Ex-SVW-Profi startet in Fürth durch

Marco Meyerhöfer im Interview: Zeit beim SV Waldhof war „etwas ganz Besonderes“

Meyerhöfer kann sich ein langfristiges Engagement in Fürth vorstellen.
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Meyerhöfer kann sich ein langfristiges Engagement in Fürth vorstellen.

Mit dem SV Waldhof hat Marco Meyerhöfer den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert, nun startet er bei Greuther Fürth durch. MANNHEIM24 hat sich mit dem Verteidiger unterhalten.

An den 20. April 2019 erinnert sich Marco Meyerhöfer besonders gerne zurück. Es war der Tag, an dem der Rechtsverteidiger mit dem SV Waldhof Mannheim die lang ersehnte Rückkehr in den Profifußball gefeiert hat. „Es war natürlich eine sehr schöne Zeit. Ich habe dort viele tolle Leute kennengelernt, privat und sportlich“, erklärt er gegenüber MANNHEIM24. Nach zwei Jahren hat Meyerhöfer die Quadratestadt verlassen, um sich im Sommer 2019 der SpVgg Greuther Fürth anzuschließen. Der gewagte Schritt in die 2. Bundesliga hat sich gelohnt: Bei den ,Kleeblättern‘ ist der 25-Jährige von Beginn an gesetzt gewesen und spielt derzeit um den Aufstieg in die Bundesliga mit. Im Interview verrät Meyerhöfer unter anderem, wie er sich in Fürth eingelebt hat, mit welchen Ex-Kollegen aus Mannheim er noch in Kontakt steht und wie er sich seine Zukunft vorstellt.

Name Marco Meyerhöfer
Alter 25 Jahre
Position Rechtsverteidiger
VereineEintracht Frankfurt, 1. FC Saarbrücken, SV Waldhof Mannheim, SpVgg Greuther Fürth

Marco Meyerhöfer im MANNHEIM24-Interview – Aufstiegsheld spricht über Zeit beim SV Waldhof

MANNHEIM24: Herr Meyerhöfer, Sie haben zwei Jahre beim SV Waldhof gespielt. Wie blicken Sie auf die Zeit zurück?

Marco Meyerhöfer: „Es war natürlich eine sehr schöne Zeit, die letztlich mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Das ist glaube ich immer etwas ganz Besonderes, gerade auch weil Mannheim so lange nicht im Profifußball war. Ich habe dort viele tolle Leute kennengelernt, privat und sportlich.“

MA24: Was war ihre schönste Erinnerung? 

Meyerhöfer: „Ich würde sagen, dass der Aufstieg - aber auch die ganze Saison 2018/19 der Höhepunkt war. Es hat einfach unheimlich Spaß gemacht, mit den Jungs zu arbeiten.“

MA24: Gibt es noch Spieler, mit denen Sie in Kontakt stehen?

Meyerhöfer: „Auf jeden Fall! Ich habe in meinem ersten Jahr in Mannheim mit Andreas Ivan einen sehr guten Freund kennengelernt, mit dem ich auch den Urlaub verbringe. Mit Sinisa Sprecakovic habe ich zudem ein Jahr zusammengewohnt. Ansonsten habe ich noch mit Marcel Seegert und Maurice Deville immer mal wieder Gespräche.“

Marco Meyerhöfer hat zwei Jahre beim SV Waldhof gespielt.

MA24: Verfolgen Sie noch die Spiele ihres Ex-Klubs?

Meyerhöfer: „Letztes Jahr, als ich noch mehrere Jungs in der Mannschaft kannte, habe ich die Spiele intensiver verfolgt. Jetzt schaue ich mir aber auch noch die Zusammenfassungen an.“

Marco Meyerhöfer: So hat sich der Ex-Waldhof-Profi bei Greuther Fürth eingelebt

MA24: Im Sommer 2019 folgte dann der Schritt nach Fürth. Wie haben Sie sich dort eingelebt?

Meyerhöfer: „Das ging alles relativ schnell. Ich war 23 Jahre alt und bin auf eine relativ junge Mannschaft getroffen. Es wurde mir auch leicht gemacht, weil viele Jungs in meinem Alter oder auch teilweise jünger waren. Wir hatten eine gesunde Mischung und in Fürth herrscht sowieso ein sehr familiäres Umfeld, deshalb lief alles reibungslos ab.“

Meyerhöfer spielt seit Sommer 2019 für die SpVgg Greuther Fürth.

MA24: Sie haben bereits in ihrer ersten Saison zum Stammpersonal (20 Einsätze) gehört, sind dann allerdings durch zwei Verletzungen ausgebremst worden. Dennoch: Hätten Sie damit gerechnet, dass es direkt so gut läuft?

Meyerhöfer: „Man weiß es natürlich nie, vor allem, wenn man wie ich von der Regionalliga den Sprung macht, aber ich habe es mir schon so ausgemalt. Vor der Saison habe ich mir das Ziel gesetzt, meine 25 Spiele zu machen. Das habe ich aufgrund von Verletzungen nicht geschafft. Natürlich hofft man, dass es direkt gut läuft und wenn es letztendlich so kommt, ist es umso schöner.“

MA24: War es schwer, sich an das Niveau der 2. Bundesliga zu gewöhnen? 

Meyerhöfer: „Auf jeden Fall. Aber man muss dazu sagen, dass auch in Mannheim die Trainingsqualität kein Regionalliga-Niveau hatte. Es ist natürlich schon ein Unterschied, wenn man erst gegen einen Dorfverein spielt, der zwischen 300 und 400 Zuschauer hat und dann in Hamburg aufläuft. Ich glaube, dass ich mich relativ schnell akklimatisiert - und vor allem im zweiten Jahr ans Niveau gewöhnt habe.“

MA24: Fürth ist aktuell dritter und schnuppert am Bundesliga-Aufstieg. Warum läuft es in dieser Saison so gut?

Meyerhöfer: „Zum einen, weil wir gute Neuzugänge bekommen haben. Wir haben keine Spieler aus der Bundesliga geholt, sondern Jungs aus der Regionalliga oder Oberliga, die voll eingeschlagen sind. Und zum anderen ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben. Obwohl uns der ein oder andere Leistungsträger verlassen hat, konnten wir das gut auffangen.“

Verlängerung bei Greuther Fürth? Marco Meyerhöfer spricht über seine Zukunft

MA24: Wie groß wäre die Enttäuschung, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt?

Meyerhöfer: „Ich denke, vor der Saison hätten uns die wenigsten eine solche Runde zugetraut. Darauf können wir auf jeden Fall stolz sein. Jetzt wollen wir die Saison gut zu Ende spielen und das Bestmögliche erreichen.

Marco Meyerhöfer ist bei Greuther Fürth gesetzt.

MA24: Ihr Vertrag läuft im Sommer 2022 aus. Können Sie sich vorstellen, länger in Fürth zu bleiben?

Meyerhöfer: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag, wir sind auch in guten Gesprächen. Ein langfristiges Engagement kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Ich habe hier den Schritt in den Profifußball geschafft, aber der Kopf ist jetzt erst einmal bei den kommenden Spielen.“ (mab)

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