Kritik an SVW-Geschäftsführer

„Kompp raus“ - Waldhof-Fans hängen Protestplakate in Mannheim auf

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Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp steht in der Kritik. 

Mannheim – Die Kritik an Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp (37) wird immer lauter. In Mannheim mehrere Protest-Plakate aufgehängt worden.

  • SV Waldhof Mannheim verhängt Choreo-Verbot für Halle-Spiel.
  • Waldhof-Fans reagieren darauf mit heftiger Kritik.
  • Protest-Plakate in Mannheim aufgehängt.

Update vom 6. November: Die Kritik, die Teile der Waldhof-Fans an Geschäftsführer Markus Kompp ausübt, erreicht eine neue Dimension. So sind in Mannheim gleich mehrere Plakate mit der Aufschrift „Kompp raus“ aufgehängt worden - unter anderem am Mannheimer Schloss. Die Fotos sind auch in unserer Facebook-Gruppe „Mein SV Waldhof - News und Diskussionen“ geteilt worden. 

SV Waldhof: Fans üben heftige Kritik an Markus Kompp

Meldung vom 19. Oktober: Schon im Vorfeld der Partie sind die Gemüter erhitzt gewesen, auch am Spieltag selbst sparen die Fans des SV Waldhof Mannheim nicht mit ihrer Kritik an SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.

Eine Viertelstunde vor der Partie gegen den Halleschen FC machen die Waldhof-Fans auf der Otto-Siffling-Tribüne deutlich, was sie von dem Choreo-Verbot halten und quittieren die Entscheidung der Vereinsführung unter anderem mit einem kurzen Pfeifkonzert. Nach der Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in Halle widersetzen sich die Fans dann dem Choreo-Verbot und entrollen auf der OST-Tribüne eine Blockfahne mit der Aufschrift „Wir sind Waldhof

Fotos von der Waldhof-Niederlage gegen Halle

Während dem Spiel wird Kompp auf mehreren Transparenten harsch kritisiert und mit Sprechchören beleidigt. „Komppt wieder nichts aus meinem Gedankenbrei, zauber ich ein Verbot herbei!“, ist auf einem Plakat zu lesen. „Wir haben alle Choreo-Verbot“, stimmen die Fans sarkastisch an. Auch auf Seiten der Gäste-Fans kommt es in der zweiten Halbzeit zu einer Choreographie. Zudem wird Pyro-Technik gezündet, was zu einer kurzzeitigen Spielunterbrechung führt. Die Partie im Carl-Benz-Stadion verliert der SV Waldhof mit 0:4 (0:2). Am kommenden Spieltag (Montag, 28. Oktober/19 Uhr) gastieren die Blau-Schwarzen beim FC Bayern II. So kannst Du die Partie im Live-Stream verfolgen. 

Halle-Fans kritisieren Choreo-Verbot

Meldung vom 15. Oktober: Nun hat sich auch die Fanszene des Halleschen FC zum Choreo-Verbot für die Partie am Samstag geäußert und dieses scharf kritisiert: „Uns ist es unverständlich, wieso wir als HFC-Fans für etwaige Verfehlungen von anderen Fans büßen sollen. Was können wir dafür? Wieso werden wir in die Haftung genommen? Oder anders gefragt: Was kann die Gesamtheit an Fans für das vermeintliche Fehlverhalten einzelner?", heißt es in einer Stellungnahme des HFC-Fankurvenrates

Aufgrund des antisemitischen Attentats vor gut einer Woche in Halle, bei dem unter anderem ein HFC-Anhänger getötet wurde, ist den Gästen allerdings eine ,Trauer-Choreo' erlaubt worden. Dies bezeichnet der Fan-Dachverband als "interessant". „Hier scheint man „von oben“ festlegen zu wollen, was wir als Fans zu zeigen haben und was eben nicht. Wieso ist eine Trauerchoreo erlaubt und eine „normale“ Choreo nicht? Hat man dort einfach nur Angst vor „schlechter“ Presse?" Abschließend werden die SVW-Verantwortlichen dazu aufgefordert, das Choreo-Verbot aufzuheben, „um die positive Stimmung nicht ins Gegenteil zu wandeln! Für ein Fußballfest mit freien Kurven!" 

Choreo-Verbot erhitzt Gemüter - so reagiert ‚Pro Waldhof‘

Meldung vom 14. Oktober: Am Sonntagabend hat sich auch der Fandachverband ‚Pro Waldhof‘ zum Choreo-Verbot für das Heimspiel gegen den Halleschen FC (live auf Magenta Sport und im Live-Ticker) geäußert. „Natürlich distanziert sich auch PRO Waldhof e.V. von jeglicher Gewalt und verurteilt diesen Angriff auf den eingesetzten Polizeibeamten und wünscht ihm gute Besserung. Wie ein Choreo-Verbot solche Übergriffe in Zukunft verhindern soll bleibt jedoch offen und darf angezweifelt werden“, macht Pro Waldhof deutlich. Verbote haben in der Vergangenheit „keine langfristigen Wirkungen“ erzielt.

