Punktabzug nach Pyro-Skandal

SVW-Klage gegen DFB: Urteil erst im März - Koch spricht von „Terror im Stadion“

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Das Aufstiegsrückspiel zwischen den SV Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen musste abgebrochen werden.

Nachdem der SV Waldhof Mannheim wegen des Punktabzuges Klage gegen den DFB eingereicht hat, hat am 20. Februar am Frankfurter Landgericht die erste Verhandlung stattgefunden.

Update vom 20. Februar, 14:15 Uhr: Nach der Verhandlung am Frankfurter Landgericht steht fest, dass ein Urteil erst am 20. März um 16 Uhr gefällt wird. „Ich freue mich, dass wir so einen frühen Verkündungstermin bekommen haben“, sagt Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp nach der Verhandlung. „Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl zurück“, betont Kompp, für den das Eingangsstatement von Richter Richard Kästner Balsam für die Seele“ gewesen ist. 

Kästner hat zuvor erklärt: „Die Spieler waren nicht beteiligt, sie trifft keine Schuld. Es heißt Fußball durch Wettbewerb fördern. Da ist der Zusammenhang schwer erkennbar.“ Waldhof-Anwalt Johannes Zindel ist weiter optimistisch: „Die Kammer hat deutlich gesagt, wie sie die Sachlage sieht. Ich gehe davon aus, dass wir siegen werden.

DFB-Vize Rainer Koch spricht von „Terror im Stadion“

Auch DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch ist am Mittwoch bei der Verhandlung im Gerichtssaal. „Ein Eingriff in den Wettbewerb ist nur möglich, wenn der Wettbewerb nicht mehr möglich ist“, sagt Koch mit Blick auf die Ausschreitungen im Mai 2018 und fügt hinzu: „Das war Terror im Stadion und das Ende des Fußballs. Unter diesen Umständen ist Fußball in Deutschland nicht möglich.“ Laut DFB sei der Punktabzug „sehr wohl zulässig“, auch weil es nicht das erste Vergehen von Fans des SV Waldhof Mannheim gewesen ist.

SV Waldhof Mannheim mit Klage gegen DFB wegen Punktabzug: Entscheidung vertagt

Update vom 20. Februar: Die Entscheidung im Kampf des SV Waldhof Mannheim gegen den Abzug von drei Punkten ist vertagt! Bei dem Verhandlungstermin am Mittwochvormittag am Landgericht Frankfurt wurde nach rund 60 Minuten entschieden, dass das Urteil erst am Mittwoch, 20. März, um 16 Uhr gefällt wird.

SV Waldhof Mannheim vor Verhandlung in Frankfurt siegessicher

Update vom 13. Februar 2019: Eine Woche vor der Verhandlung am Frankfurter Landgericht hat sich Waldhof-Anwalt Johannes Zindel geäußert. „Der DFB hängt bei uns ziemlich am Haken, weil er nach derzeitigem Stand eine krachende Niederlage erleiden wird“, sagt Zindel dem Mannheimer Morgen. Demnach seien die Verfahrensfehler, die dem DFB unterlaufen sind, zu „gravierend“.

Klage gegen DFB: Waldhof-Anwalt bestätigt Verhandlungstermin

Der SV Waldhof Mannheim kämpft weiter gegen den Abzug von drei Punkten, der wegen der Ausschreitungen im Aufstiegsrückspiel gegen den KFC Uerdingen durch den DFB verhängt worden ist.

Wie Johannes Zindel, Anwalt des SV Waldhof Mannheim, gegenüber MANNHEIM24 bestätigt, ist die Klage des SVW zugelassen worden. Die mündliche Verhandlung findet am 20. Februar 2019 um 11:45 Uhr am Frankfurt Landgericht statt.

Wir sind glücklich über die frühe Terminierung“, sagt Zindel. Im Idealfall wird ein Urteil zwei bis drei Wochen nach der Verhandlung gesprochen. 

Pyro-Irrsinn bei SVW-Aufstiegsspiel gegen Uerdingen

Die Satzungen müssen eindeutig geregelt sein. Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet. Es war nicht klar geregelt, was bei einem Spielabbruch passiert und wie viele Punkte Abzug es in so einem Fall gibt. Es geht einfach ums Prinzip. Die Bestrafungsart trifft nicht die Täter, sondern den kompletten Verein“, hat SVW-Geschäftsführer Markus Kompp die Klage vor einigen Wochen begründet.

Hintergrund

Der SV Waldhof Mannheim ist für die Fan-Ausschreitungen auf der Otto-Siffling-Tribüne, die beim Rückspiel am 27. Mai zum Spielabbruch geführt haben, mit einem Abzug von drei Punkten, einer Geldstrafe von 40.000 Euro und weiteren Auflagen belangt worden. Nach dem Einspruch des Regionalligisten ist die Strafe am 25. September auf 25.000 Euro reduziert worden. Der Punktabzug bleibt allerdings bestehen, bezüglich der Auflagen und einer möglichen Rückkehr der ‚klassischen‘ Otto-Siffling-Tribüne hat sich der DFB zumindest gesprächsbereit gezeigt.

nwo

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