber sollte man so weit gehen, wie die Fans des SV Waldhof?     

Zwei Wochen später zieht der SV Waldhof Mannheim Konsequenzen und spricht wegen der Pyro-Technik im Waldhof-Block ein Choreo-Verbot für das Heimspiel gegen den Halleschen FC aus. Die Fans reagieren verärgert.

SV Waldhof gegen Hansa Rostock: Spektakuläre Choreografien

Meldung vom 1. Oktober: Am Sonntag (29. September) hat das Duell zweier Traditionsmannschaften stattgefunden: SV Waldhof Mannheim gegen Hansa Rostock. In einer spannenden Partie müssen sich die Mannheimer mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Die Blau-Schwarzen vergeben in der ersten Halbzeit zahlreiche Möglichkeiten, was sich nach dem Seitenwechsel rächen sollte. Denn Hansa geht wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff zunächst in Führung, kurz darauf kann Max Christiansen ausgleichen. 

SV Waldhof gegen Hansa Rostock: Spektakuläre Choreografien

Bereits vor dem Anstoß im Carl-Benz-Stadion sorgen die Fanlager beider Mannschaften für Gänsehaut-Stimmung. Die Waldhof-Anhänger präsentieren auf der Otto-Siffling-Tribüne eine fragwürdig-martialische Choreografie, mit dem Motto „Waldhof kämpft an allen Fronten“ mit einem Panzer auf der Blockfahne. Dazu darf natürlich schwarzer und blauer Rauch nicht fehlen – die Strafe des DFB wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Auf der gegenüberliegenden Seite haben die etwa 3500 Gästefans aus Rostock ebenfalls eine tolle Choreo vorbereitet. Die Hansa-Ultras haben eine Blockfahne im blau-weißen-Balkenmuster ausgebreitet. Trotz des Verbotes geizen auch die Rostock-Fans nicht mit Pyrotechnik in den Vereinsfarben.

Rostock-Fans präsentieren ihre Choreografie. 

Da auf beiden Seiten sehr viel Rauch entstanden ist, verzögert sich der Anstoß um wenige Minuten. Bereits in der Vergangenheit haben die Waldhof-Fans immer wieder tolle Choreografien gezeigt. Zuletzt beim Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern oder auch in den vergangenen Jahren in der Regionalliga Südwest.

SV Waldhof gegen Hansa Rostock: Angriff auf Polizeibeamten

Die bundesligareife Inszenierung wird durch einen heimtückischen Angriff getrübt: Um 14.15 Uhr wird ein zivil gekleideter Polizist beim Verlassen der Heimtribüne von hinten attackiert und verletzt. Nach dem hinterhältigen Angriff muss der Beamte zunächst im Krankenhaus behandelt werden, kann im Anschluss aber seinen Dienst fortführen. Bislang gibt es keine Hinweise auf den Angreifer.

oal

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