Wegen Corona-Krise 

Nach Spieltags-Verlegung: Waldhof-Trainer Trares rechnet mit Saisonabbruch! 

Mannheim – Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus fürchtet Waldhof-Trainer Bernhard Trares, dass die laufende Drittliga-Saison abgebrochen wird: 

  • Wegen Coronavirus: DFB verschiebt zwei Spieltage in der 3. Liga.
  • Partien sollen frühestens nach Ostern Anfang Mai stattfinden.
  • Bernhard Trares geht von Saisonabbruch aus. 

Update vom 12. März: Bernhard Trares befürchtet, dass die aktuelle Drittliga-Saison aufgrund der ,Corona-Krise' nicht regulär zu Ende gespielt werden kann. „Nach dem was man jetzt eingeleitet hat, dürfte in den nächsten sechs bis acht Wochen nach meinem logischen Verständnis keine Partie stattfinden", sagt der Waldhof-Trainer am Donnerstag dem ,Mannheimer Morgen'. 

Waldhof-Trainer Bernhard Trares fürchtet Saisonabbruch 

Aufgrund von Infektionen, die innerhalb der Mannschaften auftreten können, geht der 54-Jährige gar von einem kompletten Saisonabbruch aus. „Wenn ein Spieler sich mit Corona ansteckt, was passiert dann? Und das wird kommen. Dann muss die Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne gehen, auch der letzte Gegner, gegen den man gespielt hat. Wenn man es logisch sieht, kann man die Saison dann abbrechen."

Am kommenden Montag (16. Februar) lädt der DFB alle Klubs der 3. Liga zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt ein, um weitere Vorgehensweisen zu besprechen. Inzwischen gibt es beim SV Waldhof einen ersten Corona-Verdachtsfall, der sich aber nicht bestätigt hat.

3. Liga reagiert auf Coronavirus: Waldhof-Spiele gegen Uerdingen und Rostock verschoben!

Update vom 11. März: Jetzt hat das Coronavirus auch für den Spielplan der 3. Liga Konsequenzen. Wie der DFB am Mittwoch mitteilt, sind die beiden kommenden Spieltag verschoben worden. Betroffen sind somit auch das Heimspiel des SV Waldhof Mannheim am Freitag (13. März) gegen den KFC Uerdingen und das Auswärtsspiel am Mittwoch (18. März) bei Hansa Rostock. Die Partien sollen frühestens nach Ostern Anfang Mai nachgeholt werden. Die genauen Termine werden noch festgelegt.

Wegen Coronavirus: DFB verschiebt die kommenden beiden Drittliga-Spieltage

Die Frage, wie aufgrund des Coronavirus ab dem 30. Spieltag in der 3. Liga verfahren wird, soll am kommenden Montag geklärt werden. Der DFB hat an diesem Tag den Ausschuss und alle Klubs der 3. Liga zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt am Main eingeladen. 

„Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen. Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen. Vor diesem Hintergrund ist vom DFB für den Fußball in Deutschland ein vernünftiges und entschlossenes Handeln gefragt. Dies muss stets auf Grundlage der von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgesprochenen Verfügungen und im engen Austausch mit den beteiligten Klubs – wie nun in der 3. Liga – geschehen", so DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius.

Wegen Coronavirus: Lange Saison-Pause für Waldhof immer wahrscheinlicher!

Update vom 10. März/17:10 Uhr: Nach Nordrhein-Westfalen und Bayern zieht jetzt auch Baden-Württemberg nach: Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen werden wegen des Coronavirus untersagt. Das gilt folglich auch für die Begegnungen der 3. Liga. Da der DFB Geisterspiele in der dritten Spielklasse weitgehend ausgeschlossen hat, wird eine Saison-Pause immer wahrscheinlicher

Mit dem Verbot sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Das Kabinett werde die Rechtsverordnung im Laufe der kommenden Tage beschließen, kündigt das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg an

Update vom 10. März/11:30 Uhr: Nach den mahnenden Worten von Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp, meldet sich nun der DFB zu Wort. Zuvor hat der 37-Jährige am Montag (9. März) zu verstehen gegeben, dass Geisterspiele für Vereine der 3. Liga eine enorme finanzielle Belastung darstellen. Anders als in der 1. und 2. Bundesliga fallen die TV-Gelder in der dritten Spielklasse wesentlich geringer aus. Der Verkauf von Eintrittskarten spielt damit im Etat eine wichtige Rolle. 

Die Entscheidung über den Ausschluss der Öffentlichkeit obliegt den zuständigen Behörden, wie beispielsweise dem Gesundheitsamt. Um zusätzliche finanzielle Belastungen für die Vereine zu vermeiden, schlägt der DFB auf seiner Homepage vor: „Betroffenen Partien zunächst eher zu verlegen, statt Geisterspiele auszutragen“. 

Sollte Baden-Württemberg nach Nordrhein-Westfalen Großveranstaltungen mit über 1.000 Besuchern verbieten, wäre mit einer Komplett-Absage des kommenden Waldhof-Heimspiels gegen den KFC Uerdingen (13. März/19 Uhr) zu rechen. Das sieht auch Kompp so: „Ich gehe davon aus, dass das Spiel gegen Uerdingen abgesagt wird“, sagt der Waldhof-Geschäftsführer gegenüber dem Mannheimer Morgen. 

Aufgrund des Spielabbruches beim letzten Aufeinandertreffen im Carl-Benz-Stadion, steht die brisante Begegnung unter besonderen Vorzeichen.  

Coronavirus: Geisterspiele in der 3. Liga - Waldhof-Geschäftsführer bezieht Stellung 

Erstmeldung vom 9. März: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert am Sonntag (8. März), dass etliche Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abgesagt werden sollen. Hintergrund ist das Coronavirus, das sich in Deutschland immer weiter ausbreitet. Allein in Baden-Württemberg sind rund 200 Menschen infiziert. Kurz darauf sagt DFL-Chef Christian Seifert gegenüber der BILD: „Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet, rein sportlich. Mit wie vielen Zuschauern und ob ohne, das ist eine Entscheidung, die die Behörden treffen müssen.“ Das Revierderby in Dortmund wird bereits ohne Zuschauer ausgetragen.

Doch auch in der 3. Liga müssen vielleicht Geisterspiele wegen des Coronavirus ausgetragen werden. Das stellt allerdings viele Vereine vor Herausforderungen, wie Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp befürchtet.

SV Waldhof: Geisterspiele wegen Coronavirus stellt 3. Liga vor Herausforderung

Die Fußball-Drittligisten sehen bei möglichen Geisterspielen wegen des neuartigen Coronavirus auch finanziell große Herausforderungen für die nahe Zukunft. Darauf weist Markus Kompp (37) in einem Interview bei der Plattform "t-online.de" hin. „Geisterspiele hätten eine finanzielle Auswirkung und wären nicht einfach zu stemmen. Es gibt in der 3. Liga Vereine, bei denen es Spitz auf Knopf zugeht und jeder Zuschauer zählt. Dort herrscht ein anderer Druck", so der Waldhof-Geschäftsführer am Montag. „Wenn mehrere Geisterspiele kommen sollten, müsste man schauen, welche finanziellen Auswirkungen dies hat und müsste es entsprechend einordnen", fügt Kompp an.

pm/jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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