Corona-Krise

Waldhof drohen finanzielle Einbußen - DFB kündigt Hilfe für 3. Liga an

Mannheim – Nachdem die 3. Liga die kommenden beiden Spieltage wegen des Coronavirus verlegt hat, kündigt der DFB an, den Vereinen finanziell helfen zu wollen.

  • 3. Liga verschiebt wegen Coronavirus Spieltage 28 und 29.
  • Waldhof-Spiele gegen Uerdingen und Rostock betroffen.
  • DFB könnte Drittligisten finanziell unterstützen.

Update vom 16. März: Der DFB hat seine Absicht bekräftigt, Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise zu helfen. „Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden“, zitiert der ‚kicker‘ am Montag DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. In der 3. Liga haben Vereine ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 

Coronavirus: Drittligisten haben finanziellen Schaden

Die nun ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien belasten die Klubs zudem. Der Verlust für alle Vereine soll zusammen etwa 1,1 Millionen Euro pro Spieltag betragen. Laut Schatzmeister Osnabrügge muss der Verband aber auch die eigene Haushaltsplanung im Auge behalten, da auch er von der Krise „natürlich wirtschaftlich betroffen sein“ werde, berichtet der ‚kicker‘. 

Die wirtschaftlichen Folgen sind für den Fußball und die 3. Liga nicht absehbar, weil wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickeln wird. Bislang sind erst zwei Spieltage abgesetzt“, sagte Unterhachings Präsident Manfred Schwabl dem Magazin. 

Coronavirus: DFB kündigt Hilfe für Drittligisten an

Update vom 14. März: Wegen der zu befürchteten finanziellen Folgen durch die Coronavirus-Krise können die Vereine aus der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und die Regional- und Landesverbände auf Hilfe des Verbandes hoffen. Wie der DFB am Freitag mitteilt, prüfe man derzeit „ein Unterstützungsprogramm zur Aufrechterhaltung der Liquidität für den Fall, dass der Spielbetrieb weiter ruhen muss und Verbände oder Clubs hierdurch in Liquiditätsengpässe geraten sollten“.

3. Liga: Finanzielle Hilfe vom DFB?

Derzeit sind in der 3. Liga die kommenden beiden Spieltage wegen des Coronavirus ausgesetzt. Weitere Entscheidungen sollen am Montag getroffen werden. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um unserem Vereinsfußball und Wettbewerben bestmöglich zu helfen“, verspricht DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Möglich seien demnach Darlehen, „um akute, durch die Corona-Krise entstehende Liquiditätsprobleme zu überbrücken und Insolvenzen zu vermeiden“, heißt es in der Erklärung. Für Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga kommt die Hilfe ebenso nicht infrage wie für Vereine unterhalb der 3. Liga, da sie nicht dem Dachverband direkt unterstellt sind.

SV Waldhof: Kientz reagiert auf Corona-Zwangspause

Erstmeldung vom 12. März: Der SV Waldhof Mannheim bedauert die Verlegung der Spieltage 28 und 29 in der 3. Liga, kann die Entscheidung des DFB jedoch verstehen. „Für uns persönlich wäre es super gewesen, wenn alles normal gelaufen wäre“, sagt der Sportliche Leiter Jochen Kientz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

3. Liga verschiebt Spieltage - so reagiert der SV Waldhof Mannheim

Aufgrund der Gefahren als Folge des Coronavirus hat der DFB entschieden, in der 3. Liga zunächst nicht spielen zu lassen. Nach Auffassung von Kientz wäre ein Geisterspieltag wie in der Bundesliga am kommenden Wochenende wegen der möglichen finanziellen Auswirkungen noch deutlich problematischer als die Verlegung gewesen. 

In der 3. Liga ist es eh schon unheimlich schwer“, betont Kientz. Der Neuling, der als Tabellenzweiter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpft, hätte am Freitagabend den KFC Uerdingen empfangen. Am kommenden Mittwoch hätte die Partie bei Hansa Rostock angestanden. 

SV Waldhof Mannheim: Kientz befürchtet Wettbewerbsverzerrung

Laut DFB werden die Partien frühestens Anfang Mai nachgeholt. Daher befürchtet Kientz auch eine gewisse Wettbewerbsverzerrung, denn Waldhof könnten bei dann wahrscheinlichen Englischen Wochen zwei lange Auswärtsreisen nach Rostock und Braunschweig innerhalb weniger Tage drohen. 

Das ist dann nicht für alle gleich“, sagt er. Trainer Bernhard Trares hat seine Mannschaft zuvor schon auf ein mögliches Geisterspiel eingestellt. Das wird es nun vorerst nicht geben. Inzwischen gibt es beim SV Waldhof einen ersten Verdacht auf das Coronavirus. Der Trainingsbetrieb ist vorerst eingestellt worden.

dpa/nwo

Rubriklistenbild: © picture alliance / Boris Roessler/dpa

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