Nach verpasstem Aufstieg

Wer kommt, wer bleibt? Viele Fragezeichen beim SVW

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Der SV Waldhof wird auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest spielen.

Mannheim – Wie im Vorjahr hat der SV Waldhof den Aufstieg in die 3. Liga verpasst. Nach dem Elfmeter-Drama gegen den SV Meppen steht der Traditionsverein am Scheideweg.

Der Schock, dass es mit dem Aufstieg erneut nicht geklappt hat, ist noch nicht richtig verarbeitet, da muss der SV Waldhof den Blick schon wieder nach vorne richten. Schließlich müssen Geschäftsführer Markus Kompp und Coach Gerd Dais die kommende Regionalliga-Saison planen.

Fotos vom Aufstiegsrückspiel Meppen gegen Waldhof

Der Umbruch wird im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als mit Hanno Balitsch (36) ‚nur‘ eine Säule weggebrochen ist, größer ausfallen: Kapitän Michael Fink (35) wird voraussichtlich seine Spielerkarriere beenden, Ali Ibrahimaj (25) wechselt zum Zweitligisten SV Sandhausen und der gerade erst verlängerte Vertrag von Publikumsliebling Marcel Seegert (23) hätte nur bei einem Aufstieg Gültigkeit gehabt. 

Es gilt als wahrscheinlich, dass der 23-Jährige den nächsten Schritt macht und in eine höhere Liga wechselt. Zudem laufen unter anderem die Verträge von Gianluca Korte, Sebastian Gärtner und Marco Müller aus. Es gibt also viel zu tun.

Erst ein Neuzugang fix

Einfach wird diese Transferperiode für die Verantwortlichen nicht. Auch aufgrund der lange Zeit ungewissen Ligazugehörigkeit steht mit Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer (1. FC Saarbrücken) erst ein Neuzugang fest

Vieles wird auch davon abhängen, wie viel Geld Investor Bernd Beetz in den Kader steckt. In der vergangenen Winter-Transferperiode hatten die Mannheimer kein glückliches Händchen bewiesen. Dennis Rothenstein und Mete Celik haben sich nicht für einen Stammplatz empfehlen können und sind kaum zum Einsatz gekommen. 

Kevin Nennhuber hat in der Schlussphase der Saison den verletzten Michael Schultz vertreten, hat aber auch nicht wirklich überzeugen können. Förster-Nachfolger Simon Tüting ist im defensiven Mittelfeld nicht gesetzt, hat aber in den Aufstiegsspielen Verantwortung übernommen und könnte mit seiner Erfahrung künftig eine wichtige Rolle spielen. 

Starke Südwest-Staffel

Die Konkurrenz wird jedenfalls in der kommenden Regionalliga-Saison groß sein. Der 1. FC Saarbrücken rüstet auf, Vereine wie die Kickers Offenbach, TSV Steinbach und die Stuttgarter Kickers wollen zudem wieder angreifen. Zusätzlich kommen aus Liga 3 die Absteiger FSV Frankfurt und FSV Mainz 05 II dazu.

Nach zwei verpassten Anläufen wird es ein enormer Kraftakt, sich überhaupt erneut für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren. Einige Beispiele aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass man sich auch schnell im unteren Tabellendrittel wiederfinden kann. Auch wenn seit 2014 kein Team mehr in die 3. Liga aufgestiegen ist, ist die Südwest-Staffel in der Breite die stärkste Regionalliga.

Die vergangene Saison hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, nach dem Scheitern in den Aufstiegsspielen wieder anzugreifen. Ob den Waldhöfern dieses Kunststück erneut gelingt, darf unmittelbar nach der großen Enttäuschung bezweifelt werden. 

Wenn die Verantwortlichen in den kommenden Wochen aber die richtigen Personalentscheidungen treffen, werden die Blau-Schwarzen zumindest wieder oben mitspielen.

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nwo

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