1. Mannheim24
  2. Sport
  3. Waldhof Mannheim

SV Waldhof: Nach Derby-Ausraster – Fans wollten wohl Kientz-Strafe bezahlen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nils Wollenschläger

Kommentare

Jochen Kientz ist der Sportliche Leiter des SV Waldhof Mannheim.
Jochen Kientz ist der Sportliche Leiter des SV Waldhof Mannheim. © Nils Wollenschläger/MANNHEIM24

Die Fans des SV Waldhof Mannheim wollten die Geldstrafe für Jochen Kientz nach seinem Derby-Ausraster bezahlen. Der SVW-Sportchef hat das Angebot jedoch nicht angenommen:

Update vom 27. September: Nach seinem Ausraster im Derby beim 1. FC Kaiserslautern ist Waldhofs Sportchef Jochen Kientz vom DFB mit einem Innenraum-Verbot belegt worden und musste zudem eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro zahlen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sammelten die SVW-Anhänger Geld, damit Kientz die Strafe nicht aus eigener Tasche bezahlen musste.

SV Waldhof: Nach Derby-Ausraster – Fans wollten Kientz-Strafe bezahlen

Jedoch will der Ex-Profi das Geld der Fans nicht annehmen, sondern laut der Zeitung an die Waldhof-Jugendabteilung spenden. Mittlerweile hat Kientz seine Sperre abgesessen, sodass er beim kommenden Heimspiel gegen den SC Verl wieder auf die Bank zurückkehren darf.

SV Waldhof Mannheim: DFB sperrt Jochen Kientz

Update vom 16. September: Jochen Kientz, Sportlicher Leiter des SV Waldhof Mannheim, ist nach seinem Ausraster im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern vom DFB-Sportgericht verurteilt worden. Kientz ist für zwei Spiele gesperrt worden und muss zusätzlich dazu eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Durch die Sperre darf sich Jochen Kientz in den kommenden Spielen gegen den Halleschen FC (18. September) und Eintracht Braunschweig (25. September) ab 30 Minuten vor und bis 30 Minuten nach dem Spiel nicht im Innenraum aufhalten. FCK-Teammanager Florian Dick, der ebenfalls Rot gesehen hat, ist vom DFB mit einem Spiel Innenraumverbot belangt worden.

SV Waldhof Mannheim: Eskalation im Derby gegen den FCK

Erstmeldung vom 13. September: Dieses Derby hat Spuren hinterlassen! Beim 0:0 zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim werden am Samstag (11. September) insgesamt vier Rote Karten verteilt - zwei an Spieler des FCK und zwei an Funktionäre. An ein sehenswertes Fußballspiel ist im Fritz-Walter-Stadion nicht zu denken. Speziell der Platzverweis für Kenny Redondo (24.) erhitzt die Gemüter extrem.

Waldhof-Sportchef Jochen Kientz ist völlig außer sich und ist nicht einzukriegen. Der ehemalige Bundesliga-Profi gerät nicht nur mit Schiedsrichter Florian Heft, sondern auch mit Lauterns Geschäftsführer Sport Thomas Hengen aneinander. Letztlich sieht er Rot. Gegenüber der Bild-Zeitung bezieht Kientz nun Stellung. Eine mögliche Sperre des DFB will er akzeptieren.

Partie1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim 0:0
1. FC KaiserslauternRaab - Tomiak, Senger, K. Kraus, Hercher (86. Hanslik), Zuck - Klingenburg, J. Zimmer (78. Niehues), Wunderlich (78. Schad), Ritter - Redondo
SV Waldhof MannheimKönigsmann - N. Sommer (46. Costly), Verlaat, M. Seegert, Rossipal (78. Donkor)- Saghiri, Höger (67. Gouaida), Boyamba (67. Ekincier), Lebeau, Schnatterer - Martinovic
Bes. VorkommnisseRote Karten für Redondo (24.), Kientz (24.) Senger (41.) und Dick (45.)

Ich habe reingeschrien und war sehr aggressiv in meiner Forderung der Roten Karte. Das ist sicher nicht meine Aufgabe und das tut mir auch leid. Das Verhalten war sicher nicht vorbildlich“, so Kientz, der sich auch zu Thomas Hengen geäußert hat.

1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim: Das sagen Kientz und Hengen zur Derby-Eskalation

Das Schubsen von Thomas Hengen habe ich in der Situation als Schlagen wahrgenommen, aber das ist für mich kein Problem, auch wenn es natürlich nicht passieren darf“, sagt der Waldhof-Sportchef. Und wie sieht Thomas Hengen die strittige Situation und den Ausraster von Kientz?

Die Bilder sprechen für sich. Das war nicht nur ein Versuch, sondern ging schon in die Richtung. Als ich die Bilder gesehen habe, war ich erschrocken und muss unsere Security loben, wie deeskalierend sie eingegriffen hat. Selbst danach war er nicht zu beruhigen und ist handgreiflich gegen den Schiedsrichter und die eigenen Leute geworden. Das war schon ein bisschen drüber“, sagt der FCK-Sport-Geschäftsführer dem SWR.

1. FC Kaiserslautern gegen SV Waldhof Mannheim: Chaos-Derby mit 4 Roten Karten

Im weiteren Verlauf bekommt Schiedsrichter Florian Heft die Partie nicht mehr in den Griff. Kurz vor der Pause muss FCK-Verteidiger Marvin Senger mit Rot vom Platz. Auch FCK-Teammanager Florian Dick sieht noch in der ersten Halbzeit die Rote Karte, da er sich nach einem vermeintlichen Handelfmeter, der nicht gegeben worden ist, lautstark beschwert hat.

Letztlich sehen die 13.150 Zuschauer auf dem Betzenberg vier Rote Karten, aber keine Tore. Waldhof kann aus der doppelten Überzahl kein Kapital schlagen. Die neun Lauterer retten das Remis über die Zeit. (nwo)

Auch interessant

Kommentare