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Stadt Mannheim plant Investitionen im Carl-Benz-Stadion

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Von: Katja Becher

Das Carl-Benz-Stadion soll bei einem Aufstieg in die 3. Liga modernisiert werden.
Das Carl-Benz-Stadion soll bei einem Aufstieg in die 3. Liga modernisiert werden. © MANNHEIM24/Nils Wollenschläger

Mannheim - Als Reaktion auf die Vorfälle beim Aufstiegsrückspiel will die Stadt Mannheim in die Video-Überwachung des Carl-Benz-Stadions investieren. Wann die Entscheidung endgültig fällt:

„Förderung des friedlichen Miteinanders während Veranstaltungen im Stadion“ – so lautet die Begründung in der Beschlussvorlage der Stadt Mannheim, die eine Investition von 560.000 Euro in die Videoüberwachung des Carl-Benz-Stadions vorsieht. 

Am Donnerstag (8. November) werden erste Beratungen zur Maßnahme im Ausschuss für Sport und Freizeit gehalten. Eine endgültige Entscheidung fällt dann am 20. November im Hauptausschuss des Gemeinderates und am 29. November im Ausschuss für Umwelt und Technik.

So begründet die Stadt die Investition

Nach Fan-Ausschreitungen während des Relegationsspiels gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai musste das Bildmaterial der Video-Überwachung im Stadion ausgewertet werden. „Die Aufzeichnungen sind für eine mögliche Strafverfolgung von besonderer Bedeutung“, heißt es in der Beschlussvorlage. 

Dabei sei auch die Schärfe und Auflösung der Bilder wichtig. Im Fall des Videomaterials des verhängnisvollen Aufstiegsspiels seien durch die Aufzeichnungen der Stadionüberwachungsanlage keine verwertbaren Erkenntnisse erlangt worden. „Im Interesse einer gesicherten Strafverfolgung sowie aufgrund der Vorgaben des DFB für einen Spielbetrieb in der 3. Liga muss die Videoüberwachungsanlage dringend erneuert werden.“

Weitere Investitionen geplant

In der Maßnahme ist unter anderem vorgesehen, alte Kameras auszutauschen und durch neue zu ersetzen, die den Anforderungen für Beweismittel vor Gericht entsprechen. Die Arbeiten dazu würden in der spielfreien Zeit 2019 stattfinden. 

Um für den möglichen Aufstieg in die 3. Liga gewappnet zu sein, will die Stadt zudem über 1.8 Millionen Euro in die Sanierung des Rasens und die Erneuerung der Flutlicht- und Beschallungsanlage stecken. Bei einem Aufstieg sollen außerdem rund 470.000 Euro in eine Rasenheizung investiert werden.

Hintergrund: Pyro-Skandal beim Aufstiegsspiel

Der SV Waldhof Mannheim wurde für die Fan-Ausschreitungen auf der Otto-Siffling-Tribüne, die beim Aufstiegsrückspiel gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai zum Spielabbruch geführt hatten, mit einem Abzug von drei Punkten, einer Geldstrafe von 40.000 Euro und weiteren Auflagen belangt. 

Nach dem Einspruch des Regionalligisten wurde die Strafe am 25. September auf 25.000 Euro reduziert. Der Punktabzug bleibt allerdings bestehen, bezüglich der Auflagen und einer möglichen Rückkehr der ‚klassischen‘ Otto-Siffling-Tribüne hat sich der DFB zumindest gesprächsbereit gezeigt.

Am Montag (5. November) bestätigt Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp, dass der Verein eine Zivilklage gegen das Urteil des Fußballbundes eingereicht hat. Die Klage stützt sich vor allem auf die aus Waldhof-Sicht begangenen Verfahrensfehler des DFB-Kontrollauschusses.

kab

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