Nach Vorfällen bei Spiel in Mannheim

Wegen Punktabzug: SVW zieht vor Zivilgericht!

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Die Ausschreitungen beim SVW-Aufstiegsspiel gegen Uerdingen zogen einen Punktabzug nach sich.

Mannheim - Im juristischen Streit um den Abzug von drei Punkten hat der SV Waldhof eine Zivilklage gegen das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingereicht!

Das bestätigt Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp am Dienstag gegenüber dem Mannheimer Morgen. Die Klage stützt sich vor allem auf die aus Waldhof-Sicht begangenen Verfahrensfehler des DFB-Kontrollausschusses. 

Auslöser für den Streit ist das Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga am 27. Mai gegen den KFC Uerdingen. Damals hatten Mannheimer Fans Rauchbomben und Böller auf das Spielfeld geworfen, was schließlich zum Spielabbruch führte. Der Kontrollausschuss hatte den SVW anschließend unter anderem mit einem Punktabzug von neun Punkten belegt. 

Pyro-Irrsinn bei SVW-Aufstiegsspiel gegen Uerdingen

In einer anschließenden Berufungsverhandlung reduzierte das DFB-Bundesgericht die Strafe auf drei Punkte. Laut Kompp hatte aber schon unter dem Strafantrag des Kontrollausschusses unter anderem eine notwendige Unterschrift gefehlt. Zudem sei ein Punktabzug in den DFB-Statuten nicht genau bestimmt. „Beim Punktabzug ist keine Obergrenze festgelegt. Das bedeutet, dass er unserer Auffassung nach in Deutschland nicht rechtens ist, weil er die Tür zur Willkür öffnet", sagt er. Neben dem Punktabzug waren die Mannheimer auch mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro und verschiedenen Auflagen belegt worden.

Auch der KFC Uerdingen war nach den Fan-Ausschreitungen im Aufstiegsrückspiel gegen den SVW mit einer Geldstrafe von 8.000 Euro belangt worden. Nachdem die Krefelder Einspruch eingelegt hatten, wurde die Strafe auf 6.400 Euro reduziert

dpa/kab

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