Der Fandachverband kritisiert zudem die mangelnde Kommunikation mit den Vereinsverantwortlichen. „Durch diese Art von Zusammenarbeit wird es sehr schwer, seinen Fans Heimspiel für Heimspiel ein besonderes Fußballerlebnis zu ermöglichen.“ Pro Waldhof zeigt sich gegenüber der Geschäftsführung gesprächsbereit und bietet „erneut konstruktive Gespräche“ an.

Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp hat die Entscheidung indes verteidigt. Wie er dem Mannheimer Morgen erklärt, haben die Fans für das Halle-Spiel eine Blockfahne beantragt. „Wir haben gegen Rostock gesehen, was darunter passiert: Einige Fans vermummen sich, damit sie von den Videokameras nicht erkannt werden, und zünden Pyrotechnik“, so Kompp.

SV Waldhof: Choreo-Verbot erhitzt die Gemüter

Update vom 13. Oktober - 17 Uhr: Die Entscheidung des SV Waldhof Mannheim, für das Heimspiel gegen Halle ein Choreo-Verbot zu verhängen, stößt bei vielen Fans auf großes Unverständnis. In den sozialen Netzwerken machen die Anhänger ihrem Ärger Luft. 

Der Waldhof lebt von den Fans und deren einmaliger Atmosphäre und Stimmung unglaublich so das eigene Herz zu zerstören!!“, schreibt ein Fan auf der Facebook-Seite des SVW. Im Fokus der Kritik steht die Vereinsführung um Geschäftsführer Markus Kompp. 

SV Waldhof: Fans üben nach Choreo-Verbot Kritik

Sorry, lieber Vorstand damit schneidet ihr euch ins eigene Fleisch und reisst eigentlich verheilte Wunden (Nachwirkungen Relegation Uerdingen) wieder auf“, lautet ein weiterer Kommentar. 

Ja die Geschäftsführung macht gerade den Schritt in die falsche Richtung. Für die Atmosphäre sorgen immer noch die Fans, und wenn die stumm bleiben, dann gibt es auch kein wirkliches "Spielergebniss" mehr“, befürchtet ein anderer User.

SV Waldhof: Choreo-Verbot für Heimspiel gegen Halle

Erstmeldung vom 13. Oktober: Der SV Waldhof Mannheim greift durch! Nachdem beim Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock Pyro-Technik gezündet worden ist, ist für das kommende Heimspiel gegen den Halleschen FC (Samstag, 19. Oktober/14 Uhr) ein Choreographie-Verbot im gesamten Stadion ausgesprochen worden. Dieses kann sogar noch auf weitere Spiele im Carl-Benz-Stadion ausgeweitet werden - teilt der Drittligist am Sonntag (13. Oktober) - zwei Wochen nach der Partie - mit.

Sowohl während der Choreographie der Waldhof-Fans zu Beginn als auch in der zweiten Halbzeit ist Pyro-Technik zum Einsatz gekommen. Zudem ist ein Polizei-Beamter im Bereich der Otto-Siffling-Tribüne verletzt worden. Auch im Gäste-Block ist gezündelt worden. 

SV Waldhof spricht Choreo-Verbot aus

Solch ein Verhalten ist nicht hinnehmbar und der SV Waldhof wird alles unternehmen, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Die Anwendung von körperlicher Gewalt und der Einsatz von Pyrotechnik jeglicher Art widerspricht dem Leitbild des SV Waldhof Mannheim“, heißt es in einer Pressemitteilung des SVW. 

Auch der martialische Stil der Choreographie, auf den in der Mitteilung nicht eingegangen wird, hat im Anschluss an das Rostock-Spiel für reichlich Kritik gesorgt. 

SV Waldhof „zutiefst erschüttert“ 

Deshalb missbilligt der SV Waldhof die Vorkommnisse. Sie schaden dem SV Waldhof, der stets ein gutes, professionelles und vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Kooperationspartnern pflegt. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es dem SVW, seinen Fans Heimspiel für Heimspiel ein besonderes Fußballerlebnis zu ermöglichen. Die genannten Vorkommnisse erschüttern den SV Waldhof zutiefst und bewegen ihn nun dazu die entsprechende Maßnahme zu ergreifen“, führt der SV Waldhof, der seit dem Spielabbruch im Aufstiegssrückspiel gegen den KFC Uerdingen unter besonderer Beobachtung steht, aus.

nwo

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