MANNHEIM24 blickt auf Waldhof-Saison zurück

Saisonfazit: Was der SVW verbessern muss

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Die Waldhof-Buben haben eine Saison mit Höhen und Tiefen durchlebt.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.
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Dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Alban Ramaj gewinnt der SV Waldhof das Derby gegen den FCK II mit 2:0.

Mannheim-Waldhof - Für den SV Waldhof Mannheim ist eine abwechslungsreiche Saison 2014/15 in der Regionalliga Südwest mit Tabellenplatz 13 ernüchternd zu Ende gegangen.

Die Waldhof-Buben haben eine Saison mit Höhen und Tiefen durchlebt.

Es klingt wie eine Floskel, wenn man am Ende einer Saison resümiert, dass es Höhen und Tiefen gegeben hat. Beim Blick auf die Saison 2014/15 des SV Waldhof Mannheim ist dies jedoch absolut zutreffend.

Immer wieder hat SVW-Coach Kenan Kocak vor und während der Saison betont, dass man mit dieser jungen Mannschaft Geduld braucht. Doch bleiben nach dieser Saison tatsächlich vielversprechende Ansätze für die Zukunft? 

Abwehrbollwerk um Kapitän Neupert

Was man dem jungen Waldhof-Team bescheinigen muss, ist, dass man eine unglaublich stabile Defensive im Verlauf der Saison entwickelt hat, die zur oberen Spitze der Regionalliga Südwest gehört. Um Robin Neupert, der nicht nur Kapitän und Führungsspieler, sondern auch souveräner Abwehrchef ist, ist es Kenan Kocak gelungen, eine Defensivformation zu bilden, an der sich auch Top-Teams wie Kickers Offenbach die Zähne ausgebissen haben.

Offensiv zu harmlos

In der Offensive sieht das allerdings ganz anders aus. Wie ein roter Faden zieht sich die offensive Schwäche des SVW durch die ganze Saison. Es mangelt oftmals an der Kreativität, wirklich gute Torchancen zu kreieren bzw. auch das nötige Fortune im Torabschluss. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Top-Torjäger Marcel Sökler (sieben Tore) aufgrund seines Kreuzbandrisses seit Ende November dem Team gefehlt hat. Jedoch reicht diese Erklärung nicht für die offensive Harmlosigkeit des SVW aus.

Schließlich hat man im Zuge der Verletzung Söklers mit Juvhel Tsoumou und Alban Ramaj zwei erfahrene Stürmer verpflichtet, die bereits Bundesliga- bzw. Zweitliga-Erfahrung gesammelt haben, doch keiner der beiden Angreifer konnte wirklich eingeschlagen. Auch Stoßstürmer Salvatore Bari hat oftmals zu unglücklich agiert, dass man von einer starken Alternative im Sturm sprechen kann.

Starker April macht Hoffnung

Dass die Mannschaft das Potenzial hat mit jedem Gegner in der Liga mitzuhalten, hat die starke Phase im April gezeigt. In insgesamt sechs Spielen hat der SVW keine Niederlage kassiert und hat Top-Teams wie Kickers Offenbach oder den 1. FC Saarbrücken Paroli geboten. Doch an eben jenem Punkt wäre man wieder beim altbekannten Dilemma der jungen Truppe. Gut mitgehalten - ja. Die entschiedenen Torchancen gemacht - nein. Das zeigt, was dem Waldhof aktuell noch fehlt, um tatsächlich künftig in den Aufstiegskampf eingreifen zu können.

Intakte Moral

Man kann der Kocak-Elf nicht den Vorwurf machen, keinen Charakter zu haben. Nach bitteren Niederlagen wie gegen die TuS Koblenz oder in Kaiserslautern hat es das Team verstanden, sich aus der Krise zu kämpfen und die richtigen Antworten zu geben. Symbolisch für die Willensstärke steht das 3:3 in Nöttingen, als die Blau-Schwarzen zur Pause schon mit 0:3 hinten gelegen sind und im zweiten Durchgang mit einer starken Leistung noch ein Remis erkämpft haben.

Punktuelle Verstärkungen nötig

Um im nächsten Jahr in das Aufstiegsrennen eingreifen zu können, muss beim Waldhof aber noch an einigen Stellschrauben gedreht werden. Vor allem im Offensivbereich sind die Verantwortlichen gefragt die richtigen Entscheidungen bezüglich möglicher Ab- bzw. Neuzugänge zu treffen. 

Ein großer Vorteil wird sein, dass der Grundstock des Teams zusammen bleiben wird, sodass sich nicht wie im vergangenen Sommer eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft formieren muss. Eine Lösung bzw. Unterstützung muss auch in der Trainerfrage gefunden werden. Schließlich wird Kenan Kocak aufgrund seiner Trainerausbildung  in der kommenden Saison oftmals abwesend sein.

Sehnsucht Profifußball

Sollte man aus den Problemen dieser Spielzeit die richtigen Schlüsse ziehen und auf dem gebotenen Fundament aufbauen, kann der SV Waldhof im kommenden Jahr tatsächlich um den Aufstieg in die dritte Liga mitspielen und womöglich dien Traum der zahlreichen Waldhof-Fans, die auch in dieser Saison wieder einmal eine großer Rückhalt gewesen sind, erfüllen - endlich wieder Profifußball im Carl-Benz-Stadion erleben zu dürfen.

nwo

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Nils Wollenschläger

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