Karlsruher SC gewinnt badischen Pokal

„Ein fantastisches Spiel“ - SV Waldhof trotz Final-Niederlage stolz

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Der SV Waldhof bejubelt die zwischenzeitliche Führung.

Karlsruhe – Nach einem spektakulären Pokalfinale setzt sich der Karlsruher SC gegen den SV Waldhof Mannheim durch und gewinnt den badischen Pokal. Die Stimmen zum Spiel: 

Der SV Waldhof Mannheim hat sich am Sonntag teuer verkauft, für das Double hat es letztlich aber nicht gereicht. Nach einer spektakulären Partie verliert der Drittliga-Aufsteiger das badische Pokal-Finale gegen den Karlsruher SC mit 3:5 (2:2). „Das war ein fantastisches Spiel. Die Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen“, resümiert Waldhof-Trainer Bernhard Trares.

Durch die Tore von Marco Meyerhöfer (16.) und Maurice Deville (25.) sind die Blau-Schwarzen verdient in Führung gegangen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit brutal dominiert“, betont Trares. 

SV Waldhof Mannheim verspielt 2:0-Führung

Dennoch kann der KSC durch einen Doppelpack von Saliou Sané (27./45.) noch vor der Pause ausgleichen (Der komplette Spielbericht). „Wir spielen den KSC eigentlich an die Wand, dann schießen sie in der ersten Halbzeit zwei Tore aus dem Nichts“, ärgert sich Deville.

Fotos vom Pokalfinale KSC gegen SV Waldhof Mannheim

KSC-Coach Alois Schwartz lobt die Leistung der Blau-Schwarzen, die im Wildparkstadion auf einige Stammspieler verzichten müssen. „Waldhof hat eine Riesensaison gespielt“, erkennt der frühere Sandhausen-Trainer an. Nach dem Seitenwechsel hat der Favorit aus Karlsruhe die Schlagzahl erhöht - und ist in Führung gegangen. 

KSC gewinnt badischen Pokal - Sommer trifft zum Abschied

Damian Roßbach (50.) per Kopf und der eingewechselte Burak Camoglu (60.) besorgen das 4:2. „In der zweiten Halbzeit hat der KSC schon seine Klasse bewiesen“, so Trares. Nach der Ampelkarte für Martin Röser (57.) bekommen die Gäste mehr Freiräume. Ausgerechnet Jannik Sommer, der zum letzten Mal das Waldhof-Trikot trägt, kann noch einmal verkürzen, doch Marvin Wanitzek trifft in der Nachspielzeit zum 5:3-Endstand und macht die Titelverteidigung perfekt. 

Unmittelbar nach dem Spiel überwiegt zwar der Ärger über die Final-Niederlage, unter dem Strich liegt hinter dem SV Waldhof aber eine historisch gute Saison. Schließlich wird der Traditionsverein in der kommenden Saison nicht nur in der 3. Liga, sondern auch im DFB-Pokal vertreten sein. „Wir können stolz auf die Mannschaft sein“, fasst der Sportliche Leiter Jochen Kientz zusammen. 

SV Waldhof blickt Richtung 3. Liga

Jetzt gilt es erstmal den Kopf frei zu bekommen und dann mit neuem Elan in die 3. Liga zu gehen“, sagt Vize-Kapitän Marco Schuster. Auch wenn es für Spieler und Trainer nun in den wohlverdienten Urlaub geht, schreiten die Planungen für die kommende Saison weiter voran.

Die kommende Saison wird extrem lang. Deshalb brauchen wir mehr Körperlichkeit im Kader. Wir haben uns schon mit einigen Spielern getroffen und viele Dinge sind schon auf dem Weg. Wir müssen nur noch einen Haken dranmachen“, erklärt Trainer Trares, der am Montag in den USA-Urlaub fliegt.

Trainingsauftakt am Alsenweg ist am 17. Juni.

nwo

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