Diskussion um 50+1 Regel

SVW-Geschäftsführer Kompp: Rücktrittsbegründung des Präsidiums ist „Quatsch“!

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Markus Kompp ist seit 2016 Geschäftsführer des SV Waldhof Mannheim.

Mannheim – Beim Sport-Talk „Besser WISSEN“ spricht Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp über den Rücktritt des Präsidiums und den Punktabzug, gegen den der SVW weiter vorgeht:

Ende Oktober hat das Präsidium des SV Waldhof Mannheim mitgeteilt, dass es bei der kommenden Mitgliederversammlung am 28. November seinen Rücktritt erklären wird und sich nicht mehr zur Wahl stellen wird. Als Grund nennt das Gremium um Präsident Klaus-Rüdiger Geschwill „unterschiedliche Auffassungen über die tatsächliche Umsetzung der 50+1 Regel“. Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp zeigt sich mit Blick auf die Rücktrittsbegründung irritiert.

Kompp äußert sich zu Rücktritt des Präsidiums

Es gebührt der Dank für die Arbeit der letzten Jahre, aber man muss dazu sagen, dass die Rücktrittsbegründung einfach Quatsch ist. Beim SV Waldhof Mannheim gab es sicherlich keine Verletzung der 50+1 Regel. Ich war bei allen Entscheidungen eingebunden“, sagt Kompp am Dienstag (13. November) beim Sport-Talk „Besser WISSEN“ im Gasthaus ‚Maruba‘. 

(v.l.n.r.) Entertainer und Mannheimer Sänger Bernd Graßmann, SVS-Coach Uwe Koschinat, Tuncay Atacan (maruba-Inhaber), Moderator Gerhard Mertin und SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.

Nachdem der DFB den SVW um eine Stellungnahme gebeten hat, hat sich der 36-Jährige noch einmal vergewissert. „Es gab keinen einzigen Gesellschafterbeschluss mit einer Gegenstimme oder einer Enthaltung. Auf Aufsichtsratebene gab es einmal eine Enthaltung und einmal Gegenstimmen des Präsidiums - das wurde dann auch eingehalten“, macht der SVW-Geschäftsführer deutlich. „Herr Beetz mischt sich als Aufsichtsratsmitglied nicht ins operative Geschäft ein. Wir können uns auf ihn verlassen, das hat er in den letzten Jahren bewiesen.

Übrigens: Präsidiums-Querelen beim SV Waldhof: Überraschende Wende!

SVW geht gegen Punktabzug vor

Auch zum Punktabzug durch den DFB hat sich Kompp geäußert. Der SVW will nach dem DFB-Urteil Ende September vor das Zivilgericht Frankfurt ziehen. „Die Klage ist zugestellt. Wir gehen aufgrund der Verfahrensfehler davon aus, dass die Klage auch zugelassen wird.

Nach den Ausschreitungen im Aufstiegsrückspiel hat der DFB den SV Waldhof mit drei Punkten Abzug, 25.000 Euro Geldstrafe und weiteren Auflagen bestraft. „Die Satzungen müssen eindeutig geregelt sein. Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet. Es war nicht klar geregelt, was bei einem Spielabbruch passiert und wie viele Punkte Abzug es in so einem Fall gibt. Es geht einfach ums Prinzip. Die Bestrafungsart trifft nicht die Täter, sondern den kompletten Verein“, so Kompp weiter.

nwo

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