KSC gegen SVW

Nach Pokal-Halbfinale: So fällt die Bilanz der Polizei aus

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Symbolbild

Karlsruhe – Nach dem als Hochrisikospiel eingestuften Pokal-Halbfinale zwischen dem Karlsruher SC und dem SV Waldhof Mannheim zieht die Polizei Bilanz: 

Beim Pokalspiel des Karlsruher SC gegen den SV Waldhof Mannheim (Endstand 4:0) ist es der Polizei und den Ordnungskräften am Mittwochabend gelungen, ein direktes Aufeinandertreffen der verfeindeten Fanlager zu verhindern. Acht Polizeibeamte sind durch Böllerwürfe leicht verletzt worden.

In der Anreisephase ist es zu den erwarteten Verkehrsbehinderungen in der Karlsruher Innenstadt und rund um das Wildparkstadion gekommen. Da auch der Zugverkehr in Richtung Karlsruhe Verzögerungen zu verzeichnen hatte, ist die Stimmung unter den Gästeanhängern laut Polizei bei der Ankunft im Hauptbahnhof kurzfristig angespannt gewesen. Bei Flaschenwürfen und dem Zünden von Pyrotechnik ist aber niemand verletzt worden. 

Fotos vom Pokal-Halbfinale Karlsruher SC gegen SV Waldhof Mannheim

Schon vor Spielbeginn sind in der Nähe des Stadions eine größere Anzahl an Pyrotechnik beschlagnahmt worden. Auch beim Fanaufzug von Karlsruher Anhängern von der Innenstadt in Richtung Stadion sind von einzelnen Fans Böller in Richtung der Polizei geworfen worden. Mehrere Polizeibeamte erleiden dabei Knalltraumata. 

Zudem ist mit einer Leuchtsignalrakete in Richtung des Polizeihubschraubers geschossen worden. In der zweiten Halbzeit ist auch im Gäste-Block Pyrotechnik gezündet worden. Bei Würfen auf Polizeikräfte sind zwei weitere Beamte leicht verletzt worden. Das Spiel ist kurzzeitig unterbrochen worden.

8 Festnahmen

Bei der Abreisephase ist die Stimmung bei den Mannheimer Anhängern wohl unter anderem auch aufgrund von zuvor bekannt gegebenen Verzögerungen angespannt gewesen. Es kommt aber zu keinen Ausschreitungen und der Bustransfer zum Bahnhof verläuft diszipliniert ab. 

Insgesamt sind acht Polizeibeamte leicht verletzt worden. Acht Personen sind aufgrund von Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und wegen Sachbeschädigungen festgenommen worden. Außerdem sind Ermittlungen wegen zwei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und zwei Körperverletzungsdelikten eingeleitet worden. Acht Personen haben einen Platzverweise erhalten.

Der Polizei-Einsatzleiter Lutz Schönthal zeigt sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. „Ich bin froh, dass die betroffenen Polizeibeamten nur leicht verletzt wurden und ihren Dienst zunächst fortführen konnten. Auch gelang es unseren Anti-Konflikt-Teams deeskalierend auf die Fangruppen einzuwirken. Unser Ziel der strikten Fantrennung ist erreicht worden.

pol/nwo

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