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Nach fristloser Kündigung: So geht Jochen Kientz gegen den SV Waldhof vor

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Von: Marco Büsselmann

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Waldhof-Präsident Bernd Beetz (re.) hat sich zur Freistellung von Jochen Kientz geäußert.
Waldhof-Präsident Bernd Beetz (re.) hat sich zur Freistellung von Jochen Kientz geäußert. © Marco Büsselmann/MANNHEIM24

Nachdem Jochen Kientz beim SV Waldhof Mannheim erst freigestellt und in der Folge fristlos gekündigt worden ist, ist sein Anwalt Christoph Schickhardt nun dagegen vorgegangen:

Update vom 11. November: Der Konflikt zwischen dem SV Waldhof Mannheim und seinem ehemaligen Sportchef Jochen Kientz spitzt sich zu. Nachdem Kientz Anfang November erst vom Verein freigestellt und wenig später fristlos gekündigt worden ist, hat sein Anwalt Christoph Schickhardt nun eine Kündigungsschutzklage vor dem Amtsgericht Mannheim eingeleitet. Dies bestätigt seine Kanzlei am Donnerstag gegenüber MANNHEIM24. Ein entsprechender Termin ist für den 22. Dezember bereits anberaumt worden. (Du willst keine Waldhof-News mehr verpassen? Dann abonniere jetzt unseren kostenlosen Fan-Newsletter!)

SV Waldhof: Nach schweren Vorwürfen von Beetz – Kientz-Anwalt äußert sich

Update vom 3. November: Sechs Tage nach der Freistellung von Sportchef Jochen Kientz hat Waldhof-Präsident Bernd Beetz bei einer Fragerunde des Vereins sein Schweigen gebrochen und erklärt, dass Kientz‘ bewusster Versuch, einen positiven Corona-Test im Umfeld der Mannschaft vor der Geschäftsführung zu verheimlichen, der Grund für die Trennung gewesen ist.

Nun hat sich der Anwalt von Kientz, Christoph Schickardt, zu den Anschuldigungen von Beetz geäußert. „Die Vorwürfe sind so schwer und auf den ersten Blick derart haltlos, dass ich jetzt noch einmal eine gründliche Prüfung vornehmen werde, ehe es dazu von unserer Seite eine Stellungnahme geben wird“, sagt Schickardt der ,Rheinpfalz‘. Zudem spricht der renommierte Sportrechts-Anwalt von einem „groben Verstoß gegen arbeitsrechtliche Richtlinien.“

Anwalt Christoph Schickardt (re.) vertritt Jochen Kientz.
Anwalt Christoph Schickhardt (re.) vertritt Jochen Kientz. © Marc Tirl/dpa

Im Vorfeld haben beide Seiten über die Gründe der Freistellung Stillschweigen vereinbart. „Der Verein wird den Reputationsschaden, den Herr Kientz dadurch erlitten hat, zu ersetzen haben“, kündigt Schickhardt an.

SV Waldhof: Präsident Beetz spricht Klartext – Darum wurde Kientz freigestellt 

Erstmeldung vom 2. November: Am vergangenen Mittwoch hat der SV Waldhof Mannheim die Freistellung von Sportchef Jochen Kientz bekanntgegeben. Obwohl zwischen beiden Parteien über die Gründe der Trennung eigentlich Stillschweigen vereinbart worden ist, hat Präsident Bernd Beetz nun erklärt, dass Kientz versucht haben soll, einen Corona-Fall zu vertuschen. „Mitarbeiter wurden angewiesen, die Geschäftsleitung darüber nicht zu informieren. Das war ein ganz klarer Verstoß und da konnte der Aufsichtsrat nicht anders reagieren“, sagt der 71-Jährige am Mittwoch bei einer Fragerunde mit Stadionsprecher Stephan Christen.

Beetz Sohn Christian, der Aufsichtsratsvorsitzender bei den Blau-Schwarzen ist, führt aus: „Es wurde ein Mitarbeiter, der darüber Kenntnis hatte angewiesen, Stillschweigen zu bewahren und nicht zum Geschäftsführer (Markus Kompp, Anm. d. Red.) zu gehen. Nach ein paar Tagen hat es die Person dann doch gemeldet. Herr Kompp und ich wurden daraufhin informiert, dann ging die Maschinerie in Gang.“

Jochen Kientz verlässt den SV Waldhof Mannheim. (Archivfoto)
Jochen Kientz ist nicht mehr Sportchef des SV Waldhof. © Nils Wollenschläger/MANNHEIM24

Über die Nachfolge von Kientz wird laut Beetz „in den nächsten Wochen und Monaten“ entschieden. Derzeit gebe es eine regelrechte „Überflutung“ an Bewerbungen, was den Investor „positiv überrascht.“ Zudem geht Beetz davon aus, dass Kompp, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, auch in der kommenden Saison Geschäftsführer des SV Waldhof sein wird. (mab)

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